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2.3.2015

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Entries in Aktuell (508)

4:25PM

“Absicherungskosten explodieren”

imageIm Augur Research-Letter der c-alm wird die aktuelle Situation bei der Absicherung von Fremdwährungsanlagen thematisiert. c-alm schreibt:

Die Kosten der Währungsabsicherung von Fremdwährungsengagements sind in den letzten Handelstagen regelrecht explodiert. So kostet eine Absicherung eines USD Engagements mittels monatlichen Devisentermingeschäften per 23. Januar 2015 3.59 Prozent, und dies noch bevor der Währungshändler seine Marge in Abzug bringt. Damit wird die in USD erzielte Rendite um über 3 Prozent geschmälert, wenn eine Schweizerische Pensionskasse mittels Währungsabsicherung diese in CHF zurücksichern will. Für die Währungsabsicherung eines USD Treasury Portfolios, das aktuell eine Rendite auf Verfall von rund 0.95 Prozent aufweist, verbleibt konkret für die Schweizerische Pensionskasse nach Absicherung eine Negativrendite von minus 2.64 Prozent.

Für Vorsorgeeinrichtungen mit hohen Absicherungsvolumen, die zwar den Schaden beim Beben der letzten Woche in Grenzen gehalten haben, stellt sich jetzt die Frage, ob die Absicherungsstrategie bei diesen extremen Marktverhältnissen aufrecht erhalten werden kann. Die Neuausrichtung der Absicherungsstrategie wird durch den Umstand erschwert, dass die Absicherungskosten aktuell starken Schwankungen unterliegen.

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Die Darstellung zeigt, wie sich die Absicherungskosten gegenüber dem Euro wie auch gegenüber den anderen Währungen vervielfacht haben. Deutlich zu erkennen ist jedoch auch, wie sich das Verhältnis der annualisierten Kosten verschiedener Kontraktlaufzeiten verschoben hat. Während in den vergangenen Monaten die kürzeren Laufzeiten (gemessen an den annualisierten Forward Points) zu geringeren Kosten geführt haben, stehen aktuell in allen Hauptwährungen die längeren Kontrakte deutlich besser da.

c-alm kommt zum beunruhigenden Fazit: “Aufgrund dieses starken Anstiegs der Währungsabsicherungskosten verschärft sich für ein repräsentativ zusammengesetztes Pensionskassenportfolio die Problemstellung des „Renditenotstandes“ substantiell.”

  Augur Newsletter / Bericht NZZ

7:27PM

Solothurner PK verliert 100 Millionen

Schweizer Aktien haben stark an Wert verloren, nach dem Euro-Entscheid der Nationalbank letzte Woche. Betroffen sind auch die kantonalen Pensionskassen. Sie legen ihr Geld unter anderem in Aktien an. In Solothurn verschwanden so 100 Millionen Franken aus den Büchern.

Die Pensionskasse des Kantons Solothurn ist ein Sanierungsfall. Erst im September hat das Stimmvolk 1,1 Milliarden Franken bewilligt, um sie zu finanzieren. Der Einbruch am Finanzmarkt trifft die Kasse also zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Auch im Aargau musste die kantonale Pensionskasse Kursverluste einstecken. «Wir sind aber nicht so stark betroffen wie andere, weil wir nur etwa 25 Prozent unseres Vermögens in Aktien angelegt haben», erklärt Susanne Jäger, Chefin der Aargauer Pensionskasse auf Anfrage. Auch sie bleibt momentan ruhig – und rechnet damit, dass die Kurse wieder klettern.

  SRF (1) / SRF (2)

7:25PM

IPE: Swiss National Bank acted responsibly on currency peg, Publica says

The Swiss National Bank’s (SNB) recent and controversial decision to stop pegging the Swiss Franc to the euro was, overall, “a responsible one”, according to Dieter Stohler, director at Publica, the country’s largest public pension fund.

Stohler told IPE that, with the decision – which shocked many in the industry – the SNB had “further strengthened its credibility and independence”. However, he conceded that the timing of the bank’s decision took him by surprise. He said the SNB’s decision would not affect Publica’s CHF38bn (€31bn) in assets directly, as the pension fund has hedged all developed-nation currencies in its portfolio. He said the only impact on the scheme would be indirect, via investments in domestic equities – where, for many, the SNB’s policy will necessitate “painful adjustments over the short and medium term” – but he declined to provide further details.

Meanwhile, Christoph Gort, a partner at Swiss asset manager Siglo, has warned of wider repercussions for Pensionskassen and their bond portfolios. He said Swiss government bonds were now “unattractive, overvalued and unsuitable in an ALM context if their yields remain negative”. Over the medium to long term, Siglo said it expected investors to offload Swiss bonds, as the current situation was “neither balanced nor stable”.

