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Entries in Aktuarielles (103)

4:07PM

Aktuelle Diskontsätze der Kammer der PK-Experten

Im Sinne einer “praktischen und unverbindlichen Empfehlung” veröffentlicht die Kammer der Pensionskassen-Experten vierteljährlich einige für IFRS und US GAAP relevante Diskontsätze.

Die veröffentlichten Diskontsätze werden aufgrund der Eingaben der Arbeitsgruppenmitglieder als jeweilge Durchschnittswerte mit anschliessender Bandbreitenempfehlung von +/-0.25% Punkten erfasst. Die Diskontsätze beziehen sich auf Schweizer Franken und auf eine Duration der Vorsorgeverpflichtungen von 10 bzw. 15 Jahren.

Sätze per 30.6.10 / Website Kammer

5:38PM

EU hält Rente mit 70 für notwendig

EU Die Deutschen gehen heute mit 62 in Rente, die Niederländer mit 61 und die Franzosen gar schon mit 59 Jahren. Nach Ansicht des EU-Sozialkommissars László Andor ist dies in Zukunft nicht mehr bezahlbar. In einem Strategiepapier wird Rentenalter 70 empfohlen.

Derzeit stehen in der EU zehn Arbeitnehmer vier Rentnern gegenüber. WegenDemographie: EU-Kommission für späteres Renteneintrittsalter einbrechender Geburtenraten und der steigenden Lebenserwartung sei eine Anhebung des tatsächlichen Renteneintrittsalters bis 2040 auf zunächst 67 Jahre, ab 2060 auf 70 Jahre notwendig, um dieses Verhältnis zu wahren, heisst es in der EU-Statistik. Bliebe das tatsächliche Renteneintrittsalter stabil bei rund 60 Jahren, müssten in 50 Jahren zehn Arbeitnehmer Beiträge für acht Rentner einzahlen.

FAZ / EU-Papier

10:11AM

Treuhänder: Bruno Christen – Die neue Kontrollpyramide

Die Vorschriften der Strukturreform zielen auf das Prüfungs- und Aufsichtskonzept
in der beruflichen Vorsorge. So werden auf den 1. Juli 2011 Governance-Regeln und
auf den 1. Januar 2012 eine neue Aufsichtsorganisation in Kraft treten. Die Revisionsstellen
und die Experten für berufliche Vorsorge müssen in Zukunft zahlreiche neue
Bestimmungen einhalten und sie werden einem Zulassungsprozedere unterworfen, heisst es im Vorspann zum Artikel von Bruno Christen im Treuhänder 6-7/2010.

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Christen schreibt als Fazit: “Begrüsst wird insbesondere von den überregional tätigen Revisions- und Beratungsunternehmen, dass die Anzahl der Direktaufsichtsbehörden abnimmt und die politisch weniger verflochtene Oberaufsicht verstärkt wird. Damit verspricht man sich einen Professionalisierungsschub und eine weitere Vereinheitlichung der Aufsicht. Dies wird es den Aufsichtsbehörden besser als bisher ermöglichen, schwache oder unbrauchbare Prüfungsleistungen der Experten und Wirtschaftsprüfer zu erkennen und unqualifizierte Personen in letzter Konsequenz auch auszuschliessen.

Die neuen Vorschriften werden den bei den Revisionsstellen und Expertenbüros stattfindenden Spezialisierungstrend weiter fördern oder sogar erzwingen. Wer sich nur nebensächlich mit Mandaten von schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen befasst, und wer nicht gewillt ist, die branchenspezifischen Entwicklungen intensiv zu verfolgen, wird die Tätigkeit für
Vorsorgeeinrichtungen über kurz oder lang aufgeben müssen. Das gilt unabhängig davon, ob die Person selbständig ist oder ob sie bei einem kleinen oder grösseren Unternehmen angestellt ist.”
Artikel Christen

3:46PM

Rentensysteme unter demografischem Druck

„Vorbild Schweiz, Deutschland nur Mittelmaß“ – auf diesen Nenner lassen sich die Ergebnisse einer internationalen Vergleichsstudie der Stiftung Marktwirtschaft zur langfristigen Nachhaltigkeit der öffentlichen Haushalte bringen, die Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Vorstandsmitglied der Stiftung Marktwirtschaft und Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität vorgestellt hat.

