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Die aktuelle Diskussion

Abzocker Initiative und Pensionskassen

Das Dossier orientiert über die Umsetzung der Initiative gegen die Abzockerei.

Diskussions-Anlass des Vorsorgeforums vom 28. Mai in Zürich. Infos.

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Die neuesten Ausgaben:

Nr. 240 / PDF

Nr. 241 / PDF

21.5.2013

 

BVG-aktuell Themen

Entries in Pensionskassen (668)

8:34AM

Li: Deckungsgrad der staatlichen PK sinkt weiter

Eine neue Bilanzierungsart und die Bildung einer Rückstellung von 53 Millionen Franken sowie die Anwendung aktualisierter Grundlagen zur demografischen Entwicklung führten per Ende 2012 bei der staatlichen Pensionskasse (PVS) zu einem weiteren Rückgang des Deckungsgrades von 75,5 auf 69,3 Prozent. Damit erhöht sich per das Minus beim Stiftungskapital auf 312 Millionen Franken, womit sich die Pensionsversicherung nach wie vor in einer erheblichen Unterdeckung befindet. Daran konnte selbst die im vergangenen Jahr erzielte überdurchschnittliche Rendite von 7,6 Prozent auf den Vermögensanlagen etwas ändern.

  Vaterland

9:40AM

BL: Volksentscheid zur PK-Sanierung

Der Baselbieter Landrat hat die Sanierungsvorlage gutgeheissen und dem obligatorischen Referendum unterstellt. Das Kantonsparlament hiess die Sanierung mit 58 zu 6 Stimmen bei 17 Enthaltungen gut. Da es damit das Vier-Fünftel-Mehr zum Ausschluss des Abstimmungsobligatoriums verfehlte, kommt es zum Urnengang.

Die Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) soll mittels Vollkapitalisierung erfolgen. Dabei soll die Unterdeckung mit einer Schuldanerkennung sofort ausfinanziert, das Geld am Kapitalmarkt aufgenommen und dann innert zehn Jahren amortisiert werden.

Die Regierung hatte die Unterdeckung mit Beiträgen über einen Zeitraum von 40 Jahren abtragen und derweil die noch ausstehende Forderung verzinsen wollen. Die Personal- und die Finanzkommisson des Rats schlugen aber das am Ende beschlossene Vorgehen vor, dies in der Hoffnung auf geringere Kosten.

Die BLPK zählt über 26'000 Versicherte und über 200 angeschlossene Arbeitgeber, darunter alle 86 Gemeinden des Kantons. Von der Ausfinanzierung entfällt allein auf den Kanton ungefähr eine Milliarde Franken.

Basler Zeitung /    Infos BL

2:57PM

PFS Vorsorgestiftung 

Die PFS Vorsorgestiftung II blickt auf eine erfreuliche Entwicklung im Jahr 2012 zurück. Sämtliche angeschlossene Vorsorgewerke erzielten Renditen zwischen 7.5 und 9.5% und weisen Ende 2012 einen Deckungsgrad von teilweise weit über 100% auf. Damit ist der durchschnittliche Deckungsgrad der PFS Vorsorgestiftung II auf 107% angewachsen (Ende 2011 knapp 102%). Die PFS Vorsorgestiftung II ist auf die betriebliche Altersvorsorge von Unternehmen und Gemeinden ab 50 Mitarbeitenden spezialisiert. Sie versichert heute rund 1000 Aktive und 50 Rentner.        

  PFS

10:19AM

Li: Kritik an Sanierungsplan der Regierung

In Liechtenstein regt sich Kritik an den Sanierungsplänen für die staatliche Pensionskasse. Man wolle eine Luxuskasse, die weit bessere Leistungen an sonst im Land üblich erbringe. Die Sonntagszeitung Liewo bringt dazu ein Interview mit Nikolaus Frick, Initiant der Website Bamtakassa.li.

  Vaterland

10:12AM

St. Galler PKs mit 300 Mio. Unterdeckung

Die Sanierung der Pensionskassen des St. Galler Staatspersonals und der Lehrer kostet rund 300 Millionen Franken. Maximal 75 Millionen davon sollen die Versicherten selber zahlen, den Rest trägt der Kanton. Am 9. Juni kommt die Vorlage zur Abstimmung.

