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Entries in Aktuell (287)

3:55PM

BVG-Zins 2011: BVG-Kommission empfiehlt 2%

Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) empfiehlt dem Bundesrat mit grosser Mehrheit, den Mindestzinssatz für das nächste Jahr unverändert bei 2% zu belassen.

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Ausgangspunkt der Diskussion sind verschiedene mathematische Formeln, welche als Indikation für die Festlegung des Mindestzinssatzes dienen. Dabei wird die Rendite marktgängiger Anlagen, insbesondere der Bundesobligationen, sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften berücksichtigt.

Die Mitglieder der Eidgenössischen Kommission für die berufliche Vorsorge sprachen sich für die Beibehaltung des geltenden Mindestzinssatzes aus. Im Herbst wird der Bundesrat über eine allfällige Änderung des Mindestzinssatzes entscheiden.

 Mitteilung BSV / dyn. Grafik SF DRS

8:50AM

BSV: Ausschreibung Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule

admin Das BSV hat ein neues Forschungsprojekt über die Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule ausgeschrieben. Es soll dazu beitragen, die bestehenden Differenzen zwischen den offiziellen schweizerischen Statistiken zu den Vermögensverwaltungskosten der 2. Säule und der tatsächlichen Situation besser nachvollziehen zu können. Getrennt sind auch die Marketing- und die Werbekosten zu untersuchen.

Die Studie soll die Vermögensverwaltungskosten bestimmen und dabei unterscheiden zwischen den direkten Verwaltungskosten der verschiedenen Kategorien von Aktiven und den bei externen Finanzdienstleistern anfallenden Vermögensverwaltungskosten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den alternativen Anlagen. Endtermin für die Einreichung: 23.08.2010; Projektbeginn: 01.09.2010, Projektabschluss: 31.03.2011. Unterlagen beim BSV.

Kürzlich hat das BSV auch eine Ausschreibung für einen Forschungsauftrag zu den Verwaltungskosten publiziert.

Ausschreibung Vermögensverwaltung / Ausschreibung Verwaltungskosten

3:26PM

Aon übernimmt Hewitt

Aon has announced a buyout of HR consultancy Hewitt Associates in a $4.9bn (€3.8bn) stock and cash deal. The merger, which will see payments in 50% cash and 50% stocks, has Hewitt and Aon Consulting becoming Aon Hewitt. Russ Fradin, Hewitt's current chief executive and chairman, will take on the same role at the new company. The deal values Hewitt shares at $50 (€39.50), more than 40% above last Friday's closing value. Both companies expect to finalise the deal by mid-November, pending regulatory approval.

IPE/ AON Presentation

8:07AM

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2010

admin Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Juni 2010 144’473 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 6’601 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3,8% im Mai 2010 auf 3,7% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 4’220 Personen (+3,0%).

Seco

11:15AM

BSV: Ausschreibung Forschungsauftrag Verwaltungskosten in der 2. Säule

admin Das Forschungsprojekt soll die Problematik der allgemeinen Verwaltungskosten im Rahmen der 2. Säule beleuchten. Um das Ziel der Kostenmessung ohne umfassende statistische Erhebung zu erreichen, wird vorgeschlagen, die allgemeinen Verwaltungskosten der 2. Säule standardisiert zu messen, indem verschiedene Aufgaben/Ereignisse innerhalb einer beschränkten Stichprobe von Unternehmen und Vorsorgeeinrichtungen untersucht werden. Das Forschungsprojekt bedient sich der Methode des Standardkostenmodells (SKM). Eingabefrist für die Offerten ist der 3. August 2010.

Ausschreibung

9:53AM

Jubiläum der Konferenz der Aufsichtsbehörden

kanton Die Konferenz der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden konnte an ihrer diesjährigen Jahreskonferenz in Bern den 40. Geburtstag feiern. Neu in den Vorstand gewählt wurde Hansjörg Gurtner, Leiter der Aufsicht Bern. Der Vorstand der Konferenz setzt sich nun folgendermassen zusammen: Christina Ruggli-Wüest (BS), Präsidentin, Dominique Favre (VD), Andreas Fahrländer (BL), Markus Lustenberger (LU), Bernhard Kramer (SG), Erich Peter (ZH), Syl-vie Pétremand (FR), Jean Pirrotta (GE) und Hansjörg Gurtner (BE).