Mit Hilfe des Instruments der Generationenbilanzierung, die auch die zukünftige demographische Entwicklung berücksichtigt, hat Raffelhüschen die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte in sieben europäischen Industrieländern (Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Vereinigtes Königreich, Norwegen und Schweiz) und den USA als außereuropäischem Vergleichsmaßstab untersucht. Im nachfolgenden Ranking sieht man das Ergebnis:

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In den kommenden Jahrzehnten dürfte der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung in den Industriestaaten stark zulegen. Politische Reformen wie die Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters sind in vielen Ländern überfällig, schreibt die NZZ.

Artikel NZZ / Studie Stiftung Marktwirtschaft

10:37AM

iPhone App von Aon zum BVG-Geburtstag

image“Zum 25. Geburtstag des BVG beschenkt Aon Consulting die HR- und Personalvorsorge-Community mit der ersten BVG-iPhone App”, heisst es in einer Mitteilung des Beratungs-Büros. Eine “Innovation und ein Mehrwert für alle, die schnell und präzis Zugriff auf die Kennzahlen der Sozialversicherung und der beruflichen Vorsorge haben wollen”, wie Aon schreibt. Die kostenlose App enthält über 20 Masszahlen pro Jahr mit allen Werten ab 1985. Die App gibt es in vier Sprachen. Ein jährliches Update hält die Zahlen auf dem neusten Stand “für die nächsten 25 Jahre”, wie Aon verspricht.

Aon Consulting

9:57AM

BfS: Generationensterbetafeln 2010

Durchschnittliche Lebensdauer - Geburtsjahrgänge 1900 bis 2030

Eine neue Studie des Bundesamtes für Statistik analysiert die Sterblichkeit der Geburtsjahrgänge 1900 bis 2030 auf der Basis der beobachteten Daten der Jahre 1900-2008 und eines für die Schweiz entwickelten mathematischen Modells bis zum Jahr 2030.

Mit einer Zunahme der durchschnittlichen Lebensdauer von rund einem Jahr alle drei Jahre ist die Sterblichkeit im Verlauf des letzten Jahrhunderts deutlich zurückgegangen. Die Frauen bleiben die unbestrittenen Rekordhalterinnen im Bezug auf die Langlebigkeit. Doch dieser Vorsprung der Frauen von rund 4 Jahren für den Geburtsjahrgang 2008 zeigt im Laufe der Generationen eine abnehmende Tendenz. Die Männer holen ihren Rückstand allmählich auf, so dass ihr Gewinn an Lebensjahren bereits seit über vierzig Geburtsjahrgängen jenen der Frauen übersteigt.

Bei der Analyse der Generationssterbetafeln kann folgendes festgestellt werden: von der Generation 1900 haben nur 0,2 % der Männer und 0,9% der Frauen das 21. Jahrhundert erreicht. 4,4% bzw. 9,2% der Personen des Geburtsjahrgangs 1950 werden voraussichtlich 100 Jahre alt. Von der Generation 2010 werden wahrscheinlich 14% der Männer bzw. 22% der Frauen einen 100. Geburtstag feiern. Ohne aussergewöhnliche Entdeckungen auf dem medizinischen Sektor werden jedoch nur wenige Menschen älter als 110 Jahre. Gemäss den Sterbetafeln können nur 0,6% bzw. 1,1% der 2010 geborenen Knaben bzw. Mädchen dieses Ereignis erleben. Diese Zahlen stellen eine Einschätzung dar, die laut BfS “nicht als eintretende Realität” gesehen werden sollte, und das betrifft vor allem die Zahlen, die weit in der Zukunft liegen.

Infos BfS

6:43PM

Europas Bürger müssen länger arbeiten

Renteneintrittsalter: Europas Bürger müssen länger arbeitenDer demographische Wandel zwingt immer mehr EU-Staaten, das Renteneintrittsalter anzuheben. In Deutschland ist schon jetzt gesetzlich festgelegt, dass das Renteneintrittsalter schrittweise bis 2029 auf 67 Jahre steigt. Ob das genügt? Nach Überlegungen der EU könnte das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre steigen, schreibt die FAZ.