Die Versicherungskasse für das Staatspersonal und die kantonale Lehrerversicherungskasse werden auf Anfang 2014 verselbständigt. In den beiden Pensionskassen sind 22’600 Staatsangestellte und Lehrer versichert. Die Kassen besitzen 6,2 Milliarden Vermögen. 7300 Personen beziehen derzeit Renten.

  Südostschweiz

3:32PM

NZZaS: Variable Renten gegen Umverteilung

Die NZZ am Sonntag nimmt das Thema Variable Renten auf. Ausgangspunkt ist die vom Blick publik gemachte Tatsache, dass man sich bei der PK SBB den Schritt überlegt. “Ihr Chef Markus Hübscher sagt, noch sei vieles offen: «Details werden an der Juni-Sitzung des Stiftungsrates diskutiert. Eingeführt wird die zweiteilige Rente frühestens auf 2017.» Persönlich ist Hübscher überzeugt, dass zweiteilige Renten richtig sind: «Es ist ein faireres System. Es darf nicht sein, dass in schlechten Zeiten die aktiven Arbeitnehmer die ganze Last tragen.»

Die SBB sind kein Einzelfall. Wer sich bei grossen Kassen umhört, stellt fest: Das Modell von variablen Rententeilen wird allerorts in Stiftungsräten diskutiert. Viele aber wollen öffentlich nicht davon reden. Denn den Versicherten schwankende Renten zu «verkaufen», ist kommunikativ schwierig, meint Charlotte Jacquemart.

Bei der Swisscom-Pensionskasse Complan sagt Geschäftsführer André-Pierre Schmidt: «Die Lage an den Kapitalmärkten zwingt dazu, uns Gedanken zu variablen Renten zu machen.» Eine Prüfung des Modells ist in der Pipeline. Es sei aber zu früh, um darüber zu spekulieren, was daraus werde. Bei Post und Publica tönt es ähnlich: man setze sich in Strategiediskussionen damit auseinander, weil es die Situation erfordere.

Die Chefin der Pensionskasse Post, Françoise Bruderer, meint allerdings: «Bei tiefen Renten ist ein variabler Teil schwierig einzuführen. Problemloser ist es bei Kaderplänen.» Ihr Kollege von der Publica, Dieter Stohler, erinnert daran, dass geteilte Renten keine neue Welt innerhalb der zweiten Säule darstellten. «Das zeigt sich darin, dass die Einführung solcher Systeme ohne gesetzliche Änderungen möglich ist.»

Werner Hertzog, Berater bei AonHewitt und sieben Jahre lang Chef der Publica, sagt überzeugt: «Wenn einige grosse Kassen variable Rententeile eingeführt haben, tun es alle.»

Tamedia limitiert Rentenzahlung

Die NZZaS berichtet auch von der Tamedia, welche gerüchteweise schon länger eine Limitierung der Renten in ihrer PK erwogen hat, jetzt aber offenbar diesen Schritt beschlossen hat. Gemäss NZZaS plafoniert Tamedia die Auszahlung von Altersrenten für neu Pensionierte auf maximal 48’000 Fr. jährlich. Diese Rentenhöhe entspricht einem Alterskapital von rund 800’000 Fr. Wer mehr Kapital auf seinem Alterskonto liegen hat, muss sich den Rest bar auszahlen lassen. Die Höhe der Rente wird mit einem Umwandlungssatz von 6% (Alter 65) berechnet.

Ursprünglich wollte Tamedia diese Limitierung bereits auf Anfang 2014 einführen. Nun liess das Verlagshaus die Angestellten aber wissen, man verschiebe die Beschränkung und führe sie erst auf Beginn 2016 ein. Grund: Die Versicherten könnten Probleme mit ihren Steuerbehörden kriegen, welche Einzahlungen in die Pensionskasse in den letzten drei Jahren vor Pensionsantritt nicht mehr als abzugsfähig akzeptiert, wenn man sich diese später auszahlen lässt.

Artikel NZZ

8:28PM

SRG: Luxusrenten

Die SRG bezahlt im Leistungsprimat 67,5 Prozent des letzten Lohnes bis ans Lebensende. Dieses Niveau gebe es sonst kaum noch irgendwo, so die NZZ am Sonntag. Nun soll vom Leistungsprimat auf den Beitragsprimat umgestellt werden: Keine fixen Renten mehr, sondern eine Abhängigkeit von den eingezahlten Beiträgen. Je mehr Einzahlungen, desto mehr Rente. Doch das hohe Rentenniveau will die SRG scheinbar beibehalten.

