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Entries in Pensionskassen (427)

3:45PM

BLPK: Sanierung mit Darlehen

blDie Deckungslücke von 1,3 Milliarden Franken der Basellandschaftlichen Pensionskasse
(BLPK) soll geschlossen werden. Diesen Vorschlag macht die «Arbeitsgruppe
Improve zur Zukunft der BLPK», die Finanzdirektor und BLPK-Verwaltungsratspräsident Adrian Ballmer eingesetzt hat. Ballmer selbst hatte diese Absicht einer vollen Ausfinanzierung der BLPK unter anderem bereits im März 2009 geäussert, als die 1,08 Milliarden Verlust der Pensionskasse im Krisenjahr 2008 bekannt wurden, heisst es in einem Bericht der Basellandschaftlichen Zeitung.

Der Deckungsgrad der BLPK betrug Ende letzten Jahres 78,8 Prozent und hat sich nach Auskunft des Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Hans Peter Simeon, auch im laufenden Jahr nicht verbessert. Im Bericht an den Landrat schreibt die Finanzkommission, «dass der Kanton ein Darlehen aufnehmen könnte, um dieses der BLPK zu Anlagezwecken
zur Verfügung zu stellen».

Matthias Scheurer, Regionalsekretär des VPOD, lehnt den Vorschlag ab: «Eine Ausfinanzierung von 100 Prozent ist reine Ideologie, von man in National- und Ständerat wieder abrückt: 80 Prozent reichen aus Sicht des VPOD.»

 Artikel bz

11:33AM

APK: Leichte Minus-Performance im ersten Halbjahr

Die Aargauische Pensionskasse (APK) weist per 30. Juni 2010 eine Performance von minus 0.4 Prozent aus. Im vergangenen Jahr erzielte die APK eine Performance von 11,1 Prozent.

 Mitteilung APK / Cash

10:55AM

FK-S: Eintreten auf das Geschäft PK SBB

parlamentMit den Anhörungen hat die Finanzkommission die Beratungen zur Botschaft betreffend die Sanierung der Pensionskasse SBB aufgenommen (10.036). Neben dem Verwaltungsrat, bzw. der Geschäftsleitung der SBB AG wurden auch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) sowie ein externer Pensionskassenxperte eingeladen, die der Finanzkommission jeweils ihre Optik des Geschäftes darlegten. Im anschliessenden, von Bundesrat Hans-Rudolf Merz gehaltenen Eintretensreferat wurde der Kommission die vom Bundesrat beantragte Lösung, die einen Beitrag des Bundes in der Höhe von 1,4 Mrd. Franken vorsieht, präsentiert.

Mit ihrem Eintretensentscheid anerkennt die Kommission, dass die Pensionskasse der SBB so auszufinanzieren ist, dass sie gegenüber anderen Pensionskassen ausgelagerter Unternehmungen nicht benachteiligt wird. 

In der Eintretensdiskussion kam zum Ausdruck, dass die Kommission die Vorlage als einmalige, auf die Institution SBB beschränkte Sanierungsmassnahme versteht. Das klare Ergebnis des Eintretensbeschlusses (10:0) ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass es sich beim grössten Teil der Rentnerinnen und Rentnern der SBB AG um ehemalige Bundesangestellte handelt. Entscheidend war für die Kommission zudem, dass es sich bei der SBB AG um eine Unternehmung handelt, die zu 100% im Besitz des Bundes ist.

Die Kommission wird die Detailberatung an ihrer nächsten Sitzung vom 10./11. Oktober 2010 durchführen und das Geschäft voraussichtlich für die Wintersession zuhanden des Erstrates überweisen.

 Mitteilung FK-S

10:46AM

Schaupielhaus und Tonhalle zur PKZH

Die Belegschaften des Schauspielhauses Zürich und der Tonhalle sind zwar mittlerweile weitgehend nach Richtlinien der städtischen Personalverordnung angestellt und entlöhnt; die jeweilige Personalvorsorge der beiden Kulturstätten aber ist noch ganz eigenständig organisiert. Nun sollen die zwei Vorsorgestiftungen auf Anfang 2011 vertraglich der Pensionskasse der Stadt Zürich angeschlossen werden. Eine entsprechende Vorlage hat die Exekutive zuhanden des Zürcher Stadtparlaments verabschiedet. Für den Einkauf sind einmalige Kosten von 19,6 Millionen Franken veranschlagt. Um die durch den Pensionskassen-Wechsel bedingte Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge abzudecken, sollen zudem die städtischen Subventionsbeiträge um jährlich insgesamt 1,36 Millionen Franken aufgestockt werden, schreibt die NZZ.