Separately, at Baring Asset Management, Robert Smith, investment manager of Barings’ German Growth Trust, saw a potential positive in the SNB’s decision for neighbouring countries, pointing out that investing in markets such as Germany and elsewhere had “become a lot cheaper” for Swiss investors. “We may start to see increased capital flows as a result,” he said.

Invesco’s chief economist John Greenwood backed Stohler’s views and said, after six months of euro depreciation, the SNB’s policy was a sensible one. “This is not the sort of policy move that can be telegraphed in advance,” he said. “It is not a big change for the world, nor a big event for the euro-zone. The ECB will go ahead with its plans [to announce the purchase of sovereign bonds] irrespective of Swiss action.”

However, senior investment consultant at Mercer Switzerland, Dominique Grandchamp, was much less optimistic. He said the perception of the Swiss franc as a “safe-haven” currency would mean volatility would continue. Grandchamp disagreed with Stohler and said the move by the SNB damaged its credibility and thus its ability to intervene. “Unless the exchange rate moves back to the abandoned floor level, the impact could be significant,” he said.

“In this scenario, we expect the export-reliant Swiss economy could decelerate and move towards a deflationary, recessionary environment with higher unemployment rates. “The impact on [Swiss pension fund portfolios] is very much determined by the strategic allocation to Swiss and global (unhedged) equities.”

  IPE

10:31AM

Handelszeitung: “CS melkt Konzerne und Pensionskassen”

Die Handelszeitung schreibt: “Die Credit Suisse bittet Grosskunden zur Kasse. Wenn Konzerne oder Pensionskassen bei ihr viel Geld anlegen, müssen sie bald dafür zahlen. Die Grossbank reicht damit die Negativzinsen weiter. Die Credit Suisse verweist darauf, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Dezember einen negativen Leitzins angekündigt hat, der nun per 22. Januar auf -0,75 Prozent erhöht wird.

«Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen wird bei institutionellen Kunden und grossen Firmenkunden eine Guthabenkommission eingeführt», sagte CS-Sprecherin Daniela Häsler auf Anfrage. Sie bestätigte damit einen Bericht der «SonntagsZeitung».

  Handelszeitung

9:40PM

NZZ: “In der Schweiz sind die Zinsen abgeschafft”

Die NZZ stellt fest: “Für Anleger am Schweizer Kapitalmarkt sind die jüngsten Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ein Desaster. Der Zins ist hierzulande faktisch endgültig abgeschafft. Die SNB hatte am Donnerstagmorgen den Mindestgrenze des Euro-Franken-Wechselkurses aufgegeben und zugleich das Zielband für den 3-Monate-Libor auf –1,25% bis –0,25% gesenkt. Die Entscheidung hat drastische Folgen für den Staatsanleihemarkt. «Eidgenossen» rentieren bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren im negativen Bereich, das heisst Anleger müssen dem Bund praktisch Geld dafür zahlen, dass sie Staatsanleihen kaufen dürfen.

Für zehnjährige «Eidgenossen» fiel die Rendite am Freitag auf minus 0,012%. Einzig die Renditen für Staatsanleihen mit 15 Jahren (0,30%), 20 Jahren (0,37%) und 30 Jahren (0,47%) Laufzeit liegen noch im Plus. Eine vergleichbare Situation hat es seit dem Beginn der Aufzeichnungen vor mehreren hundert Jahren in Industrieländern wohl noch nie gegeben. Die heimliche Enteignung der Sparer und der künftigen Rentnergenerationen ist längst nicht mehr heimlich.”

  NZZ

5:27PM

Complementa: Auswirkungen auf die Anlagekategorien

Complementa bezieht sich in einer Mitteilung auf die aktuellen SNB-Entscheide. Die Beratungsfirma schreibt:

Der Entscheid der Nationalbank, die Euro-Untergrenze aufzuheben, kommt einer Kapitulation gleich. Die Interventionen der vergangenen Wochen sind offenbar zu viel geworden. Die operationellen Risiken für die SNB im Falle eines grosszügigen QE-Programms durch die EZB, wie es von den Marktteilnehmern erwartet wird, waren scheinbar zu gross: die SNB hätte zur Verteidigung des Mindestkurses womöglich riesige Euro-Beträge auf die Bilanz nehmen müssen. Gleichzeitig ist die Glaubwürdigkeit der SNB durch die getätigte Massnahme stark beeinträchtigt worden.

Auswirkungen auf die Anlagekategorien
Durch die unerwartete Aufhebung der EUR/CHF Untergrenze sind hauptsächlich die folgende Anlagekategorien betroffen:

    • Obligationen FW unhedged (Währungseffekt; Performance: ~-13.0%)
    • Aktien Schweiz (Aktienmarktverwerfung; Performance: ~-8.5%)
    • Aktien Ausland (Währungseffekt; Performance: ~-13.0%)
    • Aktien Emerging Markets (Währungseffekt; Performance: ~-13.0%).