11:52AM

Mercer übernimmt ORC Worldwide

Mercer hat die Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Übernahme von ORC Worldwide bekannt gegeben. Durch den Kauf entsteht ein neuer Anbieter für globale HR-Informationen.  ORCs Marktposition in den Vereinigten Staaten, insbesondere in Fragen von internationalen Personaltransfers, ergänzt Mercers Recherchekompetenz und das breit gespannte globale Niederlassungsnetzwerk. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2010 erwartet. Die Bedingungen der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Mitteilung Mercer

11:20AM

Einwanderung, Importkonkurrenz und Löhne

admin Werden in der Schweiz die Löhne gedrückt weil sich der Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte seit den 90er Jahren stärker geöffnet hat? Steigt durch die «Globalisierung» und insbesondere durch die «Bilateralen Verträge» mit der EU die Arbeitslosigkeit? Welche Rolle spielt die Importkonkurrenz? Im Auftrag des SECO haben zwei Autorenteams versucht, diese kontrovers diskutierten Fragen zu beantworten.

Mitteilung SECO

11:50AM

ASIP Mitgliederversammlung: Sammlung der Kräfte

asip Der Pensionskassenverband ASIP hat an seiner Jahresversammlung vom 28. Mai in Bern Rückschau gehalten auf das vergangene Jahre und die am 7. März erlittenen Wunden nochmals verarztet. “Haben wir alles falsch gemacht”, fragte Vereinspräsident Christoph Ryter wohl eher rhetorisch. Zweifellos war in der Sache alles richtig. Der Umwandlungssatz muss angepasst werden. Biometrie und Marktrenditen lassen keine andere Wahl. Allerdings ist auch festzustellen, dass diese Botschaft dem Stimmburger nicht vermittelt werden konnte. Der ASIP nahm seine GV aber nicht als Gelegenheit für eine Manöverkritik. Immerhin wurde angekündigt, künftig mehr auf die “social media” zu setzen, inkl. Twitter, Facebook und YouTube. Aus dem Kreis der Mitglieder kamen Vorbehalte gegen die Position des ASIP beim Umwandlungssatz lediglich von Aldo Ferrari, Unia Regionalsekretär. Er hatte sich im Abstimmungskampf an vorderster Front gegen die Senkung engagiert. Konkrete Argumente gegen die Senkung waren aber auch von ihm nicht zu hören.

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Die Wahlgeschäfte verliefen diskussionslos. Es waren zwei Rücktritte zu verzeichnen. Mit vier Neuwahlen - Pierluigi Balestra (Tessiner Spitalpersonal), Werner Hertzog (Publica), Olivier Sandoz (Entreprises Romandes) und Martin Wagner (Nestlé) wurde die Maximalzahl von 20 Vorstands-Mitgliedern erreicht. Dabei galt es, wie von Ryter ausgeführt wurde, alle Aspekte zu berücksichtigen. Die Landesgegenden ebenso wie die Sprachen, die Formen von Vorsorgeeinrichtungen, die Branchen und die Aktivitäten der Kandidaten. Man fühlt sich fast an eine Bundesratswahl erinnert. Zur Wiederwahl für das Präsidium hatte sich auch Christoph Ryter zu stellen. Die Einstimmigkeit der Wahl unterstrich seinen unangefochtenen Anspruch auf das Amt.