9:45AM

Umstrittene Sanierung der BLPK

blÜber eine Milliarde Franken fehlt der Baselbieter Pensionskasse. Dieses Loch soll nun gefüllt werden. Bloss wie und von wem? Darüber werden die Regierung, die Politiker und Verbände in den nächsten Monaten nun auch im Baselbiet streiten, schreibt die Basler Zeitung.

Vorgesehen ist offenbar, dass die Kasse möglichst ausfinanziert wird. Das heisst, dass bis zu 1,3 Milliarden Franken einbezahlt werden müssen. Denn so hoch war der Fehlbetrag Ende 2009, womit der Deckungsgrad bei 79 Prozent lag. Von einer «erheblichen Unterdeckung» sprach darum auch Swisscanto in einem Expertenbericht. Gleichzeitig verwies es darauf, dass die Beiträge nicht ausreichten, um die versprochenen Leistungen zu erbringen.

BaZ / Bericht an den Landrat BL

8:16AM

ASGA auf Kurs

Die Asga Pensionskasse weist per 30. Juni 2010 einen Gewinn von 34 Mio. Franken aus. Ihre
Bilanzsumme übertrifft zum ersten Mal die sieben Milliarden-Grenze. Für ihre 70'379 Versicherten verwaltet sie ein Vorsorgekapital von 6 Mia. Franken. Der Deckungsgrad liegt bei 106.4 Prozent. Die Wertschwankungsreserve erhöhte sie auf 403.9 Mio. Franken, während die
technischen Rückstellungen 173.7 Mio. Franken betragen. Im diesjährigen Pensionskassenvergleich der SonntagsZeitung erhielt die Asga, wie bereits im
letzten Jahr, den ersten Preis für die effizienteste Verwaltung. Auch im ersten Semester 2010 hielt sie, mit 9.4 Mio. Franken, den Verwaltungsaufwand inklusive Vermögensverwaltung tief.

image

Kennzahlen

8:56AM

Landbote: Gerüchte um BVK-Investition in Winterthur

Der Winterthurer Landbote berichtet über eine angebliche Investition der BVK in ein grosses Bauprojekt, das anscheinend privaten Investoren zu riskant erscheint.

Landbote

11:17AM

BVK: Probleme jenseits von Korruption

Werner Enz hat in der NZZ die Bilanz der BVK Zürich näher angeschaut. Sein Fazit ist ernüchternd. Er schreibt: “Wer die BVK-Bilanz einer Analyse unterzieht, wird schwerlich in Begeisterungsstürme ausbrechen, denn die Deckungslücken sind ganz erheblich. Eine Asset-Liability-Studie hat laut Schönbächler den beruhigenden Befund erbracht, dass die Kasse dank einem Personalwachstum von jährlich geschätzt 2% noch lange die versprochenen Renten bezahlen könnte, ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Weniger beruhigend ist aber, dass die im Prinzip 2000 auf den Beitragsprimat umgestellte Kasse Jahr für Jahr ganz erhebliche Umverteilungen zulasten der Aktiven vornimmt, was kein Zustand auf Dauer sein kann. Es ist denn auch so, dass die eine vergleichsweise günstige Altersstruktur aufweisende BVK mit einer sukzessiv verschärften Umverteilung - Beitragsprimat bleibt so ein leeres Wort - rechnen muss.

Vergangenes Jahr entfielen auf die 26 772 Rentner (27% der Versicherten) 45% des Kapitals. Die Aktiven (73%) müssen sich mit dem Rest bescheiden. Die BVK kalkuliert zudem noch immer mit einem technischen Zins von 4%, was mit Blick auf die Kapitalmarktverhältnisse mehr als kühn ist; der rechnerische Deckungsgrad betrug Ende Jahr 87,35% und ist de facto niedriger anzusetzen. Erstaunen mag, dass die Kasse bisher jeweils immer auch im überobligatorischen Teil des Alterssparens den BVG-Mindestzins gutschrieb. Ursula Gut, Regierungsrätin und BVK-Präsidentin in einer Person, steht nicht nur wegen der Korruptionsaffäre unter Druck. Es ist Zeit, eine kohärente Sanierungsstrategie umzusetzen, damit das Finanzloch nicht noch grösser wird.”