Dagegen steht ein positiver Preiseffekt bei den Schweizer Obligationen aufgrund der weiter gefallenen Zinsen. So liegt die Verfallsrendite der 10-jährigen Eidgenossen aktuell bei 0.07%. In Stressphasen zu handeln ist sehr schwierig, da die Märkte in solchen Phasen sehr volatil sind und sich Trends relativ schnell ändern.

Der Gesamtverlust der durchschnittlichen Schweizer Pensionskasse, basierend auf den Allokationen des Risiko Check-Up 2014, liegt zwischen -0.8% und -7.5% bei einem ungewichteten Mittelwert von -3.6% (gewichteter Mittelwert -3.2%), je nach Allokation und Anteil Fremdwährungsabsicherung.

5:18PM

“2014 mehr gewonnen als am Donnerstag verloren”

Die Aargauer Zeitung befasst sich mit den Konsequenzen des SNB-Entscheids auf die Pensionskassen und zitiert diverse Exponenten der 2. Säule. Das Blatt schreibt:

An der Altersvorsorge ging der Vorgang nicht spurlos vorbei. Das bestätigt Heinz Rothacher, GEO der Complementa Investment-Controlling AG. Das Unternehmen berät Vorsorgeeinrichtungen in Sachen Kapitalmarkt. Er sagt: «Die Pensionskassen müssen Verluste zwischen zwei und sechs Prozent hinnehmen.» Wie viel die einzelnen Kassen tatsächlich verloren haben, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Am stärksten sind die Kassen vom Aktienkurs beeinflusst.

«Die Entwicklung des gestrigen Tages kommt für viele nicht komplett überraschend», sagt Rothacher. Viele hätten sich vorbereitet. Das bestätigt Markus Fuchs, Geschäftsführer der Swiss Funds & Asset Management Association SFAMA: «Grosse Investoren wie Pensionskassen sichern das Fremdwährungsrisiko in der Regel ab - durch Futures, Devisentermingeschäfte oder Währungszertifikate.»

«Wer der Nationalbank vertraut hat und davon ausgegangen ist, dass der Euro-Mindestkurs gehalten wird, könnte auf Absicherungen gegenüber dem Euro verzichtet haben», bestätigt Christoph Ryter, Geschäftsführer der Migros- Pensionskasse und Präsident des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP.

Die Experten sind sicher: Man dürfe die Situation nicht dramatisieren. Der weitaus grösste Teil ihres Vermögens haben die Pensionskassen in Schweizer Franken gesteckt. Darüber hinaus blicken die Kassen auf gute Zeiten zurück: «Wir haben im letzten Jahr mehr gewonnen als gestern verloren», sagt Rothacher. Eine aussagekräftige Bewertung, ergänzt Migros-Pensionskassen-Chef Ryter, sei ohnehin erst in zwei bis drei Tagen möglich. Dann werde sich zeigen, wo sich der Schweizer Franken im Vergleich zu den anderen Währungen einpendelt.

5:03PM

Towers Watson: Massive Vermögensverluste, 4% DG-Einbusse

Der gestrige Entscheid der SNB, die Untergrenze von CHF 1.20 für einen Euro per sofort aufzuheben, hatte den Effekt, dass geschätzt über CHF 30 Mia. Pensionskassenvermögen vernichtet worden sind. Durchschnittlich dürften Schweizer Pensionskassen rund 4% Vermögenseinbussen im Verlaufe des Tages realisiert haben. Dies schreibt Towers Watson in einer Mitteilung.

Die Schätzung basiert auf dem Medianportfolio des ASIP Performancevergleichs, welcher einen ungehedgten Fremdwährungsanteil von rund 25% ausweist und auf das gesamte vorhandene Pensionskassenvermögen von rund CH 750 Mia (ohne Pensionskassenvermögen bei Versicherungsgesellschaften) hochgerechnet wurde. Die Finanzmärkte sind denn auch gestern auf dramatische Weise durch diese Massnahme der SNB durcheinandergebracht worden. Insbesondere

  • ist eine Abwertung des Euros von 13% gegenüber dem Franken zu verzeichnen,
  • reduzierte sich der Dollar gegenüber dem Schweizer Franken um 12%,
  • verloren Schweizer Aktien rund 9% an Wert.

