Werbung


 

   
   
   
   
   
 
Powered by Squarespace

Entries in Medien (425)

9:03AM

Cash: Interview mit Werner Hertzog (Publica)

imageIn einen Interview mit Cash äusserte sich Werner Hertzog, Direktor der Bundespensionskasse Publica, zu Asset Management, dem Milizsystem, Umwandlungssatz, Mindestzins und seinem persönlichen Anlageportefeuille (Sparbüchlein). Ein Auszug:

Jetzt reden bei den Pensionskassen ja neuerdings auch die Stimmbürger drein. Wie schlimm ist das Nein zur Senkung des Umwandlungssatzes für Neurenten auf 6,4 Prozent bis 2016 für die Pensionskassen?
Die Leute, die das Referendum ergriffen hatten, machten dem Volk weiss, man könne etwas sehr Weitreichendes entscheiden. Doch das Volk hat nur über das Obligatorium entschieden. Der nun nicht gesenkte Umwandlungssatz betrifft nämlich nur die obligatorischen Leistungen. Im überobligatorischen Teil der Versicherung darf der Umwandlungssatz auch tiefer angesetzt werden. Publica etwa hat deshalb bereits heute einen gemischten Umwandlungssatz von 6,53 Prozent im Alter 65 und liegt damit unter den für 2010 vorgeschriebenen 7 Prozent für den obligatorischen Teil.

Das heisst, das ganze Theater um den Umwandlungssatz war eine Alibiübung?
Im Prinzip war es Unsinn, den Umwandlungssatz dem Volk vorzulegen. Es war aber auch Unsinn, dass das Parlament den Umwandlungssatz fürs Obligatorium festlegt. Die Leistungsziele im Beitragsprimat sind über die Beiträge zu steuern.

Wieso ändert man das Gesetz nicht?
Daran haben Parlamentarier kein Interesse. Mit dem Umwandlungssatz lässt sich wunderbar Politik machen. Zudem gibt sich auch die Politik der Illusion hin, etwas Wichtiges entscheiden zu können. Einige Politiker haben noch nicht gemerkt, dass viele Kassen via Überobligatorium einen Weg haben, die politischen Entscheide zu umgehen.

Was wäre die Alternative?
Das Beste wäre trotz allem, man würde die Verantwortung und die Haftung den paritätischen Organen der Pensionskassen überlassen. Die Verwendung eines realistischen technischen Zinssatzes, der richtigen Sterbetafeln und eines angemessenen Umwandlungssatzes sind grundlegend für die Stabilität einer Pensionskasse. Wenn die Grundlagen veraltet sind, werden systematische Verlustquellen geschaffen.

Wie viel Verlust macht die Publica wegen der veralteten Grundlagen?
Rund 90 Millionen Franken pro Jahr. Das ist zwar nicht viel im Vergleich mit unserer Bilanzsumme von rund 32,5 Milliarden Franken. Aber diese Verluste sind systematisch. Wir verlieren so jedes Jahr rund 0,3 bis 0,4 Prozent Deckungsgrad. Es kommt deswegen nicht sofort zum Chaos, dafür aber umso sicherer, wenn die Grundlagen nicht angepasst werden.

Cash

3:21PM

CHSS: Aktuelle finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen

“Die erhobenen Daten zur finanziellen Situation der Vorsorgeeinrichtungen liegen jeweils mit einiger zeitlicher Verzögerung vor. Darum hat das Bundesamt für Sozialversicherungen ein Modell entwickelt, mit dem der jeweils aktuelle Stand wesentlich schneller abgeschätzt werden kann, heisst es in einem Beitrag von Thomas Borek in der Soziale Sicherheit CHSS Nr. 4/2010 des BSV.

image

Basis dieser Schätzungen sind die in der Pensionskassenstatistik 2008 erfassten Angaben zum Vorsorgekapital, zu den verwendeten Zinssätzen und zur Vermögensaufteilung der einzelnen Vorsorgeeinrichtungen. Für jede Kasse wird daraus einerseits die erwartete Sollrendite und andererseits – anhand des Verlaufs relevanter Kapitalmarkt-Indizes – die erwartete Anlagerendite für die beobachtete Periode geschätzt. Damit lässt sich die aktuelle finanzielle Lage sämtlicher in der Pensionskassenstatistik erfassten Vorsorgeeinrichtungen prognostizieren.