1:13PM

BVK: Keine unangemessenen Risiken eingegangen

Thomas Schönbächler Rund anderthalb Monate nach der Verhaftung des Anlagechefs der BVK-Personalvorsorge des Kanons Zürich ist deren Chef Thomas Schönbächler (Bild links) erstmals an die Öffentlichkeit getreten. Vor den Medien hat er drei Kernbotschaften vermittelt. Zum einen stelle ein Korruptionsfall, wie er aufgrund der vorliegenden Fakten zu vermuten sei, für eine Pensionskasse den schlimmstmöglichen Unfall dar. Anderseits hielt Schönbächler aber fest, die BVK, bei der rund 100 000 Personen versichert sind, sei weiterhin eine solide Vorsorgeeinrichtung, die zuletzt eine defensive Anlagepolitik verfolgt und damit eine vergleichsweise gute Rendite erzielt habe. Dies wiederum könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Beamtenkasse vor grundlegenden Herausforderungen stehe.

In “Kontext”, dem Informationsblatt der Kasse schreibt Schönbächler: “Gemäss aktuellem Wissensstand ist nicht davon auszugehen, dass Geld aus der Kasse der BVK verschwunden ist. Die Vorsorgeleistungen sind nicht gefährdet. (…) Einige Medien haben in diesem Zusammenhang auch die Anlagepolitik der BVK kritisiert und als riskant bezeichnet. Diese Vorwürfe sind nicht berechtigt. Die Anlagepolitik der  BVK ist vorsichtig, der «Risikoappetit» gering und vertretbar. Die BVK ist eine solide Vorsorgeeinrichtung. Sie richtet für ihre Versicherten und Rentner im Quervergleich gute Leistungen aus. Mit der aktuellen Teilrevision der Statuten werden diese nochmals verbessert.”

In einer Mitteilung des Kantons wird festgehalten: “Im Zuge der Verhaftung und der fristlosen Entlassung des BVK-Anlagechefs aufgrund von Korruptionsvorwürfen ist die Anlagestrategie der Pensionskasse des Kantons Zürich zum Teil in Frage gestellt und auch als zu risikobehaftet kritisiert worden. Dieser Kritik tritt die BVK im «Kontext» entgegen. Die darin aufgeführten Zahlen zeigen, dass das von der BVK mit ihren Anlagen eingegangene Risiko insgesamt eindeutig im Rahmen ihres taktischen Ermessensspielraums liegt und somit die Vorgaben der vom Regierungsrat bewilligten Anlagestrategie über die letzten drei, fünf und zehn Jahre eingehalten hat. Dank der defensiven Umsetzung erzielte die BVK während der jüngsten Finanzkrise einen deutlichen Renditevorsprung gegenüber der strategischen Vorgabe.

NZZ / Kontext / Mitteilung Kanton

12:35PM

Migros PK mit höherem Rentenalter

image Mit einer deutlichen Mehrheit stimmten die Mitglieder des Genossenschaftsrates der Migros Zürich einer Vertragsänderung mit dem Migros Genossenschafts-Bund zu und erlauben diesem damit, das Rentenalter von 63 auf 64 Jahre zu erhöhen. Mit dieser Massnahme wird die Beitragsdauer verlängert und die durchschnittliche Leistungsdauer verkürzt. In seinem einführenden Referat erläuterte der Geschäftsleiter der Migros Pensionskasse, Christoph Ryter,dass diese Reglementsanpassung zu einer langfristigen Sicherstellung der finanziellen Stabilität der Kasse beitrage.

Artikel Migros-Zeitung

7:41AM

BLVK: Kein Glück mit Hedgefonds

blvk

Verständigungsprobleme, hohe Kosten, schlechte Performance: Die BLVK, die Pensionskasse der Berner Lehrer steigt aus dem Geschäft mit Hedgefonds aus – nach einem Verlust von 11 Millionen, schreibt der Tages-Anzeiger.