Der durchschnittliche Deckungsgrad von Schweizer Pensionskassen dürfte an diesem Tag auf einen Schlag ebenfalls um rund 4% zurückgegangen sein. Die Entscheide über die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten sind bei den meisten Pensionskassen noch im alten Jahr aufgrund der allgemein guten Rendite gefällt worden und fielen deshalb vor allem bei den gut finanzierten Vorsorgeeinrichtungen grosszügig aus (vielfach über 3%, also deutlich über dem BVG-Mindestzins von 1.75%.) Es fragt sich natürlich, ob die negative Marktentwicklung nur eine vorübergehende überschiessende Reaktion darstellt oder ob sich dies nachhaltig so weiterentwickeln wird. Vieles spricht für das Letztere und würde für einige Pensionskassen bedeuten, dass sie ihre Verzinsungsentscheide unter Umständen wieder revidieren wollen.

Die SNB hat gestern ebenfalls entschieden, den offiziellen Zinssatz für ihre Sichteinlagen auf Minus 0.75% zu setzen, um Anlagen in Schweizerfranken so unattraktiv wie möglich zu machen. Dies hatte die unmittelbare Auswirkung, dass die Renditen auf erstklassigen Unternehmensanleihen (SBI A-AAA corporate bond index) sich nochmals um 11 Basispunkte reduzierte; die Reduktion seit 31 Dezember 2014 beläuft sich nunmehr auf 31 Basispunkte. „Die Auswirkungen dieser Renditesenkungen auf die Rechnungslegung der Unternehmen nach IFRS und US GAAP sind bedeutend. Die Verpflichtungen erhöhen sich um 3% bis 4%, während sich gleichzeitig die verfügbaren Vermögen reduzieren. Sollten diese Marktbedingungen weiter bestehen, werden die nächsten Geschäftsabschlüsse der Unternehmen sich noch weiter signifikant verschlechtern“, fasst Peter Zanella, Head of Retirement Solutions bei Towers Watson in Zürich, zusammen.

7:13PM

PPCmetrics: Erste Einschätzung der Situation nach dem SNB-Entscheid

PPCmetrics hat auf ihrer Website in einer Kurzpräsentation erste Überlegungen zum Entscheid der Nationalbank publiziert, den Mindestkurs aufzugeben. Das Beratungsunternehmen stellt fest:

  • Am 15. Januar 2015 informierte die Schweizerische Nationalbank:
    - Die SNB hebt den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro auf.
    - Zugleich senkt sie den Zins für Guthaben auf den Girokonten, die einen bestimmten Freibetrag übersteigen, um 0.5 Prozentpunkte auf -0.75%. Am 18. Dezember 2014 wurde dieser Zins bereits auf -0.25% gesenkt.
    - Das Zielband für den Dreimonats-Libor verschiebt sich weiter in den negativen Bereich auf -1.25% bis -0.25% von bisher -0.75% bis 0.25%.
    - Die SNB wird aber gemäss eigener Aussage weiterhin auf dem Währungsmarkt aktiv bleiben, um die monetären Rahmenbedingungen zu beeinflussen.
  • Die Reaktion der Devisenmärkte auf die Aufhebung des Mindestkurses zeigt, dass sich eine strategisch definierte Absicherung der Währungsrisiken für den Schweizer Investor gelohnt hat.
  • Die Vorstellung, dass die Schweizerische Nationalbank die Kosten der Währungsabsicherung «gratis» übernimmt, hat sich als Trugschluss herausgestellt.
  • Wiederum hat sich das Festhalten an einer langfristig definierten strategischen Anlagepolitik gelohnt.
  • Der von den meisten Marktteilnehmern unerwartete Entscheid der SNB bestätigt unsere Überzeugung, dass sich das Festhalten an einer langfristig definierten strategischen Anlagepolitik bewährt.
  • Die Festlegung der Absicherungsquote von Währungen ist ein strategischer Entscheid. Sofern Ihre Institution diesen Entscheid auf Basis einer fundierten Asset Liability Analyse getroffen hat, sehen wir keinen akuten Handlungsbedarf.
  • Die heutige Entwicklung hat jedoch gezeigt, dass Währungsrisiken nicht nur von der effektiven Fremdwährungsquote abhängen, sondern bspw. auch bei Schweizer Aktien auftreten können. Dies verlangt nach einer Betrachtung der Fremdwährungsrisiken im Gesamtportfoliokontext.
  • Ganz grundsätzlich empfehlen wir, in diesem Umfeld keine überstürzten Anlageentscheidungen zu treffen.