Das wird teuer – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der NZZ am Sonntag liegen Informationen vor, dass vor allem die Beiträge auf Arbeitgeberseite erhöht werden: bis zu 20,25 Prozent des Lohnes. Mit den 9 bis 12 Prozent des Arbeitgebers ergibt das 32,25 Prozent – in der Schweiz üblich sind maximal 24 Prozent.

Der Plan sieht vor, dass Mitarbeiter ab 55 Jahren im Leistungsprimat versichert bleiben. Laut Pensionskassenspezialist Werner C. Hug sind diese zehn Jahre «unverständlich lang». Üblich sei eine Besitzstandwahrung von maximal fünf Jahren – in Ausnahmefällen von sieben Jahren. Aus gutem Grund: Der Arbeitsgeber muss das Altersguthaben in der Pensionskasse erhöhen, wenn ein Arbeitnehmer im Leistungsprimat eine Lohnerhöhung erhält. Damit das Rentenziel von 67,5 Prozent des letzten Lohnes erreicht werden kann, muss im Falle eines 55-Jährigen, der 10'000 Franken pro Jahr mehr Lohn erhält, bis ans sein Karriereende insgesamt rund 250'000 Franken nachbezahlt werden. Fünf Sechstel davon trägt die SRG.

Hug hält aber auch andere Kernpunkte des SRG-Pensionkassen-Umbaus für «überrisssen» und spricht von der «grosszügigsten Lösung», die er je im Zusammenhang mit einem Übergang vom Leistungs- in den den Beitragsprimat gesehen habe. 41- bis 54-Jährige erhalten demnach 100 Prozent der Renteneinbussen ausfinanziert, die Jahrgänge darunter 10 Prozent pro Altersjahr weniger – bis hin zu 1973er-Jahrgängen.

  Werbewoche /  Artikel NZZaS

1:02PM

SO: Kanton übernimmt den PK-Fehlbetrag

solothurnDer Regierungsrat hat beschlossen, dass der Kanton den gesamten Fehlbetrag von 1‘041 Mio. Franken der Kantonalen Pensionskasse (PKSO) übernimmt und die Gemeinden substanziell entlastet werden sollen. Im Gegenzug wird der Kanton durch die Reduktion der  Arbeitgeberbeiträge um 3,5 Prozent der versicherten Lohnsumme (542 Mio. für Verwaltung, Spitäler, Schulgemeinden) um 19 Mio. Franken entlastet werden. Es ist vorgesehen, dass die Gemeinden einen Ausfinanzierungsbeitrag von drei Prozent der versicherten Lohnsumme ihrer Lehrkräfte während 40 Jahren leisten. Gegenüber der Vernehmlassungsvariante werden die Gemeinden um gut 45 Prozent entlastet (4,4 Mio. Franken / Jahr), was in etwa der  Subventionierung der Lehrerlöhne durch den Kanton entspricht. Der jährliche Beitrag des Kantons erhöht sich dagegen um 4 Mio. auf neu 24,4 Mio. Franken.

  Mitteilung SO

10:34PM

BE: Neue Lösung für Pulver“gangbarer Weg”

BernDer Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) beurteilt von der Kommission des Grossen Rates vorgestellte Sanierungslösung für die kantonalen Pensionskassen als «gangbaren Weg». Die Kosten für die Arbeitnehmenden sowie für den Staat seien so zwar grösser. Aber wenn die Kommission die Vollkapitalisierung wolle, könne er sich hinter diesen Kompromiss stellen. Ob der Regierungsrat die neuen Vorschläge der Kommission unterstützt, entscheidet er demnächst. Pulver stellt hingegen den Zeitrahmen zur Diskussion. «Vielleicht können wir die Vollkapitalisierung ja auch erst in 25 oder 30 Jahren erreichen, um die Belastung für das Personal etwas zu vermindern.»

Der Zeitplan für die Sanierung der beiden kantonalen Pensionskassen ist eng: Nach den Vorgaben des Bundes soll Ende Jahr eine gültige Lösung auf dem Tisch liegen. Ansonsten greift das Gesetz über die berufliche Vorsorge BVG und dieses sieht eine Vollkapitalisierung innerhalb von zehn Jahren vor. Kommt es zu einer Volksabstimmung, reicht diese Frist nicht: Im Juni wird das Pensionskassengesetz, welches die Kommissionsmehrheit in wesentlichen Punkten abändern will, im Grossen Rat behandelt - in erster Lesung. Die zweite Lesung findet im September statt. Die SVP droht mit dem Referendum, die Sammelfrist beträgt drei Monate, eine Abstimmung könnte also nicht mehr 2013 durchgeführt werden.