Das Diskussionsdokument („Grünbuch“) der EU, das Ende Juni erwartet wird, soll weder konkrete Vorschläge noch Empfehlungen enthalten. Es stehe aber außer Zweifel, dass die Menschen künftig mehr Zeit im Berufsleben verbringen müssten, wenn die sozialen Sicherungssysteme finanzierbar bleiben sollten, hieß es am Freitag in der Kommission. Die Zuständigkeit für die sozialen Sicherung liege nicht bei der Gemeinschaft, sondern in den Mitgliedstaaten. Allerdings sei die Rentenpolitik ein wichtiger Baustein für die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Zudem berühre die Rentendebatte auch EU-Regelungen zu Pensionsfonds sowie die Finanzierung der Staatsfinanzen. Deshalb seien außer Sozialkommissar László Andor auch Binnenmarktkommissar Michel Barnier und Wirtschaftskommissar Ollie Rehn in die Vorbereitung des Grünbuchs eingebunden.

FAZ

10:48AM

Swisscanto PK-Umfrage: Versicherungstechnische Fragen


Othmar Simeon, Leiter der Swisscanto Vorsorgeberatung, kommentiert die Ergebnisse über Verwaltungskosten und die Aufwendungen für den Pensionskassen-Experten, die Kontrollstelle und die Aufsicht. Er geht auch ein auf die mit der Abstimmung über den Umwandlungssatz verbundenen Konsequenzen und er stellt die Frage, wer die Pensionierungsverluste tragen muss (leicht zu beantworten!).

Unterlagen Referat Simeon / Swisscanto PK-Umfrage

6:40PM

IPE: Swiss funds shying from their core business

ipe Herbert Brändli, head of the multi-employer fund Profond, has criticised the growing trend for Swiss Pensionskassen to shy away  from longevity risk by outsourcing pensioner liabilities, promising only capital payments at retirement and switching to defined contribution (DC) schemes. “If I see pension payments and longevity as risks then what am I doing here? This is supposed to be the core business of a Pensionskasse," he said. “As long as people are working we will continue to get assets into the pension fund." Brändli said this was enough to keep buffers filled and pensions guaranteed.He also predicted that equities - an asset class Profond has a greater exposure to than most Swiss pension funds - would continue to return 4% annually over the long term.

But Peter Zanella, head of retirement solutions Switzerland at Towers Watson, said the trend towards removing longevity risk among Swiss Pensionskassen would be compounded, predicting the current discount rate in the Swiss mandatory second pillar of 3-3.5% to come under pressure should the deflationary scenario continue. This would see liabilities increase by up to 15%, he said, and even if inflation returns, Pensionskassen would have to face the problem of financing pension indexations. “While earlier switches to defined contribution schemes were made to achieve more transparency, we can now see more and more switches with actual cuts in benefits,” Zanella said.

IPE

5:07PM

Die Zunahmen der Lebenserwartung und die VE

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Matthias Wiedmer, PK-Experte bei der Libera, beschreibt in Horizonte 36 die Auswirkungen der zunehmenden Lebenserwartungen auf die Vorsorgeeinrichtungen. Sein Fazit:

• Die Lebenserwartung nimmt weiter zu, die Zunahme hat sich jedoch insgesamt verlangsamt. Dabei ist insbesondere die Entwicklung bei den über 60- jährigen Personen von Bedeutung. Die Differenz in der Lebenserwartung zwischen Frauen und Männern nimmt zudem ab.
• Als Faustregel gilt weiterhin, dass die Lebenserwartung innerhalb von zehn Jahren um knapp ein Jahr zunimmt.
• Die VE müssen aus diesem Grund die laufenden
Renten immer länger ausrichten. Aus Sicht der
VE ist deshalb das realistische Setzen der Berechnungsparameter wie der Lebenserwartung und des Umwandlungssatzes von hoher Bedeutung. Das Vorsorgekapital der Rentner muss vorsichtig bewertet und der Umwandlungssatz periodisch der weiteren Zunahme der Lebenserwartung angepasst werden.
• Aus Sicht der Versicherten führt dadurch die weitere Zunahme der Lebenserwartung  langfristig zu einem sinkenden Leistungsniveau. Soll das Leistungsniveau beibehalten werden, ist künftig von erhöhten Beitragsbelastungen auszugehen.