Zur aktuellen Lage wird festgestellt: Der kapitalgewichtete Deckungsgrad der registrierten Vorsorgeeinrichtungen hat im April 2010 wieder das Niveau von Ende 2004 erreicht (s. Grafik). Jedoch haben die Kursverluste im Juni dieses Jahres den Aufwärtstrend gebremst. Zudem befinden sich Ende Juni 2010 immer noch gut ein Viertel der Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie in Unterdeckung, und die Mehrheit der Kassen weist einen Deckungsgrad unter 110 Prozent auf und verfügt demzufolge noch nicht über genügend Wertschwankungsreserven, um einen neuerlichen Rückschlag an den Finanzmärkten auffangen zu können.

 Artikel CHSS / CHSS 04/10

4:56PM

NZZ: Replik zum Thema Solidaritäten im BVG

Roger Leibundgut, Aktuar SAV und PK-Experte (Allvisa), und Roger Baumann, Aktuar SAV, haben eine gemeinsame Entgegnung auf einen Beitrag von Prof. Olaf Meyer in der NZZ vom 30.7.2010 verfasst, in der sie auf den von Meyer entwickelten Vorwurf der intransparenten Umverteilung und deren unerwünschte Folgen in der 2. Säule eingehen. Ihr Fazit: “Der Preis für ein unter dem Strich besseres Risiko-Rendite-Verhältnis ist also die Zwangsgemeinschaft in einer durch den paritätisch gewählten Stiftungsrat gelenkten Pensionskasse. Bei allem Verständnis für den ökonomischen Individualisierungs-Reflex sollte in der beruflichen Vorsorge, einer gelungenen Kombination von Kapitaldeckung und gesunder Solidargemeinschaft, das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden.”

In seiner Dublik wiederholt Meyer weitgehend seine Position, die das Heil in einer weitestgehenden Individualisierung von Anlage und Risikoabsicherung sucht. Die Erfahrungen in den USA mit den 401k-Plänen sind diesbezüglich aber nicht eben vielversprechend.

Artikel NZZ / Artikel Meyer

2:17PM

Gérard Fischer: «Vorsorge ist attraktiver als Fonds»

image Gérard Fischer, CEO der Swisscanto-Gruppe, will gemäss einem Interview in der Handelszeitung künftig stärker auf den Vorsorgebereich setzen, weil er dort mehr Potenzial sieht als im angestammten Fondsgeschäft. Zudem fordert Fischer, dass die Grossbanken ihre faktische Staatsgarantie zumindest abgelten.

Das wichtigste Standbein von Swisscanto sind die Anlagefonds. Wird dies in fünf Jahren auch noch der Fall sein?

Fischer: Von den rund 58 Mrd Fr. verwalteten Vermögen entfallen etwa zwei Drittel auf Retailkunden und ein Drittel auf Institutionelle. Das institutionelle Geschäft wächst stärker als das Retailgeschäft. Zum institutionellen Geschäft zählt auch die Vorsorge. Die berufliche Vorsorge und die Produkte, die wir dazu mit der Anlagestiftung und der Sammelstiftung bereitstellen, tragen einen massgeblichen Teil zum Gewinn der Gesellschaft bei. Vor allem die Anlagestiftung und die Sammelstiftung bieten viel Potenzial. Dieses wichtige Geschäft wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.

Wie wird die Zusammensetzung in fünf Jahren aussehen?

Fischer: Das Vorsorgegeschäft ist attraktiver als das Fondsgeschäft. Es bietet mehr Potenzial, weshalb wir das Geschäft in Zukunft stärker ausbauen wollen. Anlage und Vorsorge gehören zusammen, weil Vorsorge ohne Anlegen nicht möglich ist. Ich erwarte, dass das Vorsorgemotiv für die Anlagen stärker wächst als das traditionelle Geschäft, das immer neue exotische Anlageideen sucht.

Werden jetzt vor allem im Vorsorgebereich neue Stellen geschaffen?

Fischer: Wir haben für das aktuelle Geschäftsjahr (per Ende Juni) 17 zusätzliche Stellen vorgesehen. Diese werden vor allem im Risikomanagement und in Compliance sowie im internationalen Fondsvertrieb geschaffen.