  Bund / Kommissionsvorschlag

12:59PM

BVK: Kriens lehnt Bauprojekt ab

imageDie Zürcher BVK kann ihr Hochhausprojekt in Kriens (LU) nicht wie geplant realisieren. Der Gemeinderat hat das Projekt gestoppt, weil wichtige Fragen nicht beantwortet seien. Vorgesehen war eine Überbauung mit zwei 68 und 56 Meter hohen Hochhäusern, einer Hotelfachschule, einem Dienstleistungsgebäude und einem Hotel. Die Gesamtkosten werden auf 200 Millionen Franken geschätzt. Der Einwohnerrat war mit 19 zu 14 Stimmen aber nicht auf die Ortsplanungsrevision eingetreten, die für die Realisierung der Überbauung nötig ist.

Anwohner hatten die Hochhäuser bekämpft, weil sie ihre Aussicht gefährdeten und den Wert ihrer Liegenschaften verminderten. Der Einwohnerrat hatte 2011 eine Volksmotion gegen die Hochhäuser noch abgelehnt und sich damit hinter das Vorhaben gestellt.

  NewsNet

6:00PM

BE: Neue Sanierungs-Varianten des Parlaments

BernFür die Beratung des Pensionskassengesetzes bringt die vorberatende Kommission des bernischen Grossen Rates eine eigene Variante ins Spiel. Der Vorschlag stösst auf Kritik von allen Seiten, schreibt die Berner Zeitung.

Die Kommission ist für einen Wechsel zum Beitragsprimat und will die Kassen innert 20 Jahren sanieren. Die Idee der Kommission ist, dass die Bernische Pensionskasse BPK und die Bernische Lehrerversicherungskasse BLVK zunächst teilkapitalisiert geführt werden sollen. Innert 20 Jahren sollen die Pensionskassen einen Zieldeckungsgrad von 100 Prozent erreichen und danach in eine Vollkapitalisierung überführt werden. Bis zur Vollkapitalisierung müsste der Kanton für beide Kassen eine Staatsgarantie gewähren. Danach wird die Staatsgarantie aufgehoben, wenn genügend Wertschwankungsreserven vorhanden sind.

Die Regierung sprach sich für eine Teilkapitalisierung mit einem Zieldeckungsgrad von 80 Prozent aus.

  Berner Zeitung

8:33AM

Blick: PK der SBB prüft variable Renten

sbbDer Blick schreibt: “Die Pensionskasse der SBB prüft ein neues Modell für die Festsetzung der Renten, wie Blick-Recherchen zeigen. Nur noch ein Teil soll garantiert an die Bähnler ausgezahlt werden, die künftig pensioniert werden. Der Rest soll schwanken können. Geht es der Kasse gut, erhalten die Rentner mehr – sonst weniger. Ein solches Modell wird auch als «zweiteilige Rente» bezeichnet – es sorgt derzeit für hitzige Debatten unter Pensionskassenvertretern.

Der Deckungsgrad zeigt, inwieweit das Geld in der Pen­sionskasse reicht, um alle Renten zu zahlen und das angesparte Kapital der Aktiven aufzuwiegen. Die volle Rente gibt es bei der PKE nur noch bei einem Deckungsgrad zwischen 100 und 120 Prozent. Sinkt er auf einen Wert zwischen 90 und 100 Prozent, gibt es 95 Prozent der Rente. Sinkt er unter 90 Prozent, gibt es nur 90 Prozent der Rente. Mehr als 100 Prozent Rente gibt es, wenn der Deckungsgrad über 120 Prozent steigt. Jedes Jahr wird der variable Teil festgelegt. Stichtag beim Deckungsgrad ist jeweils der 31. Dezember. Wer bereits vor 2014 pensioniert wurde, ist davon nicht betroffen.