Angesichts der desolaten Lage hat man sich vor drei Jahren entschieden, in sogenannte alternative Anlagen zu investieren. Die Idee war, damit die Wertschwankungen des Portefeuilles zu vermindern. Bei der BLVK ging das gründlich schief, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist: «Die Wertentwicklung konnte auch 2009 nicht überzeugen, und es musste eine Minusrendite von 0,09 Prozent ausgewiesen werden», heisst es. Dies wohlgemerkt, nachdem im Vorjahr ein Verlust von über 20 Prozent entstanden war. Gegenüber dem TA sagt BLVK-Anlage-Chef Theodor Tillmann: «Die Anlagen in Hedgefonds haben nicht die negative Korrelation mit den Aktien, die uns versprochen wurde.»

Tages-Anzeiger / BLVK

7:25PM

Symova nimmt Arbeit auf

ipe Symova, the spin-off Pensionskasse for companies in the transport sector, has started operations, while Ascoop is facing liquidation. Ascoop head Urs Niklaus will run the new fund, while Ascoop asset management head Sara Gabriel will be responsible for investments. Symova, which starts operations with CHF 1.7bn has not yet made any investments, but the strategic asset allocation has been set down as 32% domestic bonds, 16% foreign equities, 8% domestic equities, 7% foreign-currency bonds (hedged), 3% cash and 2% emerging market equities.

image In addition, the portfolio will contain 28% domestic real estate and 4% hedged commodities investments. As many as 60 companies have already joined the Symova industry collective fund, with 6,200 active and 3,500 retired members – most of them formerly at the heavily underfunded Ascoop fund, according to information on the new fund's website. According to the transport union, more companies want to join Symova, but only Pensionskassen that are fully funded, or where the employer is willing to top up the fund by 2020, are allowed to join.

Ascoop is now left with a fragment of its former number of more than 140 associated companies with over 9,000 employees. Mainly retirees whose former employers have ceased to exist will stay in the fund. Should the Swiss government accept Ascoop's application for liquidation, the Swiss insolvency protection fund will have to take these members on if no company is paying for them. In the meantime, Ascoop is still in a legal battle with 18 former member companies that had appealed the division of funds in the 2005 part-liquidation when they left Ascoop. As at year-end 2009, Ascoop was 83.2% funded after returning 11.1%, according to its annual report. Ascoop's call for state aid, similar to that of the Swiss federal railway SBB, was rejected, as only few of its members are actually owned or partly owned by the federal government. 

IPE /Dossier de Presse / Website Symova

9:22AM

BZ: Interview mit RR Pulver zum Primatwechsel

image Der grüne Regierungsrat Bernhard Pulver (Bild links) leitet neu die Arbeiten für den Primatwechsel der Berner Pensionskassen. Er sagt in einem Interview mit der Berner Zeitung, wieso er als Gegner dieses Projekts dessen Leitung übernimmt. Die Kosten stimmen ihn skeptisch.

Was spricht für den Wechsel?
Pulver: Immer mehr Beteiligte merken, dass das Beitragsprimat für die Arbeitnehmer nicht einfach nur schlecht und für die Arbeitgeber nicht einfach nur gut ist. Die Graustufen treten immer klarer hervor. Lehrpersonen zum Beispiel würden profitieren, weil sich häufig ändernde Pensen im Beitragsprimat besser und günstiger versichern lassen. Oder: Ältere Angestellte könnten ihr Pensum ein paar Jahre vor der Pensionierung reduzieren, ohne eine massive Rentenkürzung in Kauf nehmen zu müssen wie heute. Auf der anderen Seite wird das finanzielle Risiko für den Kanton nicht einfach verschwinden, wenn die Kassen ins Beitragsprimat wechseln. Bei Problemen wird er sich weiterhin beteiligen müssen.

Was spricht gegen den Wechsel?
Es schleckt keine Geiss weg, dass mit dem Primatwechsel das Risiko der Anlage auf die Arbeitnehmer übergeht. Ich frage mich, ob das personalpolitisch richtig ist. Allerdings darf man auch hier nicht schwarz-weiss malen: Es wäre völlig falsch, zu meinen, die Arbeitnehmer trügen heute kein Risiko. Die Lehrpersonen, die Sanierungsbeiträge an die BLVK zahlen müssen, können davon ein Lied singen. Das Risiko würde im Beitragsprimat aber stärker bei den Angestellten liegen.