Libera

11:41AM

Swiss law protecting pensioners' benefits should be changed

ipe The inclusion of pensioner benefits in recovery measures for underfunded pension funds was the subject of intense debate at an industry conference. A survey of 76 trustees, conducted at the Fachmesse zweite Säule conference, showed that 60% of funds had to implement recovery measures, including contribution increases, as well as possible cuts in the pension promises or hikes in the retirement age.

Under current Swiss regulations, pension benefits in payment cannot be altered. But the survey showed that many trustees were concerned about the potential inter-generational injustice this could cause, with the issue being raised in 84% of discussions concerning recovery measures.

“Legal changes are necessary and certain parameters should be defined under which contributions by pensioners should be made possible,” said Olivier Deprez, actuary and member of the Swiss commission for the review of the second pillar.

Brigitte Schmid, head of the Swiss Re Pensionskasse, said she wanted pensioner participation in recovery measures in schemes of companies that only pay the legal minimum into their pension funds, and which therefore have less leeway than more generous plans.

IPE

10:25AM

Kammer der PK-Experten wählt neuen Präsidenten

kammer Die Schweizerische Kammer der Pensionskassen-Experten hat am 29. April 2010 in Bern ihre 40. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Die Kammer ging 1970 aus der wissenschaftlich orientierten Schweizerischen Aktuarvereinigung hervor, um den Praktikern eine geeignete gemeinsame Plattform zu geben.

Die GV hat eine Weiterbildungsrichtlinie für Ihre Mitglieder erlassen. Damit werden die Kammermitglieder jährlich zu Weiterbildungsmassnahmen verpflichtet. Die Jahre 2010 und 2011 sind als Einführungsphase zu verstehen. Im Herbst soll an einer a.o. GV eine Fachrichtlinie zum technischen Zinssatz behandelt werden.

Für den aus dem Vorstand turnusgemäss austretenden Urs Bracher (PK der Credit Suisse) wurde neu Martin Wagner (Nestle Capital Advisers) gewählt. Neuer Präsident ist Olivier
Vaccaro (Hewitt ). Er folgt auf Stephan Gerber (Abcon, Bern). Der Vorstand setzt sich damit neu wie folgt zusammen:
Präsident: Olivier Vaccaro, Nyon
Mitglieder: Stephan Gerber, Bern; Stephan Wyss, Zürich; Martin Wagner, Vevey.
Sekretär der Kammer wird Urs Bracher. Er ersetzt den zurücktretenden Dominique
Koch (Dipeka AG).

Seit der letzten Generalversammlung konnten 12 neue Mitglieder aufgenommen werden
womit die Kammer nun 136 ordentliche Mitgliederzählt.

Mitteilung der Kammer / Website

5:17PM

Kammer veröffentlicht Diskontsätze

Der Vorstand der Kammer der Pensionskassen-Experten hat auf Antrag der Arbeitsgruppe Internationale Rechnungslegung beschlossen, im Sinne einer praktischen, unverbindlichen Empfehlung vierteljährlich einige für IFRS und US GAAP relevante Diskontsätze auf ihrer Website zu veröffentlichen.

Die Diskontsätze wurden aufgrund der Eingaben der Arbeitsgruppenmitglieder als jeweilige Durchschnittswerte mit anschliessender Bandbreitenempfehlung von +/-0.25% Punkten erfasst. Die Diskontsätze beziehen sich auf Schweizer Franken und auf eine Duration der Vorsorgeverpflichtungen von 10 bzw. 15 Jahren.

   Duration 10 Jahre

Stichtag der Bewertung untere Bandbreite Durchschnitt obere Bandbreite

31.12.2009

2,70%

2,95%

3,20%

31.3.2010

2,47%

2,72%

2,97%

Duration 15 Jahre

31.12.2009

3,10%

3,35%

3,60%

31.3.2010

2,87%

3,12%

3,37%

Die Arbeitsgruppe weist darauf hin, dass diese Diskontsätze Richtsätze sind, von denen in begründeten Fällen (zum Beispiel kürzere / längere Duration) abgewichen werden kann.

Website Kammer

9:54AM

Treuhänder: Unterdeckung – was ist als Prüfer zu beachten?