Die Pensionskasse der SBB ist mit einem Vermögen von 14,5 Milliarden Franken und rund 56’000 Versicherten eine der grössten Kassen der Schweiz. Während ihr Stiftungsrat unter der Leitung von Markus Jordi noch mitten im Entscheidungsprozess steckt, haben andere die Einführung einer solchen Lösung bereits beschlossen. Etwa die PKE. Dieser Kasse sind 250 Firmen aus dem Bereich Energieversorgung angeschlossen, darunter Axpo oder Re­power. Anfang Jahr wurde entschieden: Wer ab 2014 pensioniert wird, erhält nur noch 90 Prozent der Rente auf sicher. Die restlichen zehn Prozent hängen vom aktuellen Deckungsgrad der Pensionskasse ab.”

  Blick / PK SBB

11:12AM

BLPK: Sanierung über Kapitalmarkt

blDie Basellandschaftliche Zeitung berichtet über den aktuellen Stand bei der Sanierung und Neuorganisation der BLPK. Der mit der Finanz- und Personalkommission gefundene Kompromiss beschreibt die bz wie folgt: “Im Kompromiss kann Finanzdirektor Adrian Ballmer seinen eigenen Entwurf in vielen Teilen wiederfinden: So kommt es zur umstrittenen Vollkapitalisierung, aber auch zum unbestrittenen Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat, einer Senkung des technischen Zinssatzes auf drei Prozent und zu einem Umwandlungssatz von 5,8 Prozent. Damit soll sichergestellt werden, dass der Sanierung nicht sogleich die nächste folgen muss.

Eine wesentliche Änderung gegenüber Ballmers ursprünglichen Absichten soll es jedoch bei der Finanzierung der Sanierung geben: Statt das Loch in der Pensionskasse von 2,3 Milliarden Franken über vierzig Jahre und aus den Mitteln der Erfolgsrechnung zu füllen, soll das Geld innerhalb von zehn Jahren möglichst risikoarm auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden.”

Die Fremdfinanzierung der Sanierung kollidiert allerdings mit der kantonalen Defizitbremse. Diese soll deshalb nach Zürcher “Vorbild” ausgesetzt werden. Der Baselbieter Landrat wird am 25.4.13 über die Vorlage zur Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse abstimmen.

  bz

10:18AM

Gutes Anlagejahr 2012 für die Publica

publicaDie Pensionskasse des Bundes Publica konnte 2012 auf dem Gesamtvermögen eine überdurchschnittliche Performance von 7.94% (Vorjahr 1.71%) erzielen. Sie beträgt aufgrund der beiden unterschiedlichen Anlagestrategien 8.21% für die offenen und 5.95% für die geschlossenen Vorsorgewerke. Der Strategie-Benchmark wurde leicht übertroffen. Dadurch konnte der durchschnittliche Deckungsgrad um ca. zwei Prozentpunkte erhöht werden – trotz zusätzlich gebildeter technischer Rückstellungen: Der Deckungsgrad auf Stufe der Sammeleinrichtung, das heisst im Durchschnitt aller angeschlossenen Vorsorgewerke, beträgt per 31. Dezember 2012 105.2% (Vorjahr 103.1%). Um eine vollständige Transparenz zu gewährleisten, wird der Vermögensverwaltungsaufwand ab Rechnungsjahr 2012 vollumfänglich (100%) in der Betriebsrechnung erfasst.

Im Geschäftsjahr wurden die beiden Anlagestrategien leicht angepasst. Die Gewichte von Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar sowie von Aktien wurden zulasten von Obligationen in Schweizer Franken erhöht. Neu investiert die Publica auch in Staatsanleihen aus Schwellenländern. Ausserdem verkaufte sie per 1. Januar 2012 ihr Hypothekenportefeuille an die Berner Kantonalbank.

Per 1. Juli 2012 wurde die Anpassung des Umwandlungssatzes (neu: 6.15% im Alter 65) plangemäss umgesetzt. Damit sind die Rechnungsgrundlagen bezüglich der biometrischen Parameter auf dem aktuellen Stand. Zur Abfederung der Senkung erhielten die Versicherten eine Gutschrift aus den vorhandenen technischen Rückstellungen. Ausserdem passten die meisten Vorsorgewerke die reglementarischen Altersgutschriften (Sparbeiträge) an. Damit konnte in den meisten Vorsorgewerken das bisherige Vorsorgeniveau erhalten werden.

Um dem tiefen Zinsniveau und den gesunkenen Ertragserwartungen Rechnung zu tragen, hat die Kassenkommission Ende Jahr beschlossen, den technischen Zinssatz per 1. Januar 2015 um 0.75 Prozentpunkte zu senken (auf neu 2.75% für die offenen bzw. 2.25% für die geschlossenen Vorsorgewerke).

