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Die aktuelle Diskussion

Umwandlungssatz

 

Mit dem Bericht des Bundesrates zur Zukunft der 2. Säule läuft im Herbst 2011 die nächste Runde der Diskussion um die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes an. Die Arbeitnehmer-Organisationen bringen sich bereits in Stellung.

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Strukturreform

Die Vernehmlassung zu den Ausführungsbestimmungen zur Strukturrevision in BVV1, BVV2 und der neuen ASV hatte heftige Diskussionen ausgelöst. Die schliesslich in Kraft gesetzten Bestimmungen aber wurden mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Verfolgen Sie hier die Entwicklung und laden Sie alle wichtigen Dokumente herunter.

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Nr. 207
Die neuste Ausgabe

BVG-aktuell Themen

Entries in Aktuarielles (133)

9:27AM

Technische Grundlagen VZ 2010: “der Schweizer Standard”

Die neuesten versicherungstechnischen Grundlagen für Pensionskassen VZ 2010 zeigen für den Zeitraum 2006-2011 eine Zunahme der Lebenserwartung. Diese hat bei 65- jährigen Männern im Vergleich zu den vor 5 Jahren publizierten Grundlagen VZ 2005 um 1.15 Jahre zugenommen (von 18.99 auf 20.14), bei 64-jährigen Frauen um 0.77 Jahre (von 23.02 auf 23.79). Die Invaliditätswahrscheinlichkeiten sind gegenüber den VZ 2005 sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen deutlich gesunken. Nach Angabe von Christoph Furrer (Deprez Experten) im Ausmass von 30-40%, wobei der konkret beobachtete Rückgang noch deutlich grösser war, aber aus Gründen der Vorsicht nur teilweise übernommen wurde.

Die technischen Grundlagen VZ 2010 basieren auf dem Datenmaterial von insgesamt 21 Kassen öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber (Bund, Kantone und Gemeinden). Sie setzen die im Jahr 1950 begonnene Reihe der VZ-Grundlagen fort. Bis und mit den VZ 1990 wurde fast ausschliesslich Datenmaterial der Pensionskasse Stadt Zürich verwendet. Aufgrund der nunmehr grossen beobachteten Bestände aus allen Regionen der Schweiz können die VZ 2010 als zuverlässig und sehr solide betrachtet werden. Die VZ 2010 lassen sich auch für Berechnungen bei Bilanzierungen nach internationalen Rechnungsstandards (wie IFRS / IAS 19 oder US-GAAP) einsetzen.

Neu ist bei den VZ 2010, dass die Generationentafeln auf der Basis von zwei unterschiedlichen Typen von wissenschaftlichen Modellen erstellt werden können. Es handelt sich dabei einerseits um das von Prof. Dr. Padrot Nolfi im Vorwort zu den VZ 1960 erläuterte Modell, andererseits um das in den VZ 2005 zu Grunde gelegte, kurz zuvor publizierte Modell von Dr. Jacques Menthonnex. Eine weitere Innovation der VZ 2010 besteht darin, dass nicht nur mit einem über alle Laufzeiten konstanten technischen Zinssatz, sondern auch mit einer Zinskurve gerechnet werden kann. Es lassen sich also je nach Laufzeit unterschiedliche Zinssätze zu Grunde legen. Auf diese Weise können mit den VZ 2010 auch Berechnungen analog zum Swiss Solvency Test (SST) durchgeführt werden.

Berechnet man mit den VZ 2010 die Umwandlungssätze, die aus versicherungstechnischer Sicht im Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) gelten müssten, dann erhält man unter Verwendung eines technischen Zinssatzes von 3.5% für das Jahr 2012 einen Umwandlungssatz von 6.17% für 65- jährige Männer und von 6.15% für 64-jährige Frauen.