Für den Berner Regierungsrat Urs Gasche fiel die Grussbotschaft auf den letzten Tag seiner Amtstätigkeit. Seine etwas sehr ausführlich gewordenen Worte wurden ihm wohl auch deshalb verziehen. Umso rascher machte es dafür Yves Rossier, Direktor des BSV. Er kürzte sein Referat drastisch auf zwei Kernpunkte: die laufenden Kostensteigerungen bei den Sozialversicherungen sowie eine “Geschichte”, welche – so jedenfalls der Eindruck – das Leben selbst geschrieben hat. Um zwei bis drei Prozent steigen die jährlichen Ausgaben für die Sozialversicherung, und das ohne Ausbau. Einfach nichts zu tun, trägt also nichts zur Sanierung bei.  Rossiers “Geschichte” drehte sich um eine Vorsorgeeinrichtung, deren Präsident die Tätigkeiten mit Bedacht so outsourcte, dass die Aufträge jeweils an eigene Firmen ging und er somit gleichzeitig Auftraggeber und Kunde war. Welche Botschaft Rossier damit vermitteln wollte, wurde Gegenstand diverser Diskussionen. Eine übereinstimmende Meinung wurde nicht erzielt.

4:39PM

Sicherheitsfonds: Geringste Leistungen seit 15 Jahren

Der Sicherheitsfonds kann auf ein sehr erfreuliches Jahr 2009 zurück blicken. Die Leistungen bei Insolvenz lagen mit 26 Mio. Franken auf dem tiefsten Niveau seit mehr als 15 Jahren. Auch die Zuschussleistungen lagen unter den Zahlungen des Vorjahres. Die ausserordentlichen tiefen Ausgaben führten zusammen mit dem positiven Anlageergebnis zum Erfolg von 142 Mio. Franken. Die Fondsereserve konnte auf 490 Mio. Franken erhöht werden. Dank des äusserst positiven Ergebnisses konnte der Stiftungsrat beim Bundesamt für Sozialversicherungen für das Jahr 2011 eine Senkung des Beitragssatzes für die Insolvenzen und andere Aufgaben beantragen. Zu beachten ist gleichzeitig, dass die tiefen Insolvenzleistungen teilweise auf besonderen Umständen beruhen. Die Leistungen werden im 2010 sicher wieder höher ausfallen.

Weiter zugenommen haben die Anfrgen bei der Zentralstelle. Im 2009 wurden gut 23'000 Anfragen bearbeitet. Gut eingespielt haben sich schliesslich die Tätigkeiten als Verbindungsstelle zu den Mitgliedstaaten EU und der EFTA. Seit dem 1. Juni 2007 wurde bei 7'805 Personen für die Barauszahlung der Vorsorgeguthaben die Versicherungsunterstellung im Ausreiseland abgeklärt.

Mitteilung Sicherheitsfonds / Jahresbericht

6:31PM

Most Swiss trustees held their nerve during the crisis

ipe Close to 90% of Swiss pension funds reviewed their asset allocation following the financial crisis, but only 67% made any subsequent changes, according to a trustee survey conducted at the Fachmesse Zweite Säule conference in Zurich this week.

Speaking at the event, Gertrud Stoller-Laternser, head of the CHF2bn (€1.42b) media pension fund SRG SSR Idée Suisse, said: “We were hit unprepared. Nobody had ever seen anything like it before and it was the first time we needed recovery measures. But the trustees stayed calm and we did not run into expensive surveys and ALM studies straight away.”

IPE

6:02PM

Fachmesse 2. Säule – Impressionen auf YouTube

 

Die Fachmesse 2. Säule hat wiederum alles was Rang und Namen hat in der Beruflichen Vorsorge nach Zürich ins Kongresshaus gelockt. Unser YouTube-Beitrag gibt einige erste Impressionen wieder.

9:31AM

ASIP CD: 25 Jahre BVG

img008 Zum 25 Jahre-Jubiläum des BVG (zur Erinnerung: es wurde am 1.1.1985 in Kraft gesetzt) hat der ASIP eine CD mit 25 Texten produziert. Zu Wort kommen die drei bisherigen ASIP-Präsidenten (Walser, Ender, Ryter), das BSV (Streit), die Sozialpartner (Daum, Nova), die Aufsicht (Ruggli), 17 Vorstandsmitglieder sowie der Direktor des ASIP (Konrad).

In den Beiträgen werden Geschichte, Bedeutung, Zukunft und aktuelle Probleme der 2. Säule auf verschiedenste Weise und aus sehr unterschiedlicher Sicht thematisiert. Grundsätzlich in Frage gestellt wird sie von niemandem.