Handelszeitung

12:41PM

SR DRS zur 2. Säule: “Auf Kosten der Nachbarn” …

Das “Echo der Zeit” auf Radio DRS hat am 8.8.2010 einen Beitrag zur 2. Säule ausgestrahlt unter dem Titel “Schweizer Pensionskassen: oft bestaunt, nie kopiert”. Die vier Minuten wurden genutzt für allerhand Merkwürdigkeiten; die auftretenden Experten: Prof. Bernd Schips und Rudolf Rechsteiner. Rechsteiner will die 2. Säule reduzieren und gleichzeitig die AHV ausbauen, weil die reichere Hälfte der Schweizer total überversichert sei und es nie zu einem Vermögensabbau komme. Kein anderes Land habe so grosse Vermögen für die Vorsorge pro Kopf im Ausland angelegt (was natürlich nicht zutrifft). Das gehe auf Kosten (!) der Nachbarn.  Auch Schips meinte, ein Land wie Deutschland könne das Modell nicht anwenden. Reporterin Barbara Widmer glaubte, das angebliche “Ungleichgewicht” mit den Folgen der in den USA ausgelösten Finanzkrise belegen zu können. Schips empfahl, verstärkt in Infrastruktur und Bildung statt im Ausland zu investieren. Fazit der Sendung: “ein gewisses Reformbedürfnis besteht”.

Unser Fazit: in ihrer Gesamtheit ist die Sendung reiner Humbug. Schips und Rechsteiner als Experten zu höchst unklar formulierten Thesen und vagen Themen Stellung nehmen zu lassen, kann zu nichts führen. Wie stellt sich der Professor vor, dass PKs in Bildung investieren sollen? Und warum ist die Abhängigkeit unserer Vorsorge von ausländischen Anlagen “nicht nachhaltig”? Unsere ganze Volkswirtschaft ist massiv vom Ausland abhängig. Wo ist der Unterschied? Da wurde eine merkwürdige Kirchturmpolitik gepredigt, die mehr mit verblasener Ideologie als mit der Realität zu tun hat.

Aber wenn Sie mögen, hören Sie selbst.

Sendung auf DRS / Abspielen - Download

12:05PM

Reformen zur 2. Säule: Monika Bütler und Rudolf Strahm

Der Zürcher Oberländer hat Monika Bütler, Professorin an der Uni St.Gallen, und Rudolf Strahm, alt NR, um Stellungnahmen zu sechs Reformvorschlägen zur beruflichen Vorsorge gebeten. Die Themen lauten: Standardisierte Kapitalanlagen, PK-Zusammenlegung, Bildung eines Staatsfonds, freie PK-Wahl, Direktanlage durch die Versicherten in Staatsanleihen, Legal Quote.

Die Themen und Fragestellungen muten teilweise realitätsfremd bis exotisch an. Die Antworten des Herrn Strahm teilweise ebenfalls. Er hantiert unverdrossen mit der “politischen Macht der Privatassekuranz”, welche viele Reformen verhindere. Bütler überrascht hingegen mit ihrer Sympathie für die Idee eines Staatsfonds nach norwegischem Muster als Ergänzung zum bestehenden System, ohne dass dies aber weiter ausgeführt würde. Beide halten hingegen nichts von der freien PK-Wahl, dafür findet Strahm Geschmack an der Vorstellung, dass die Versicherten ihre Vermögen selbst in Schweizer Staatsanleihen anlegen. Aber natürlich weiterhin mit einem garantierten Mindest-UWS von 6,8%, nehmen wir an.

Artikel ZO

12:41PM

BaZ: Expertenstreit um Sanierungsmodelle

Die Basler Zeitung beschreibt in einem Beitrag von Alexander Saheb einige der in der aktuellen Diskussion befindlichen Modelle zur nachhaltigen Sanierung von Vorsorgeeinrichtungen unter Beizug der Pensionierten. Eingegangen wird u.a. auf das von Olivier Deprez vorgestellte System eines Rentnerbeitrags (etwas arg verkürzt) oder das Modell mit Basis- und Bonusrente wie es auch von Othmar Simeon von der Swisscanto oder in ähnlicher Art vom ASIP im “neuen BVG” empfohlen wird. Behandelt werden auch die unterschiedlichen Interessen von jüngeren und älteren Versicherten bezüglich Minderverzinsung und Sanierungsbeiträgen. Zu Wort kommen mit einer Beurteilung der Vorschläge Dieter Stohler von der PKBS und Hans-Peter Simeon von der PKBL.

Artikel BaZ

3:42PM

BSV: BV Mitteilungen Nr. 119

admin Die Mitteilungen des BSV über die berufliche Vorsorge Nr. 119 enthalten Stellungnahmen zur Umsetzung der Strukturreform sowie zur WEF (kein Vorbezug für Wohnmobile etc.). Zudem wird über diverse Rechtsfälle berichtet. Bezüglich Strukturreform geht das BSV insbesondere auf den Umgang mit Neugründungen von VE bis Ende 2011 ein.