Die Entwicklung an den Finanzmärkten hat zu einer Entspannung der Deckungslage bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt. Trotzdem weisen viele Pensionskassen eine Unterdeckung aus. Dadurch werden bei der Abschlussprüfung 2009 zusätzliche Prüfungshandlungen notwendig, und es stellen sich Fragen bezüglich Rückstellungsbedarf bei den Jahresrechnungen der Arbeitgeber. Gefordert sind sowohl die Prüfer der Vorsorgeeinrichtungen als auch die der angeschlossenen Arbeitgeber, schreiben Heinz Vogel und Bruno Purtschert im Treuhänder.  

Von der Revisionsstelle des angeschlossenen Arbeitgebers müssen die Auswirkungen der Unterdeckung auf die Jahresrechnung des Arbeitgebers geprüft werden. Vor allem bei
Vorsorgeeinrichtungen, welche im Jahr 2009 Sanierungsbeiträge festgelegt haben, ist wohl die Bildung einer Rückstellung per 31.12.2009 – sofern nicht bereits im Abschluss 2008 vorgenommen – unausweichlich geworden.

Treuhänder

9:43AM

Treuhänder: Absicherung von Langleberisiken einer Pensionskasse am Kapitalmarkt

Obwohl das Langleberisiko, zusammen mit den Anlage und Zinsrisiken, zu den bedeutendsten Risiken für die Pensionskassen in der Schweiz und weltweit gehört, ist die Steuerung bisher schwierig. Seit einigen Jahren jedoch entwickelt sich ein zunehmend aktiver Markt für Finanzinstrumente, die es Vorsorgeeinrichtungen erlauben, das Langleberisiko effizient auf andere Marktteilnehmer zu übertragen. Das öffnet eine neue Ära des aktiven Risiko- und Kapitalmanagements, schreiben Ljudmila Bertschi, Andreas Gintschel und Nathalie Munaretto im Treuhänder 1-2/2010.

Treuhänder

5:43PM

EU: Düstere Demographie-Prognosen für Altersvorsorge – eine Zeitbombe auch für die Schweiz

Ein Papier der EU zu den Konsequenzen der demographischen Entwicklung bezüglich der Altersvorsorge und den Pensionskassen kommt zu beunruhigenden Schlüssen. U.a. heisst es: “Die Folgen der Alterung sind zehnfach so stark wie jene der Wirtschaftskrise” sie seien eine “Zeitbombe”. Der herunterladbare Bericht verlangt etwas Englischkenntnisse, sollte aber Pflichtlektüre sein für alle jene, welche die Demographie- und Biometrie-Voraussagen als Geschwätz der Assekuranz abtun (wie soeben wieder geschehen von Herbert Brändli in einem Stocks-Beitrag). Mit Blick auf die Abstimmung von 7. März scheint in der Schweiz gewissen Kreisen aber jeder Common Sense abhanden gekommen zu sein.

The impact of population ageing in the European Union is ten-fold that of the damage caused by the economic crisis, a briefing paper presented to the European Parliament has suggested. A report entitled Social impact of the crisis - Demographic challenges
and the pension system was produced ahead of a meeting in Brussels assessing the impact of the recent crisis. The paper argues while the impact of the economic crisis is "significant", the magnitude of ageing on pensions systems overshadows this position significantly. The paper from the EU's Economic and Scientific Policies Department states the "impact of the [2008/09 economic] crisis on pensions is in the order of 5% to 15%, while the impact of ageing is doubling the burden on the younger generation, an increase in the order of more than 100% in many member states".

The paper continued: "While financial markets were the main culprit of the current crisis, they remain nolens volens [whether one likes it or not] part of the solution in tackling the challenges of demographic change". The report claimed while the effect of the financial crisis may be felt "for a decade or more", population ageing will "not go away"... It is a century event". The paper, which is highly relevant to the meeting of the Parliament's Special Committee on the Financial, Economic and Social Crisis, delves into the history of bubble-type crises. It started with the famous tulip bubble of 1637, followed by the Asian crisis, the dot.com crisis, and so on. "The demographic challenge, however, is unique ..." it continued, and argued it is a far graver nature to national economies than any periodic collapse through trading bubbles. It claimed "ignorance, denial and political opportunism have in many member states undermined a consistent pension report [to defuse] the demographic time bomb".