Berner Zeitung

10:55AM

Fachhochschule Nordwestschweiz kann starten

Ab 1. Januar 2011 werden alle Mitarbeitenden der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in eine einheitliche Vorsorgelösung überführt. Das betriebliche Mitwirkungsorgan, die Personalverbände und der Fachhochschulrat haben ihr Einverständnis dazu erteilt.

Mit der neuen Lösung wechseln rund 1900 Versicherte aus sieben verschiedenen Pensionskassen ins neue Vorsorgewerk FHNW. Der letzte noch offene Teil der  Anstellungsbedingungen für Mitarbeitende der Fachhochschule wird damit termingerecht nach Staatsvertrag FHNVV geregelt.

OT

12:03PM

Verzögerung bei Untersuchung des BVK-Falles

Die Oberstaatsanwaltschaft des Kt. Zürich teilt mit, dass sich Verzögerungen bei der Untersuchung der Bestechungsaffäre bei der BVK ergeben haben. Die für die laufende Woche angekündigte Mitteilung werde wahrscheinlich nächste Woche veröffentlicht. Mittlerweile hat sich auch die Politik eingeschaltet. Drei CVP-Kantonsräte wollen mittels Anfrage wissen, ob die Regierung seit dem Bestechungsfall um den Chefbeamten Raphael Huber Anfang der 90er-Jahre etwas gelernt habe.

9:26AM

BE: Primatwechsel der Pensionskassen

be Der Primatwechsel der Pensionskassen des Kantons Bern ist in vollem Gange: Die BPK (Verwaltungspersonal) und die BLVK (Lehrpersonen) sollen vom Leistungs- ins Beitragsprimat wechseln, schreibt die Berner Zeitung.

Am 1.7.2010 trat der technische Leiter des Projekts, Stephan Wyss von Swisscanto, erstmals öffentlich auf. Vor den Delegierten der BPK informierte er über den Projektstand und erfuhr am eigenen Leib, wie gross die Skepsis der Personalvertreter ist. Zur Sache sagte Wyss, die Arbeiten hätten gezeigt, dass der Wechsel gesamthaft  leistungs- und kostenneutral umgesetzt werden könne. Grob gesagt: Arbeitgeber und -nehmer sollen gleich viel einzahlen wie bisher (Beiträge), die Arbeitnehmer sollen aber grundsätzlich auch so viel erhalten wie heute (Renten).

Das Problem ist, dass heute die jüngeren Angestellten «Solidaritätsbeiträge» für die älteren Kollegen bezahlen. Diese fallen beim Wechsel weg. Deshalb müssten ältere Versicherte ab circa 45 Jahren entschädigt werden: Sie zahlten in der Vergangenheit Solidaritätsbeiträge, für sie würde aber jetzt niemand mehr zahlen. Für sie müssten die Kassen – faktisch sicher die Arbeitgeber – Einmaleinlagen auf dem Alterskonto vornehmen. Bisher hiess es, dieser Übergang werde bis zu 1,6 Milliarden Franken kosten. Wyss sagte dazu nichts Konkretes. Die Summe werde aber sicher unter dem Maximalbetrag liegen.

Berner Zeitung

3:31PM

FHNW: Abgefederter Primatwechsel

Der Primatwechsel der Pensionskasse für die Mitarbeiter der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) aus den beiden Basel wird abgefedert: Nach dem Basler Grossen Rat hat dazu auch der Baselbieter Landrat den nötigen Kredit bewilligt.

Die Neuregelung der beruflichen Vorsorge bei der FHNW bedeutet für die Versicherten aus Baselland und Basel-Stadt den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Betroffen sind rund 770 Personen, die derzeit noch bei der Pensionskasse Basel-Stadt oder der Basellandschaftlichen Pensionskasse versichert sind.

Der Wechsel soll indes mit rund 10 Millionen Franken erleichtert werden, wovon auf Baselland 5,4 Millionen und auf Basel-Stadt 4,4 Millionen Franken entfallen.