Neben den VZ-Grundlagen bestehen damit heute nur noch die technischen Grundlagen „BVG“, die im Jahr 2000 erstmals hergestellt wurden und sich auf das Datenmaterial von vorwiegend privatrechtlichen Kassen abstützen. Die auf den Jahren 2005-2009 beruhende Ausgabe BVG 2010 ist vor rund einem Jahr publiziert worden. Die BVG 2010 haben das Modell und die Systematik der VZ 2005 vollständig übernommen. Die Pionierarbeit der Grundlagen VZ 2005 hinsichtlich Generationentafeln ist damit zu einer Art Schweizer Standard geworden, heisst es in der Mitteilung der Pensionskasse Zürich.

 Mitteilung PK Zürich / Prospekt

10:31PM

Swiss Re: A forward-thinking approach to predicting longevity

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In the report, "A window into the future: Understanding and predicting longevity", Swiss Re says that the good news that people are living longer has brought with it substantial financial problems throughout much of the world.

One of the reasons behind the funding difficulties is that historical projections of future mortality have failed to take account of important developments in medicine and society. This has caused employer pension plans to under-reserve and governments to budget inadequately for people's retirement income.

The report states that a disease-centred mortality model, based on forward-looking scenarios, can play a key role in the evaluation of longevity risk. This would involve an improved understanding of potential developments in social factors, medical treatments and preventative approaches to tackle disease.

An effect of these improved models would be insurers and reinsurers working together to manage their customers' longevity risk more effectively. Reinsurers investing in their research and development capabilities will be important as insurers look to address regulatory requirements, including Europe's Solvency II.

 Swiss Re

9:37AM

Website zum technischen Zinssatz

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Die von der Schweizerischen Kammer der Pensionskassenexperten beschlossene Fachrichtlinie (FRP 4) zur Festlegung des technischen Zinssatzes tritt per 1. Januar 2012 in Kraft. Aufgrund dieser neuen Richtlinie muss bei vielen Vorsorgeeinrichtungen die Höhe des technischen Zinssatzes zur Diskussion gestellt werden.

Die Fachrichtlinie dient als Basis für die Empfehlung des Experten bezüglich des technischen Zinssatzes zur Bewertung der Rentenverpflichtungen und technischen Rückstellungen. Der Referenzzinssatz wird jährlich per 30. September anhand einer Berechnungsformel ermittelt und gilt jeweils für die Jahresabschlüsse der 12 darauffolgenden Monate.

Es ist davon auszugehen, dass sich der jetzt geltende, eher unrealistische Referenzzinssatz von heute 4.25% in den nächsten Jahren deutlich reduziert. Bereits per 30. September 2011 liegt der Referenzzinssatz voraussichtlich im Bereich von 3.25% bis 3.75%. Als Hilfestellung für die langfristige Planung wird auf einer neuen Internetseite, eingerichtet von der PPCmetrics, die simulierte Entwicklung des Referenzzinssatzes dargestellt. Die Simulationen werden monatlich aktualisiert und erlauben es, die erwartete Veränderung des Referenzzinssatzes über die nächsten Jahre abzuschätzen.

  Website technischer Zinssatz

9:14AM

Überlegungen zur Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge

Die steigende Lebenserwartung und die tiefen Zinsen am Kapitalmarkt sind eine Herausforderung für die Finanzierung der beruflichen Vorsorge. Im Bericht «Überlegungen zur Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge» beschäftigen sich ausgewiesene Experten mit der nachhaltigen Finanzierung der zweiten Säule und den erforderlichen rechtlichen Anpassungen. Sie beurteilen den Alterssparprozess und den Risikoprozess und formulieren Lösungsvorschläge. Diese sollen die Diskussion über die Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge auf einer sachlichen Basis in Gang bringen.