Ebenfalls im 2012 wurden die wichtigsten Vorarbeiten für die Rezertifizierung des Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001:2008 der Publica gelegt. Im März 2013 wurde das Zertifikat vorbehaltslos erneuert.

  Mitteilung

3:28PM

BLPK: 28 Gemeinden reichen Initiative ein

bl28 der 86 Baselbieter Gemeinden haben die Gemeindeinitiative zur BLPK-Reform eingereicht. Diese verlangt, dass bei der Reform der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) der Kanton die Kosten für alle Arbeitgeber finanziert.

Ausgearbeitet worden war das Begehren von 16 Gemeinden; für die Einreichung nötig ist die Zustimmung der Gemeindeversammlungen oder Einwohnerräte in mindestens fünf Gemeinden. Abgelehnt wurde die Initiative in zwei Gemeinden, wie das Initiativkomitee mitteilte. In 14 weiteren Gemeinden stünden Entscheide noch bevor.

Die Initiative zielt auf eine einheitliche Finanzierung für alle der BLPK angeschlossenen Arbeitgeber. Dazu soll der Kanton alle Kosten der Ausfinanzierung der Kasse tragen; wer davon profitieren will, muss Mitglied der BLPK bleiben. Dies soll die auf fünf Mrd. Franken veranschlagte Reform viel einfacher und billiger machen.

Das Begehren soll auch vermeiden, dass finanzstarke und -schwache Gemeinden auseinander dividiert werden. Die Finanzdirektion lehnt die Initiative jedoch ab, weil sie starke Ungleichbehandlungen zur Folge habe. Nach dem Reformmodell der Regierung wird der kantonale Kostenanteil über 40 Jahre aus der Laufenden Rechnung amortisiert.

TageswocheUnterlagen Initiative

4:24PM

SRG: Rote Zahlen wegen PK

Die SRG schreibt für das Geschäftsjahr 2012 rote Zahlen. Grund sind Sondereffekte bei der Pensionskasse. Für den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat stellt das Unternehmen laut SRG-Generaldirektor Roger de Weck mehr als 150 Millionen Franken zurück.

Ohne diesen Sondereffekt würde die SRG für 2012 keinen Verlust verzeichnen, versicherte de Weck im Interview mit der «SonntagsZeitung». Die SRG wolle die Pensionskasse «in einem einmaligen Willens- und Kraftakt» nachhaltig aufstellen.

Über den geplanten Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat werden die SRG-Versicherten noch in einer Urabstimmung befinden.

  NZZ

4:37PM

Abendrot über der Binz

Der Tages-Anzeiger berichtet über die Auseinandersetzung der Stiftung Abendrot mit den Binz-Besetzern in Zürich. “Ausgerechnet diese alternative Stiftung, deren Anlagestrategie auf «Gerechtigkeit, Umwelt und Gesundheit» fusst, liegt nun im Clinch mit der Familie Schoch, den Binz-Besetzern. Diese werfen Abendrot in einem offenen Brief vor, «unnötigerweise einen einmaligen und für die Stadt Zürich und die Schweiz extrem wichtigen Freiraum zu zerstören». Die Pensionskasse plant auf dem Binz-Areal einen Neubau mit 330 Studios für Studenten und Angestellte des Unispitals.

Zum Rezept der Kasse gehört, die Zwischennutzer der Brachen möglichst mit an Bord zu holen.«In der Binz hat ein solches Miteinander keine Chance gehabt», sagt Hans-Ulrich Stauffer, Geschäftsführer von Abendrot. Im Frühling 2012 stellte die Stiftung den Besetzern ihre Neubauideen vor und bot ihnen an, mitzumachen; Ateliers, Werkstätten, Partyräume und ein Restaurant seien eingeplant. Die Familie Schoch lehnte ab. Es sei unmöglich, einen «selbstbestimmten Freiraum» und «durchregulierte und kontrollierte Studentenboxen/Personalwohnungen» miteinander zu verbinden.

Besonders störte die Besetzer, dass Werner Hofmann involviert ist. Der SVP-Unternehmer ist der geistige Vater des Neubaus, er suchte Wohnraum für die 150 Studenten, die er im Hotel Atlantis einquartiert hatte. Das Binz-Grundstück, das der Kanton ohnehin entwickeln wollte, schien ihm die ideale Lösung.