Mitteilungen 119

3:29PM

NZZ aS: «Alle Zutaten für eine Immobilienblase»

Der Chef der Finanzmarktaufsicht, Patrick Raaflaub, warnt in einem Interview mit der NZZ am Sonntag vor einer zu laschen Vergabe von Hypotheken. Raaflaub: “Die Situation ist seit Monaten auf dem Radar. Wir haben momentan in der Schweiz alle Zutaten für eine kräftige Immobilienblase: extrem tiefe Zinsen, den Glauben der Leute, Immobilien seien praktisch risikolose Anlagen, eine grosse Nachfrage und stark steigende Preise zumindest in einigen Regionen. Wir sind verpflichtet, genau hinzuschauen.

NZZ

5:00PM

NZZ: Verflixtes zweites Börsenhalbjahr

Die Börsen sind seit längerem auf Talfahrt. Die Unsicherheit ist gross. Ist der Pessimismus übertrieben, oder müsste man sich tatsächlich vermehrt Sorgen machen? Eine Umfrage bei Banken an der Zürcher Bahnhofstrasse zeigt: Die Meinungen liegen weit auseinander.

Zehn Fragen zum zweiten Börsenhalbjahr

1. Frage: Berichtssaison zweites Quartal?
2. Frage: Bewertungen und Gewinnerwartungen?
3. Frage: Welche Region ist am attraktivsten?
4. Frage: Wie wird das zweite Halbjahr?
5. Frage: Bullen oder Bären als Sieger?
6. Frage: Was gibt Auftrieb?
7. Frage: Was verursacht Abwärtsdruck?
8. Frage: Der «ideale» Einstiegszeitpunkt?
9. Frage: Wo lauern Schwarze Schwäne?
10. Frage: Wo liegt der SMI Ende Jahr?

NZZ

11:55AM

Wer soll in die Oberaufsichts-Kommission?

Redaktor Werner Enz von der NZZ stellte mit Bezug auf die AWP-Tagung vom 1.7.10 Überlegungen zur beschlossenen Oberaufsichtskommission und der Kantonalisierung der Aufsicht an. Er schreibt u.a.: “Didier Burkhalter steht vor der Herausforderung, bei der Vorbereitung der Wahlgeschäfte zur Bestellung der BVG-Oberaufsichtskommission Klartext zu sprechen. Was sind die Qualifikationen, die in diesem Gremium vertreten werden sollen? An der AWP-Fachtagung herrschte die Meinung vor, es brauche integre Persönlichkeiten, die gleichzeitig profunde Kenner der Materie seien. Es ist wohl nicht ganzeinfach, erfahrene Praktiker mit Durchblick für diese Aufsichtstätigkeit zu gewinnen, wenn sie dafür in ihrem Beruf, der Beratung von Pensionskassen, zurückstecken müssen. Vor allem aber wird auf Bundesebene darauf zu achten sein, dass bunte Vögel, die auch in der Welt des Vorsorgesparens herumfliegen, nicht einfach auf Kantone mit laxer Aufsicht ausweichen. In der Sprache der Ökonomen wird ein derartiger Vorgang regulatorische Arbitrage genannt. Sie gilt es zu verhindern.

Artikel NZZ

9:16AM

Beitragsreserven: Sparen dank ­Vorauszahlungen

Bilanz Arbeitgeber können ihre Beiträge in die eigene Pensionskasse und auch in Sammel- oder Gemeinschaftsstiftungen im Voraus bezahlen. Diese sogenannten Arbeitgeber-Beitragsreserven gelten als Geschäftsaufwand und sind vollständig von den Steuern absetzbar. Den Unternehmen wird es dadurch ermöglicht, ihr Jahresergebnis und ihre Steuerbelastung legal zu beeinflussen. Idealerweise zahlen sie bereits am Ende eines Jahres die Arbeitgeberprämie für das Folgejahr ein. Damit schaffen sie auch eine steuerwirksame Reserve für wirtschaftlich schwierige Zeiten, schreibt Martin Wechsler in der Bilanz.

Die Arbeitgeber-Beitragsreserve darf maximal die ­Höhe von fünf Jahresprämien erreichen und ist streng zweckgebunden. Sie wird in der Bilanz nicht ausgewiesen. Nur Unternehmen mit internationaler Rechnungslegung müssen sie als Vermögen ­aktivieren. Diese Vorschrift berücksichtigt die Besonderheiten des schweizerischen Pensionskassensystems leider nicht. So bilden grosse Firmen laufend weniger Arbeitgeber-Beitragsreserven und verlieren ein wichtiges Stabilisierungsinstrument für schwierige Phasen.