  PPCmetrics

2:44PM

SGB: Mehr AHV, Kritik an 2. Säule

SNAGHTML389411Die traditionelle Jahrespressekonferenz des Schweiz. Gewerkschaftsbundes war einmal mehr dem Thema Sozialversicherung und Umverteilung gewidmet. Doris Bianchi warb für das AHV-Ausbauprojekt des SGB und stellte die 2. Säule in Frage. In ihrem Referat heisst es:

Künftige Rentnergeneration: Pensionskassen-Renten im Sinkflug: Die Pensionskassenlandschaft ist aktuell von sinkenden Umwandlungssätzen geprägt. Die angepeilte Rentenhöhe gerät dadurch ins Rutschen. Zwar wird häufig die angepeilte Rentenhöhe durch eine stärkere Kapitalbildung - also höhere PK-Beiträge und längere Beitragsdauer - gestützt. Aber trotz der wachsenden Beitragslast, die vor allem die tiefen und mittleren Einkommen stark spüren, schwindet die Gewissheit, dass dank den Pensionskassenrenten auch im Alter der gewohnte Lebensstandard in etwa gehalten werden kann. Zwar wird ab 2025 die Aufbauphase der beruflichen Vorsorge abgeschlossen sein. Aber der obligatorische Sparprozess von 40 Jahren ist nur mit einer linearen Erwerbsbiographie erfüllt. Zudem mussten die BVG-Versicherten während den letzten 20 Jahren tiefere Verzinsungen bis hin zu Sanierungsmassnahmen hinnehmen. Mit der vom Bundesrat beabsichtigten Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8 auf 6% sind auch die Arbeitnehmenden mit Niedriglöhnen und in prekären Beschäftigungen von Rentenverschlechterungen betroffen.

Künftige Rentnerinnengeneration: Gefahr der Altersarmut: Besonders ungünstig sieht die Rentensituation für die Frauen aus. Die zwischen 1955 und 1965 geborenen Frauen hatten eine tiefere Erwerbsquote als die spätere Generation von Frauen. Sie gaben mit der Familiengründung häufiger die Erwerbsarbeit auf und arbeiteten später auf Teilzeitbasis. Gleichzeitig sind sie häufiger geschieden als die ältere Generation. Beides wirkt sich verheerend auf die Altersvorsorge aus: Die betroffene Frauengeneration verfugt wegen ihren Lebensläufen über eine ungenügende Rentenabdeckung der 2. Säule und gleichzeitig entfällt für viele Frauen das Renteneinkommen des Ehemannes. Umso unverständlicher ist es, dass der Bundesrat mit der Erhöhung des Rentenalters auf 65 die Situation dieser Frauen noch weiter verschlechtern will.

  Referat Bianchi /   NZZ

11:06AM

ZKB übernimmt Swisscanto, incl. Vorsorge AG

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) übernimmt den bisher von allen Kantonalbanken getragenen Anlagefonds- und Vorsorgedienstleister Swisscanto. Sie zahlt dafür einen festen Kaufpreis von 360,3 Mio. Fr. und leistet in den Jahren 2016 bis 2018 weitere erfolgsabhängige Zahlungen.

Die Fondsgesellschaft, die sich bisher vollständig in Besitz der 24 Kantonalbanken befand, verwaltet insgesamt 121 Anlagefonds mit einem Gesamtvermögen von 42,1 Mrd. Fr., womit sie im Schweizer Anlagefondsgeschäft gemäss eigenen Angaben die Nummer vier ist. Swisscanto beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeitende an acht Standorten.

“Inside Paradeplatz” kommentiert: “Zürcher überzahlen Tiefpreis-Business – blutigste Übernahme der Geschichte – Staatsbank schickt Hunderte aufs Arbeitsamt.”

Update: Mit der Swisscanto Holding AG übernimmt die Zürcher Kantonalbank ebenfalls die Swisscanto Vorsorge AG, einen der führenden Dienstleister in der beruflichen Vorsorge in der Schweiz. Die unabhängige Geschäftstätigkeit des Unternehmens bleibt gewährleistet, so die Mitteilung der Swisscanto.

Von dieser Transaktion nicht betroffen sind die Swisscanto Anlagestiftungen, die verschiedenen Swisscanto Sammelstiftungen und die Swisscanto Freizügigkeitsstiftung.

Zu den personellen Konsequenzen wird mitgeteilt:
Die Verantwortung der Swisscanto Fondsleitung übernimmt Hans Frey, bisheriges Mitglied
der Geschäftsleitung von Swisscanto, als CEO. Die weiteren vier Mitglieder der
Geschäftsleitung von Swisscanto, Thomas Breitenmoser, Christophe Racine, Othmar
Simeon und Steve Cossins, führen in der Neuorganisation ihre angestammten Aufgaben
weitestgehend weiter. In der vereinten Organisation innerhalb der Zürcher Kantonalbank
werden nach wie vor Iwan Deplazes die Leitung des Asset Managements und Christoph
Schenk die Funktion des Chief Investment Officers innehaben. Die Aufgaben von Dr. Gérard
Fischer als Gesamtverantwortlicher der Swisscanto Gruppe und von Peter Bänziger als
Leiter Asset Management und Chief Investment Officer sind in dieser Form nicht mehr
vorgesehen. Dr. Gérard Fischer und Peter Bänziger werden nach der Übergabe der
Geschäfte im Verlauf des nächsten Jahres ausscheiden.