Basler Zeitung

1:45PM

proparis: Grund zur Freude

Die Vorsorgestiftung Gewerbe Schweiz hat sich vom leichten Taucher des Jahres 2008 erholt. Trotz Finanzkrise und nervösen Märkten hat sie das Jahr 2009 mit einem Ertragsüberschuss von gut 27 Millionen abgeschlossen. Im Vorjahr resultierte noch ein Verlust von gut 19 Millionen. Alle 14 der proparis angeschlossenen Vorsorgewerke verfügen über einen Deckungsgrad von mehr als 100 Prozent. Insgesamt wurde ein Deckungsgrad von rund 105 Prozent erreicht, schreibt die Gewerbezeitung mit Blick auf die Mitgliederversammlung vom 30. Juni.

«In Zeiten der Krise ist dies alles andere als selbstverständlich», hält proparis-Geschäftsführer Erhard D. Burri gegenüber der Schweizerischen Gewerbezeitung fest und erinnert sich an turbulente Monate. Unterschiedliche Ansichten über die Finanzierung der zweiten Säule und die Diskussionen über die Zukunftsfähigkeit der Sozialwerke hätten vielerorts zu Verunsicherung geführt. «Vor diesem Hintergrund steht die proparis da wieder berühmte Fels in der Brandung.»

Bei der proparis sind 70 Berufs- und Branchenverbände sowie deren Unternehmen mit knapp 95000 Aktiven angeschlossen.

Bericht Gewerbezeitung / proparis

1:21PM

Bern: Keine Rücknahme der Erhöhung des Pensionsalters

“Am Anfang zur Rentenalterdebatte im Berner Stadtrat stand eine Entschuldigung: «Wir haben einen Fehlergemacht. Wir haben die reglementarisch vorgesehene Mitsprache der Sozialpartner missachtet. Wir entschuldigen uns», sagte Claude Grosjean (GLP). Mit einem Überraschungscoup hatten die Mitte-rechts-Parteien vor zwei Wochen einem Antrag zum Durchbruchverholfen, der eine Erhöhung des Rentenalters von 63 auf 64 Jahre für Frauen und auf 65 Jahre für Männer vorsieht. Der Aufschrei bei den Gewerkschaften und den städtischen Angestellten war gross, schreibt der Bund.

Zur Debatte standen am 17.6.2010 schliesslich zwei Anträge, die dasselbe Ziel verfolgten: Der Gemeinderat soll dem Stadtrat eine Vorlage zur Flexibilisierung des Rentenalters vorlegen, die sozialpartnerschaftlich erarbeitet wird. Im Weg zum Ziel unterschieden sich die Anträge des Gemeinderates und der Fraktionen GFL/EVP, GLP und BDP/CVP jedoch. Der Gemeinderat schlug als ersten Schritt eine Aufhebung des Artikels aus dem Personalreglement vor, der die Rentenaltererhöhung vorsieht. Die Mitte-Fraktionen wollten den Entscheid aber nicht revidieren und beharrten auf einer blossen Aufschiebung. Der Artikel solle erst in Kraft treten, wenn in den sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen keine Einigung erzielt werden könne, spätestens aber Anfang 2012.

Welcher Antrag sich durchsetzen würde, war zunächst offen, da die FDP Stimmfreigabe beschlossen hatte. Am Schluss setzte sich aber der Antrag der Mitte-Fraktionen für einen blossen Aufschub der Rentenaltererhöhung bis spätestens Anfang 2012 mit 43 zu 29 Stimmen durch.

VPOD-Regionalsekretär Walter Christen zeigte sich «schockiert» über die Art und Weise, wie der Stadtrat mit den städtischen Angestellten umspringe. Über einen allfälligen Streik werde nächste Woche entschieden. Der VPOD werde zudem Beschwerde gegen den Stadtratsbeschluss von letzter Woche erheben. Eine weitere Beschwerde gegen den gestrigen Beschluss werde geprüft, sagte Christen.

12:03PM

BSV: Mitteilungen über die BV Nr. 118

admin Die Mitteilungen Nr. 118 über die Berufliche Vorsorge des BSV enthalten u.a. Hinweise zum Wechsel im Geschäftsfeld Altersvorsorge, Stellungnahmen zu den Themen Selbständigkeit, Wohneigentum und Bilanzierung einer Garantie des AG bei Unterdeckung sowie diverse Rechtsfälle.

Mitteilung Nr. 118