Zurzeit liegen nur sieben Milliarden Franken Arbeitgeber-Beitragsreserven in der beruflichen Vorsorge der Schweiz. Das erlaubte Maximum ist bei 100 Milliarden. Dies zeigt, in welchem Ausmass potenzielle Steuer­erspar­nisse brachliegen, meint Wechsler.

Bilanz / Publikationen von M.Wechsler

3:26PM

IV: Wie im Selbstbedienungsladen

weltwoche Alex Baur hat die Studie des Bundesrates zu Invalidität des BSV in der Weltwoche einer näheren Prüfung unterzogen. Seine Feststellung: “Der Beschönigungsversuch bringt erschreckende Fakten und Systemfehler bei der IV zutage”. Baur schreibt: “Tatsache ist: Gastarbeiter aus dem besagten Gebiet werden überdurchschnittlich oft und vor allem auch früher invalid als Schweizer. Die Zahlen sind erschreckend. Im Jahr 2007 erhielten 0,83 Prozent der in der Schweiz ansässigen Türken neu eine IV-Rente. Damit liegt die Invaliditätsquote bei dieser Gruppe fast dreimal höher als bei den Schweizer Bürgern (0,29 Prozent). Neben den Zuwanderern aus dem ehemaligen Jugoslawien (0,67 Prozent) sind auch Portugiesen, Italiener und Spanier (0,37 bis 0,53 Prozent) extrem anfällig für IV-Renten. Deutsche und Franzosen dagegen lagen, zumindest vor drei Jahren noch, knapp unter dem Schnitt.

Diese Zahlen sind allerdings bloss eine Art Nebenprodukt der Studie. Ziel der Übung war es, eine Erklärung für dieses Phänomen zu erarbeiten. Die BASS-Autoren glauben, fündig geworden zu sein: Sie führen die erhöhte Rentenanfälligkeit darauf zurück, dass die besagten Bevölkerungsgruppen öfter harte körperliche und ungesunde Arbeit verrichten würden, weniger auf ihre Gesundheit achteten und an Heimweh litten. Den Begriff «Missbrauch» findet man nirgends im Text. Aus einem einfachen Grund: Diese Möglichkeit wurde gar nicht erst untersucht.

Im Pressetext zur BASS-Studie, der ungefiltert und kritiklos verbreitet wurde, ist von «sozialer Unterschichtung» und «erhöhter Vulnerabilität» die Rede. Leider hat sich anscheinend niemand dazu überwinden können, die Studie zu lesen. Tatsächlich ist die Lektüre des achtzig Seiten dicken Dokumentes in schwerverständlichem Sozialarbeiter-Kauderwelsch eine Zumutung. Nimmt man sich jedoch die Mühe, die harten Fakten aus den gestelzten Formulierungen und gewundenen Relativierungen herauszuschälen, öffnen sich Abgründe. Namentlich die IV, davon gehen selbst die wohlgesinnten Autoren aus, hat mit Krankheit im volkstümlichen Sinn nur noch am Rande zu tun. Man könnte es auch so formulieren: Was einst als solidarische Institution für Invalide gegründet und konzipiert wurde, ist zu einer Art Selbstbedienungsladen für arbeitsmüde Frühpensionäre verkommen.”

Weltwoche (login)

5:19PM

“Mit uns - für uns” geht in die nächste Runde

Der schweizerische Pensionskassenverband ASIP setzt seine Initiative "mit uns - für uns" mit einer Social Media Kampagne fort. Ziel ist ein besseres Verständnis des schweizerischen Pensionskassensystems. Dazu wurde bereits 2009 die Website www.mit-uns-fuer-uns.ch geschaffen. Zweck der neuen Social Media Kampagne ist es laut ASIP, die Website bekannter zu  machen und Social Media Plattformen für den Dialog mit der imageBevölkerung zu nutzen.

Neu bietet die Website Links zu entsprechenden Inhalten auf Facebook, Twitter, YouTube und einem neuen Blog.

Mitteilung ASIP

1:44PM

GFL: «SP hat die Büezer missbraucht»

GFL/EVP-Fraktionschef Peter Künzler kann die Proteste im Berner Stadtrat gegen die Erhöhung des Rentenalters nicht verstehen. «Wir wollen den Arbeitern ja gar nicht zwei Jahre wegnehmen», schreibt der Bund zur Auseinandersetzung über die Erhöhung des Rentenalters für die Angestellten der Stadt Bern.