  Mitteilung Swisscanto    Inside Parade / Kommentar NZZ

3:50PM

Eckwerte der BV 2015

Eckwerte der beruflichen Vorsorge 2015: Grenzbeträge, Säule 3a, BVG-Versicherung Arbeitsloser, Rentenanpassung der Hinterlassenen und Invaliden, Beiträge Sicherheitsfonds, Mindestzins, max. versicherter Lohn.

    Eckwerte

10:40AM

Mercer übernimmt SCM

Mercer hat den Abschluss der Vertragsverhandlungen zum Erwerb von SCM Strategic Capital Management AG, einem Schweizer Investment Advisor für das Anlagesegment Private Markets, bekannt gegeben. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden. Der Zukauf soll Mercers Expertise im Bereich der Implementierung alternativer Investments stärken, die für institutionelle Investoren weltweit immer wichtiger werden.

  Mercer Mitteilung

8:54PM

Keine Anpassung der Hinterlassenen- und Invalidenrenten

Die Hinterlassenen- und Invalidenrenten der obligatorischen zweiten Säule (BVG) müssen bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters periodisch an die Erhöhung des Indexes der Konsumentenpreise angepasst werden.

Da der Septemberindex 2014 mit 99,1 (Basis Dezember 2010 = 100) niedriger ist als derjenige von September 2011 (99,7), müssen diese Renten auf den 1. Januar 2015 nicht angepasst werden.

Da die zu berücksichtigenden Preisindizes der Jahre zwischen 2008 und 2012 höher sind als jener von September 2014, müssen auch die älteren Hinterlassenen- und Invalidenrenten auf den 1. Januar 2015 nicht angepasst werden. Die nächste Anpassung erfolgt frühestens gekoppelt mit der AHV-Renten-Anpassung, also nicht vor dem 1. Januar 2017.

Diejenigen Renten, für die das BVG keinen periodischen Teuerungsausgleich vorschreibt, werden entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Vorsorgeeinrichtung angepasst. Das oberste Organ der Vorsorgeeinrichtung entscheidet jährlich darüber, ob und in welchem Ausmass die Renten angepasst werden. 

  Mitteilung BSV

8:29AM

NZZ: “ZKB an Swisscanto interessiert”

Werner Enz schreibt in der NZZ, dass die ZKB Interesse an einer vollständigen Uebernahme der Swisscanto habe. Die Zürcher sind derzeit mit 18% grösster Anteilseigner der Swisscanto. Diese nimmt mit 53 Mrd. verwalteten Vermögen Platz 4 auf dem Schweizer Markt ein, knapp vor der ZKB mit 52 Mrd. Enz hält fest: “Aus dem Markt ist zu hören, dass Swisscanto in den vergangenen Jahren Mühe bekundete, wobei die fehlende Palette mit passiven Indexprodukten mit ein Grund für Marktanteilsverluste war. Es dürfte sich zukunftsgerichtet weiter auch die Frage stellen, ob das 400 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen etwa in der Verwaltung von Drittfonds (Stichwort: Swisscanto Fund Desk) in einer grösseren IT-Umgebung bestehende und neue Dienstleistungen nicht effizienter wahrnehmen könnte. Auf jeden Fall steigen die Anforderungen, Anlagefonds in einem standardisierten Verfahren unter Erfüllung von verschärften regulatorischen Auflagen (Stichworte: EU-Kompatibilität und Finanzdienstleistungsgesetz) aufzulegen. Zu breite Produktepaletten, wie sie wohl auch Swisscanto mitschleppt, rechnen sich im neuen Umfeld kaum mehr.”

Bilanz schreibt: “Swisscanto sagte letzte Woche gegenüber der Nachrichtenagentur, dass die Eigentümerstruktur regelmässig überprüft werde und aktuell zwei Optionen diskutiert würden: Erstens eine engere Zusammenarbeit mit der ZKB und zweitens der Status quo. Mit den Kantonalbanken würden nun Gespräche geführt. Mit einem Entscheid sei aber nicht vor Ende Jahr zu rechnen, hiess es bei Swisscanto.”

  NZZ / Bilanz / Mitteilung ZKB

1:21PM

BVG-Mindestzins unverändert 1,75%

Der Bundesrat belässt den Mindestzinssatz in der obligatorischen Beruflichen Vorsorge für 2015 bei 1,75 Prozent.

Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind gemäss Gesetz die Rendite der Bundesobligationen sowie die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Während die Rendite der Bundesobligationen auf tiefen Werten verharrt, haben sich die Anleihen und Liegenschaften gut entwickelt. Trotz der gegenwärtigen Schwankungen an den Aktienmärkten sei eine Senkung des geltenden Satzes von 1,75% nicht angebracht, schreibt das BSV in einer Mitteilung. Die tiefen Zinssätze sprächen aber auch gegen eine Anhebung. In Anbetracht dieser Situation sei eine Änderung des Mindestzinssatzes nicht notwendig.

Die Eidgenössische Kommission für Berufliche Vorsorge hat an ihrer Sitzung vom 1. September 2014 mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dem Bundesrat die Beibehaltung des Mindestzinssatzes von 1,75% zu empfehlen.

Der Schweizerische Versicherungsverband beurteilt den Satz als zu hoch. Nach seiner Einschätzung wären 1,25% angemessen.

TravailSuisse ist der Meinung, 2% wären vorsichtig und möglich.

  Mitteilung BSV / Mitteilung SVV / travail.suisse

2:21PM

BSV Forschungsprojekt: FZ-Leistungen

Ziel des Projektes: Ausgehend von einer begrenzten Anzahl Freizügigkeitseinrichtungen soll die Machbarkeitsstudie Angaben zur jährlichen Höhe der Freizügigkeitsleistungen, die den Kreislauf der beruflichen Vorsorge verlassen, und zur Höhe der Leistungen, die im Kreislauf verbleiben oder darin wieder aufgenommen werden liefern. In einer zweiten Phase ist aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen eine systematische und vollumfängliche Erhebung der Zahlungsflüsse der Freizügigkeitsleistungen bei sämtlichen in der Schweiz tätigen Freizügigkeitseinrichtungen möglich ist.

Endtermin für die Einreichung: 16.10.2014; Projektbeginn: 27.10.2014; Projektabschluss: 20.02.2015.

  BSV

1:26PM

“Überalterung setzt Pensionskassen zu”

swisscantoIn der NZZ schreibt Michael Ferber über das Herbst-Mediengespräch der Swisscanto zur aktuellen Lage der Pensionskassen. Im Bericht heisst es: “Laut Swisscanto-Vertretern gefährdet die zunehmende Überalterung die Stabilität der Pensionskassen. In der beruflichen Vorsorge ist die Gruppe der Rentner anteilsmässig deutlich kleiner als die der aktiven Versicherten, die Rentner besitzen aber fast 50% des Vorsorgekapitals. Bereits heute gebe es Pensionskassen, bei denen das Vorsorgekapital der Rentner höher sei als das der Aktiven, teilte die Gesellschaft mit (vgl. Grafik). Gerechnet auf das Vorsorgevermögen von rund 680 Mrd. Fr. hat sie eine jährliche Umverteilung von rund 3,4 Mrd. Fr. von Aktiven zu Rentnern bei den Pensionskassen errechnet. Bezogen auf die aktiven Versicherten käme dies einer jährlichen Umverteilung von 880 Fr. pro Person gleich – und aufgrund der demografischen Entwicklung müsse davon ausgegangen werden, dass die Umverteilung noch zunehme.

Swisscanto-Chef Gérard Fischer verlangte in seiner Rede, wichtige Parameter in der beruflichen Vorsorge wie der Umwandlungssatz sollten nicht mehr politisch festgelegt werden. Die Diskussion über die Rentenreform zeige derweil, dass die Politik nicht geeignet sei, um genügend rasch auf demografische Veränderungen und ökonomische Realitäten zu reagieren.

Das in der zweiten Säule definierte Kapitaldeckungsverfahren mutiere ohne Massnahmen langsam zum Umlageverfahren, hiess es an dem Anlass. Um das Überleben der Pensionskassen zu sichern, müsse die Umverteilung innerhalb der Vorsorgeeinrichtungen eingedämmt werden. Kassen sollten nur Renten zahlen müssen, die sie auch finanzieren können – dies bedeute eine Senkung der Umwandlungssätze und eine flexible Gestaltung der Renten.”

  Artikel NZZ / Unterlagen Swisscanto

7:39PM

Mindestzins 2015: SVV für weniger, SGB für mehr

Wie stets nach Bekanntgabe des Vorschlags der BVG-Kommission zum Mindestzins für das kommende Jahr liegen der Versicherungsverband und der Gewerkschaftsbund am weitesten auseinander.

Der SVV schreibt in einer Reaktion auf den BVG-Kommissionsentscheid (dem der Bundesrat mit grosser Wahrscheinlichkeit folgen wird): “In ihre Überlegungen hat die Kommission offenbar zu einem erheblichen Teil die gestiegenen Aktienkurse und Immobilienpreise einbezogen, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur aufgrund geopolitischer Risiken und verhaltener Wirtschaftsprognosen gestiegen ist. Darum schlagen die Privatversicherer einen Mindestzinssatz von höchstens 1,25 Prozent vor – gleich viel wie im vergangenen Jahr.