Among analysis of technical issues, expanded on in the briefing, officials noted the impact of the pensions crisis is very different from one country to another but said the crisis is estimated to have reduced the wealth accumulated in pension funds overall by 15.8%. The increase in old-age dependency ratio - the number of beneficiaries from old-age pensions divided by the of individuals who contribute to the pay-as-you-go system in Europe - has increased from 51% in Sweden, to 200% in Poland and the Slovak Republic. The report claimed no current system can survive a doubling of the cost-to-payer ratio, so pressures will make public pension systems unsustainable in a very foreseeable future if appropriate policy actions are not taken in time.

In its conclusion, the paper warned "turning the clock backwards on reform", as has been done in some EU member states in response to the economic crisis, will "badly backfire". The European Parliament's 10-page briefing not follows a 175-page report
from the Commission in October that delves into country-by-country analyses.

   EU-Report

6:38PM

Zürcher Info Tage 2010: Verbands-Schelte

Wiederum auf reges Interesse stossen die Info-Tage der Zürcher Aufsicht (BVS), welche am 12. Januar die Premiere der diesjährigen Veranstaltungsreihe hatten. Deren Besucher wurden Zeugen einer ungewöhnlich heftigen Auseinandersetzung. Grund dafür: die anhaltende Diskussion um Nullverzinsung und Deckungsgrad. Man würde meinen, es handle sich hier um ein Thema von eher untergeordneter Bedeutung. Weit gefehlt. Erich Peter, Chef des BVS, erklärte, er sei “irritiert” über die Stellungnahme des ASIP zur Frage der Nullverzinsung und zu seinem Artikel in der AJP. Der ASIP sei nicht ehrlich und suggeriere, das Amt verlange unterjährige Deckungsgradberechnungen und überhaupt werde die vom Amt angewandte Praxis “bewusst falsch dargestellt”.

Wenig Freude hat Peter gemäss eigenem Bekunden auch an den von der NZZ zitierten Aussagen von Anton Streit, Vizdedirektor des BSV. In allen bisherigen Besprechungen habe Streit bisher die Zürcher Meinung geteilt. Auch die Pensionskassen-Experten kamen bei dieser “Chropflerete” natürlich nicht gut weg, nachdem deren Kammer bereits vor geraumer Zeit eine vom Zürcher Amt abweichende Meinung zur Nullverzinsung publik gemacht hatte. Ihnen wurden generell Mängel im Fach Jurisprudenz angekreidet. Wie tief die ganze Auseinandersetzung Peter getroffen haben muss, liess sich an seiner Aeusserung erkennen, in der er um Verständnis für seinen “Weltschmerz” bat.

Hanspeter Konrad, der von Peter auch persönlich attackiert worden war, nutzte sein Referat (es war das letzte des Morgens) für eine nicht minder deutliche Replik. Die von Peter lancierten Angriffe seien deplaziert, stellte er fest. Es gehe bei dieser Diskussion im Kern um eine bundesrätliche Weisung, über die man in guten Treuen unterschiedlicher Meinung sein könne. Die geäusserte Kritik am Papier des ASIP sei “rechtlich unhaltbar” und das Zürcher Amt dürfe nicht für sich beanspruchen, immer im Recht zu sein.

Die beiden Kontrahenten gaben sich nach geschlagener Schlacht die Hand und dokumentierten damit Versöhnung. Zu hoffen ist, dass die aufgestaute Frustration, nachdem sich die Betroffenen nun Luft gemacht haben, in konstruktive Zusammenarbeit übergeht.

  Beiträge zur Nullverzinsung

11:10AM

NZZ: Kontroverse um Nullverzinsung im BVG

Die NZZ hat die an dieser Stelle mehrfach behandelte Frage der Nullverzinsung bei Überdeckung aufgegriffen und dazu Anton Streit, Vizedirektor BSV, befragt. Dieser unterstützt im Grundsatz die Haltung der Experten sowie des ASIP, welche unter bestimmten Bedingungen diese Null- (resp. Minderverzinsung) auch ohne Unterdeckung als Option behalten wollen. Eine entgegen gesetzte Meinung vertreten die Aufsichtsämter und insbesondere Erich Peter von der Zürcher Aufsicht, der sich in Artikeln in der AJP sowie in Interviews explizit dazu geäussert hat.