9:46PM

FINMA-Mitteilungen: Kollektive Kapitalanlagen

finma Um eine zeitnahe Information zu gewährleisten, publiziert die FINMA ihre Rundschreiben und weitere Schriftstücke, die aufsichtsrechtlich relevant sind und öffentlich zugänglich gemacht werden sollen, vorab in der Form von FINMA-Mitteilungen. Neu aufgeschaltet wurde das Rundschreiben “Kollektive Kapitalanlagen – Märkte”.

Finma-Mitteilungen

9:29AM

Le Temps: Les actionnaires d’UBS réfléchissent à des poursuites

Les actionnaires suisses éventuellement intéressés à ce que des poursuites civiles s’engagent ­contre Marcel Ospel et ses anciens collaborateurs n’ont pas encore arrêté leurs positions. «Nous n’avons pas encore discuté de la question de savoir si nous allons nous associer à une procédure», explique un porte-parole de Swisscanto (0,43% du capital), dont le représentant a voté contre la décharge. La Caisse de pension de l’Etat de Vaud, qui a fait de même, ou celle de La Poste, qui «ne dévoile pas ses votes individuels mais suit d’ordinaire les recommandations de la Fondation Ethos», expriment la même indécision.

Le Temps

6:40PM

UBS: Keine Décharge für Ospel und Wuffli

Die Aktionäre der UBS haben der Bankführung der Ära Ospel und Wuffli (2007) die Décharge verweigert. Der Entscheid fiel mit 52 Prozent der Stimmen. Die Entlastung für die Jahre 2009 (Villiger und Grübel) sowie für 2008 (Kurer und Rohner) erfolgte dagegen klar.

Damit sind ehemalige UBS-Chefs wie Marcel Ospel, Marcel Rohner oder Peter Kurer vor persönlichen Klagen nicht geschützt. Über die Décharge ist in den vergangenen Wochen in der ganzen Schweiz ausgiebig diskutiert worden. Aktionärsgruppe wie Ethos und Actares und Beratungsfirmen von Pensionskassen wie die US-Amerikaner ISS und Glass Lewis hatten zu einem Nein aufgerufen.

NZZ

3:03PM

UBS: Aktionäre für die umstrittenen Boni

Trotz grosser Kritik an den Boni der UBS haben die Aktionäre den Vergütungsbericht der Grossbank für das Jahr 2009 gutgeheissen. Die Zustimmung war allerdings relativ knapp. 54,72 Prozent der Stimmen waren für den Antrag des Verwaltungsrats, 39,4 Prozent dagegen, 5,85 Prozent enthielten sich der Stimme.

NZZ

9:36AM

SP-Parteiprogramm: Ambivalentes zur 2. Säule

sp Das neue Parteiprogramm der SP, das den Kerngedanken der “Ueberwindung des Kapitalismus” enthält, äusserst sich auch zur beruflichen Vorsorge. Da Pensionskassen ausgesprochen kapitalistische Erfindungen sind, kann es nicht überraschen, dass sich die Partei schwer tut mit dieser Institution, auf die selbst die grosse Mehrheit der SP-Anhänger wohl kaum verzichten möchte. Entsprechend gewunden und mehrdeutig äussert sich deshalb auch das Programm in diesem Punkt. So heisst es u.a.:

“Die Pensionskassen verwalten die Spargelder der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie legen an den Kapitalmärkten riesige Vermögen an. In den Stiftungsräten der Pensionskassen sind die Arbeitnehmenden paritätisch vertreten. Sie verfügen damit über ein bisher noch nie da gewesenes wirtschaftliches Machtpotenzial, denn Pensionskassen können sich mittels Beteiligung an Aktienkapital Einfluss auf die strategischen Entscheidungen von Unternehmen
verschaffen. Ob damit ein wirtschaftsdemokratischer Gewinn erzielt werden kann, ist allerdings eine offene Frage. Das Interesse der Pensionskassen an möglichst hohen Kapitalrenditen steht ihrem Engagement für andere betriebliche Ziele wie etwa die Erhaltung von Arbeitsplätzen im Wege. Es müssten also Mittel und Wege erst noch gefunden werden, um
das Machtpotenzial der Arbeitnehmenden für eine wirtschaftsdemokratische
Strategie fruchtbar machen zu können. So könnten und sollten Pensionskassen zur Finanzierung öffentlicher Infrastrukturvorhaben herangezogen werden.”