Mit den Protesten sei es SP und Gewerkschaften nicht um die Männer von der Kehrichtabfuhr oder die Arbeiter vom Tiefbauamt gegangen. «In Tat und Wahrheit ging es ihnen um die Beamten des mittleren Kaders, denen sie die Pensionierung ab 63 erhalten wollten.» Die Arbeiter wiederum seien von der SP für die Proteste zugunsten der mittleren Kader missbraucht worden. «Sie schickten die Büezer vor, damit sich das Bürokader - das Wählerreservoir der SP - weiterhin mit 63 pensionieren lassen kann», wird Künzler weiter zitiert. 

Bund

11:27AM

IPE: The BVG Generation

 

ipe The BVG/LPP law of 1985 introduced mandatory workplace pensions in Switzerland. Looking back over the last 25 years, IPE questioned five industry figures: Christoph Ryter (ASIP), Peter Rychener (PK Hewlett Packard),  Jean-Louis Nakamura (Lombard Odier), Aris Prepoudis (Bank Sarasin), Othmar Simeon (Swisscanto),

The questions: 1-Have Swiss pension funds succeeded in the aims that were set out in the 1985 BVG/LPP legislation?, 2-Are all Swiss trustees fit to understand the challenges and exploit the opportunities of the modern investment world?, 3-Are there too many pension funds in Switzerland?, 4-Does systemic underfunding of public pension funds represent a future crisis?

IPE / Text

12:03PM

BSV: Mitteilungen über die BV Nr. 118

admin Die Mitteilungen Nr. 118 über die Berufliche Vorsorge des BSV enthalten u.a. Hinweise zum Wechsel im Geschäftsfeld Altersvorsorge, Stellungnahmen zu den Themen Selbständigkeit, Wohneigentum und Bilanzierung einer Garantie des AG bei Unterdeckung sowie diverse Rechtsfälle.

Mitteilung Nr. 118

8:16AM

Tages-Anzeiger: Spekulationen der BVK

Die BVK hat über Jahre hinweg hohe Risiken genommen und Geld verloren, schreibt der Tages-Anzeiger. Weiter heisst es: “Offiziell will sich wegen der laufenden Strafuntersuchung gegen den Anlagechef niemand zur Anlagepolitik der BVK äussern. Insider vermuten, dass der Anlagechef unter anderem eine offensive Strategie gewählt hat, weil diese weniger transparent ist. Traditionelle Anlagen lassen sich viel besser kontrollieren und vergleichen als etwa Investitionen in Hedgefonds oder Direktbeteiligungen an Firmen, die nicht an der Börse kotiert sind. Gefälligkeiten lassen sich so besser vertuschen. Zum anderen wird die Risikostrategie als Verzweiflungstat gedeutet. Hätte sie Erfolg, würde der Deckungsgrad hochschnellen. Erst wenn dieser 110 Prozent überschreitet, wird die schon lange geplante Privatisierung umgesetzt und die Kasse in die Selbstständigkeit entlassen.”

Tages-Anzeiger

7:27PM

Erich Solenthaler zum Fall des Zürcher Anlagenverwalters

image In einem Interview äusserst sich Erich Solenthaler im Tages-Anzeiger zum vermuteten Korruptionsfall bei der Zürcher BVK.

Herr Solenthaler, Sie beobachten die Schweizer Pensionskassenszene seit vielen Jahren. Wie haben Sie die BVK in dieser Zeit erlebt?
Sie beeindruckte in den Neunzigerjahren mit ihrer Anlagestrategie. In den letzten Jahren aber hat sie sich kaum mehr bewegt und verändert. Sie wies in dieser Zeit fast permanent eine gravierende Unterdeckung auf und entwickelte keine Lösung dafür. Die Leistungen für die Versicherten sind gut, aber sie konnten und können auch in Zukunft mit dem Vermögen kaum erwirtschaftet werden. Das Ziel der Verselbständigung rückte in weite Ferne. Es ist irgendwie eine ausweglose Situation.

Weiter lesen im Tages-Anzeiger

1:47PM

NZZaS: Expertenbericht zu Gemini bleibt verschlossen

Die NZZ am Sonntag berichtet über den Vergleich im Falle der Gemini-Sammelstiftung und beschäftigt sich mit den Aussichten einer Strafverfolgung.

NZZ-Artikel