Das Verhältnis zwischen Stiftung und Besetzern verschlechterte sich weiter, als das Abendrot-Areal in Winterthur von Binz-Sympathisanten mit Parolen wie «Architekten sind Mörder» versprayt wurde – 100'000 Franken kostet es laut Hans-Ulrich Stauffer, die Schriftzüge wegzuputzen. Wenig später fuhren die Besetzer bei den Räumen der Stiftung in Basel vor, um dort vier riesige Cervelats aus Beton zu deponieren, die den Binz-Neubau symbolisieren sollten. Die Aktion endete mit einem Polizeieinsatz.

  Tages-Anzeiger

9:55AM

BLPK: Hätte gerne Aufschub

Die Baselbieter Regierung soll beim Bund darum ersuchen, dass die Reform der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) um ein Jahr auf den 1. Januar 2015 verschoben wird, berichtet die «Basler Zeitung». Die Arbeitsgemeinschaft Basellandschaftlicher Personalverbände hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Sie habe den Eindruck, dass die politischen Abläufe im Kanton massiv im Rückstand sind. Die sorgfältige Einführung einer neuen Pensionskassenlösung habe für die Arbeitnehmer aber höchste Priorität

9:43AM

Publica: BR will Schonung der Versicherten

Am 19. Dezember 2012 hat die Kassenkommission PUBLICA wegen des anhaltend tiefen Zinsniveaus beschlossen, den technischen Zinssatz per 1. Januar 2015 von 3,5 auf 2,75 Prozent zu senken. Dieser Beschluss hat eine neuerliche Senkung des Umwandlungssatzes zur Folge. Ohne flankierende Massnahmen der Arbeitgeber würde dies zu einer Senkung des bisherigen Vorsorgeniveaus der Versicherten führen.

Der Bundesrat will für die Mitarbeiter der Bundesverwaltung das Leistungsniveau weitgehend erhalten. Dieses Ziel soll einerseits durch Rückstellungen der Publica und andererseits durch die Erhöhung der individuellen Sparbeiträge umgesetzt werden. Die Erhöhung der Sparbeiträge soll sowohl durch den Arbeitgeber als auch durch die Arbeitnehmer finanziert werden. Um den Arbeitgeberanteil zu finanzieren, schlägt der Bundesrat vor, frei werdende und “frei zu spielende Mittel” einzusetzen, die bereits heute für die Personalvorsorge verwendet werden. Damit könnten die flankierenden Massnahmen ohne Verschlechterung des Bundeshaushalts finanziert werden.

  Mitteilung

4:09PM

PensExpert: Erfolg mit freier Strategiewahl

PensExpert, gemäss eigener Einschätzung “Pionier im Bereich der individualisierten und flexiblen Vorsorgemodelle”, steigerte die betreuten Vermögen im vergangenen Jahr um 18% auf 2,25 (1,90) Mrd. Franken. Dieses Wachstum wird u.a. auf den Wunsch vieler Versicherter zurück geführt, die Anlagestrategie in der Vorsorge so weit wie möglich selber zu bestimmen.

Die einzelnen Vorsorgeangebote von PensExpert entwickelten sich unterschiedlich. So erzielte die überobligatorische Sammelstiftung PensFlex mit einem Vermögenszuwachs um 200 Mio. auf 960 Mio. Franken den stärksten Anstieg in ihrer nunmehr 13-jährigen Geschichte. Jörg Odermatt, CEO und Mitbegründer von PensExpert, sieht sich in seiner Aufbauarbeit klar bestätigt: „Dieses ausgezeichnete Resultat zeigt deutlich, dass immer mehr Versicherte Eigenverantwortung übernehmen und einen Teil ihrer beruflichen Vorsorgegelder mit freier Anlagestrategiewahl bewirtschaften wollen.“

PensFlex kann im Überobligatorium ab Jahreseinkommen von 126‘360 Franken als Ergänzung zu einer obligatorischen Vorsorgekasse eingesetzt werden. Das Modell ermöglicht es den Versicherten, ihre überobligatorischen Vorsorgevermögen im Rahmen der konservativen Anlagerichtlinien eigenverantwortlich zu bewirtschaften. Dabei profitieren sie von erhöhten Anlagechancen, müssen aber auch die Verlustrisiken tragen.

  Mitteilung PensFlex