Der BVG-Mindestzinssatz ist für die Vorsorgeeinrichtungen eine Garantieverpflichtung. Er muss deshalb so festgelegt werden, dass er für die Vorsorgeeinrichtungen immer erreichbar bleibt. Als Basis kann aus Sicht der Assekuranz nur der «sichere Zinssatz» massgebend sein. Dieser ist in den vergangenen zwölf Monaten nochmals gesunken.”

Der Gewerkschaftsbund seinerseits fordert 2%, wie es in seiner Konsultationsantwort heisst: “Unter Berücksichtigung der aktuellen erfreulichen Renditeentwicklungen im Aktien- und Immobilienmarkt und unter Anwendung der in der BVG-Kommission behandelten „Minderheitsformel“ und den entsprechenden Juni-2014-Werten von 2.03 und Juli-2014-Werten von 1.95 spricht sich der Schweizerische Gewerkschaftsbund für einen BVG-Mindestzinssatz im 2015 in der Höhe von mindestens 2% aus. Die Vorsorgeeinrichtungen konnten in den letzten Anlagemonaten gute Ergebnisse erzielen.

Die für die Vorsorgewelt relevanten Aktienindizes (SMI, SPI und MSCI World) sowie die gemischten Indizes (Pictet BVG) haben in den letzten 12 Monaten markant zugelegt. Auch der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index, der auf realen Pensionskassendaten basiert, oder der Swisscanto Pensionskassen-Monitor, der auf Umfragedaten über die Vermögensallokation beruht, zeigen im zweiten Quartal 2014 Renditen, die sich im Bereich von 4% bewegen und somit deutlich über dem aktuellen BVG-Mindestzinssatz von 1,75% liegen.”

Der Arbeitgeberverband liegt etwas, aber nicht weit über dem Vorstellungen der Versicherer. In  einer Mitteilung des SAV wird festgehalten: “Die BVG-Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes, an der sich auch der SAV orientiert, ergibt aktuell einen Satz von 1,5 Prozent. Die angespannte geopolitische Lage und die konjunkturellen Unsicherheiten – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Finanzmärkte – sowie die bei vielen Pensionskassen nach wie vor zu tiefen Wertschwankungsreserven erlauben für das nächste Jahr keinen höheren Mindestzinssatz. Angesichts der neuesten eindringlichen Warnungen der Schweizerischen Nationalbank und der erneut rekordtiefen Zinsen ist der Kommissionsentscheid schwer verständlich.

Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung des Charakters des Mindestzinssatzes: Dieser richtet sich nach denjenigen Kassen, die im Interesse ihrer finanziellen Stabilität nicht darüber hinausgehen können. Bei einer Inflation gegen Null ist eine garantierte Verzinsung von 1,5 Prozent bei finanziell nicht ausreichend risikofähigen Vorsorgeeinrichtungen immer noch vorteilhaft. Jede einzelne der sozialpartnerschaftlich geführten Vorsorgeeinrichtungen kann zudem jederzeit eine höhere Verzinsung beschliessen, sofern es ihre finanzielle Situation erlaubt.”

  Mitteilung SVV / Mitteilung SAV  Schreiben SGB

4:42PM

BVG-Kommission für unveränderten Mindestzins von 1,75%

Die Mitglieder der Eidgenössischen Kommission für die berufliche Vorsorge haben sich mit deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen, den Mindestzinssatz 2015 bei 1.75% zu belassen.

Die Vorschläge der Kommissionsmitglieder reichten von 1.25% bis 2%. Entscheidend für die Festlegung der Höhe des Mindestzinssatzes ist die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Zu berücksichtigen ist jedoch ebenso, dass nicht die ganze Rendite einer Vorsorgeeinrichtung für die Mindestverzinsung verwendet werden kann. Die Vorsorgeeinrichtungen haben auch die Pflicht, die gesetzlichen Rentenanforderungen zu erfüllen, notwendige Rückstellungen vorzunehmen und Wertschwankungsreserven zu bilden. Dafür benötigen die Vorsorgeeinrichtungen ebenfalls Renditeanteile.

Die von der Mehrheit der BVG-Kommission favorisierte Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes ergibt aktuell einen Wert von 1.5%. Aufgrund der insgesamt zufriedenstellenden Situation an den Finanzmärkten hat sich eine Mehrheit (11 Stimmen) der Kommission für die Beibehaltung des Satzes ausgesprochen. 6 Stimmen votierten für 2%. Angesichts der tiefen Inflation stellen 1.75% eine gute Realverzinsung dar. Die Kommission empfiehlt dem Bundesrat, den Mindestzinssatz in einem Jahr erneut zu überprüfen.

  Mitteilung BVG-Kommission