In der NZZ vom 9.1.10 heisst es dazu: “Auf Anfrage erklärt BSV-Vizedirektor Anton Streit, dass das Bundesamt in den letzten Jahren stets folgende Meinung vertreten habe: Um aus einer Unterdeckung herauszukommen oder um zu verhindern, dass die Kasse in eine finanziell schwierige, unstabile Lage gerät, kann eine Vorsorgeeinrichtung eine Minder- oder Nullverzinsung durchführen, allerdings nur, wenn das gesetzlich obligatorische Leistungsniveau weiter gewahrt bleibt.

«Es ist gut möglich, dass wir dazu einige Präzisierungen anbringen werden», sagt Streit. Denkbar sei auch, dass dies im Rahmen einer generellen Überarbeitung der Weisungen zur Behebung von Unterdeckung geschehe. Aus der heutigen Formulierung in den Weisungen könne jemand den Schluss ziehen, dass etwas verboten sei, nur weil es nicht explizit erwähnt ist.

Der BSV-Vizedirektor ist nicht der Meinung, dass das vielzitierte Bundesgerichtsurteil vom vergangenen September eine Praxisänderung erzwingt. Das Urteil betreffe eine Zinsfrage im Zusammenhang mit einem Scheidungsfall, und weil es nur von drei Richtern (statt fünf) gefällt worden sei, gelte es nicht als Leitentscheid. Bis jemand einen solchen erzwingt, hat aber möglicherweise die Politik die Rechtslage geklärt.”

  Artikel NZZ / Beiträge zum Thema auf der Website Vorsorgeforum

7:01PM

PfZW rechnet mit rasch wachsender Lebenserwartung

PfZW, the €84bn Dutch industry-wide pension scheme for healthcare workers, has granted its two million participants part indexation of 0.72% - lower than in previous years as officials at the pension fund anticipate life expectancy will rise in the future. For the same reason, members of the Netherlands’ second-largest pension fund also face a 0.6% rise in contributions to 23.1% of pensionable salary in 2010. “Not only external demographic predictions, but also our own data, show a fast rise in life expectancy,” commented Peter Borgdorff, director of PfZW.

aaa  IPE

3:21PM

Bilanz: Wahlfreiheit in der 2. Säule

BILANZ LogoMcKinsey macht es, ABB, Schindler und andere ebenso. Ihre Pensionskassen bieten den Kadermitarbeitern beim überobligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge eine Auswahl von Anlagemöglichkeiten. Bis jetzt ist diese Individualisierung bei der 2. Säule «rechtlich nicht ganz abgesichert», wie es Christoph Oeschger, Geschäftsführer der Avadis, formuliert. Mit der nächsten Revision des BVG-Gesetzes (Strukturreform) wird die freie Wahl der überobligatorischen Anlagen ab nächstem Jahr auch offiziell erlaubt. «Klar begrüssen wir dies», ergänzt Chrstoph Oeschger; unter anderem fallen nun Diskussionen mit kantonalen Steuerbehörden dahin, die sich daran gestört haben, dass die Vorsorgegelder individuell statt kollektiv angelegt werden, schreibt Bilanz.

Die Frage, ob ein Vorsorgeplan von der Steuer absetzbar ist, wird von Kanton zu Kanton unterschiedlich bewertet. Das neueste Paket von Verordnungen soll nun Klarheit schaffen. Einige der neuen Bestimmungen – etwa die Regelung von Frühpensionierungen erst ab 60 Jahren – sind in der Vernehmlassung heftig zersaust worden. Die Individualisierung der Anlagemöglichkeiten ist dagegen nicht bestritten. Schliesslich gibt es für die Versicherten kein Recht auf eine freie Anlagewahl, die Pensionskassen erhalten bloss die Möglichkeit, dies ganz legal zu tun. Der Aufwand für die Kassen ist recht gross, sagt Hanspeter Konrad, Geschäftsführer des Pensionskassenverbandes ASIP. Viele Vorsorgeeinrichtungen schrecken wohl davor zurück, sagt auch Oeschger. Man habe nun jahrelange Erfahrung und habe gelernt, mit dem administrativen Mehraufwand umzugehen, ergänzt der Avadis-Geschäftsführer. Die genauen Kosten der Individualisierung kann er allerdings nicht beziffern.

aaa  Bilanz