Dass der Partei die AHV aber näher am Herzen liegt, wird offen ausgesprochen: “ Organisation und Strukturierung der Sozialversicherungssysteme sowie deren Abstimmung aufeinander sind zu kompliziert, teilweise ineffizient und undurchschaubar geworden. Anzustreben sind die Zusammenfassung aller auf temporären Erwerbsausfall ausgerichteten Versicherungen in einer
einzigen allgemeinen Erwerbsversicherung (inkl. Elternschaft) und eine Gewichtsverlagerung von den Pensionskassen auf die AHV.”

Parteiprogramm SP

9:50AM

ASIP gegen SVP/Minder-Päckli

Die NZZ zitiert in einem Artikel zur Kritik von Wirtschaftsvertretern an den gemeinsamen Vorschlägen von SVP und Minder zu den Aktionärsrechten den Direktor des ASIP. Zum Punkt Pensionskassen heisst es: “Pensionskassen in der Pflicht: Blocher/Minder fordern einen Stimmzwang für Pensionskassen. Der Vorschlag stösst beim betroffenen Verband auf Ablehnung: «Es braucht keine neue Regulierung für die Pensionskassen», sagt Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbands Asip. «Eine Vorschrift wie der Stimmzwang geht zu weit – und würde in der Umsetzung zusätzlichen Aufwand für die Pensionskassen bedeuten. Das ist nicht im Sinn der Versicherten.»

  NZZ

9:08AM

Rolle der Pensionskassen im SVP-Minder Modell

Die NZZ vergleicht die ursprüngliche Abzocker-Initiative von Thomas Minder mit dem Gegenvorschlag von SVP und Minder. Generell kommt das Blatt zum Schluss: “Der gemeinsame Gegenvorschlag Minder/SVP in Sachen börsenkotierte Schweizer Firmen stellt etwa 110 Prozent der ursprünglichen Anti-Abzocker-Initiative dar: Ungefähr 10 Prozent sind herausgefallen, dafür sind etwa 20 Prozent neu hineingekommen.”

Zum Kernthema Pensionskassen schreibt die NZZ: “Der Gegenvorschlag will wie die Initiative einen Stimmbeteiligungszwang für Pensionskassen. Das steht im Widerspruch zur Rhetorik der Autoren bezüglich «mündige Aktionäre». Vor allem kleinere Pensionskassen werden Mühe haben, während der GV-Saison die Vorlagen von 20, 50 oder 100 Firmen zu studieren. Sie werden sich daher am ehesten auf die wenigen kontroversen Fälle konzentrieren – die sie vermutlich auch ohne Zwang abdecken. Mit dem Zwang wollen die Initianten die Stimmbeteiligung erhöhen, das Erreichen der für gewisse Vorlagen notwendigen Mindestbeteiligung erleichtern und auch die Dominanz durch Minderheitsaktionäre erschweren. Gleichzeitig will der Gegenvorschlag aber die Vertretung von anonymen Aktionären (oft sind 20 bis 40 Prozent der Aktien nicht im Aktienregister eingetragen) durch Treuhänder oder andere Verwahrungsstellen verbieten. Der Ständerat hatte ein solches Vertretungsmodell unterstützt. Ein Verbot verhindert, dass sich Aktionäre hinter Verwahrungsstellen «verstecken» können, ohne das Stimmrecht zu verlieren. Doch es drückt auf die Stimmbeteiligung und steht damit im Widerspruch zum Ziel der genannten Pensionskassen-Regelung.”

  NZZ / Mitteilung SVP /   “Einigungslösung” / Minder-Initiative / Parlament