Die Autoren kommen aus der Assekuranz. Es sind Othmar Baumann, AXA Winterthur; Andri Gross, Aktuar SAV, Zurich; Jörg Kistler, Swiss Life; Felix Schmidt, Aktuar, Basler; Arnold Schneiter, Aktuar SAV und PK-Experte; Andreas Zingg, Swiss Life. Ihre Vorschläge fassen die Autoren wie folgt zusammen:

Die immer deutlicher zu Tage tretenden Tatsachen der tieferen Kapitalerträge («dritter Beitragszahler») und die grundsätzlich erfreuliche Zunahme der Lebenserwartung bei guter Gesundheit haben zur Folge, dass das verfassungsmässige Leistungsziel der Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung durch die 1. und 2. Säule mittelfristig in Frage gestellt ist. Folgende kombinierbaren Lösungsvorschläge mit Blick auf den Aufbau der Altersguthaben bieten sich in der 2. Säule an:

  • Verstärkung der BVG-Altersguthaben durch Anheben der BVG-Altersgutschriftensätze
  • Flachere Sparbeitragsstaffelung
  • Früher einsetzender Sparprozess
  • Erhöhung des Rentenalters
  • Weitergehende Flexibilisierung des Rentenalters, vorzeitige und aufgeschobene teilweise oder volle Pensionierung zwischen Alter 60 und 70.

 

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Bezüglich der Risiken Invalidität und Tod schreiben sie: Um die BVG-Risikoleistungen bei einer unvollständigen Beitragsdauer zu verbessern und ein transparenteres Leistungspaket im Invaliditäts- und Todesfall BVG zu gewährleisten, stehen BVG-lohnabhängige Risikoleistungen im Raum:

  • Temporäre Invalidenrente: 36 Prozent BVG-Lohn
  • Ehegattenrente: 24 Prozent BVG-Lohn
  • Spar- und Risikobeitragsbefreiung bei Invalidität
  • Voller oder teilweiser Verzicht auf BVG-Kinderrenten zwecks Vermeiden oder Reduzieren von Leistungskürzungen infolge Überentschädigung. Eventuell Verzicht auf Anrechnen temporärer Kinderrenten bei der Berechnung der Überentschädigung.

Die aufschlussreiche Studie kann von der Website des SVV heruntergeladen werden.

 Studie
6:51PM

NZZ: Strukturreform trifft Pensionskassenexperten

Michael Ferber geht in der NZZ auf die Folgen der Strukturreform auf die Branche der Pensionskassen-Experten ein. Diese stipuliert neue Unabhängigkeitsvorschriften, welche das bisherige Geschäftsmodell einer Reihe von grossen Beratungsunternehmen in Frage stellt. Neu heisst es in Art. 40 BVV2: “Der Experte für berufliche Vorsorge muss unabhängig sein (. . .). Mit der Unabhängigkeit nicht vereinbar ist insbesondere: a. die Mitgliedschaft im obersten Organ oder in der Geschäftsführung der Vorsorgeeinrichtung (. . .)”.

In der NZZ heisst es dazu: “Die meisten der betroffenen Gesellschaften sind derzeit noch am Abwägen der neuen Bestimmung. Auf die Regelung reagiert hat unterdessen bereits die Zürcher Gesellschaft Allvisa. Sie hat sich aufgespalten, wie ihre Partner Martin Hubatka und Roger Bergmann den Kunden in einem Schreiben im Juli mitgeteilt haben. «Die im Juni vom Bundesrat erlassenen Governance-Bestimmungen in der beruflichen Vorsorge sehen vor, dass ein Dienstleister künftig nicht mehr gemeinsam die Geschäftsführung und die Expertentätigkeit ausüben darf. Wir haben uns entschieden, diese Neuerung umzusetzen (. . .)», heisst es darin. Seit Juli sind zwei Mitarbeiterinnen aus Allvisa ausgeschieden und führen die Geschäftsführungs-Mandate in der neu gegründeten Gesellschaft BvGe Management in Wil (SG) weiter.

Branchenvertreter wie Peter Zanella von Towers Watson kritisieren einige Bestimmungen der Strukturreform. So sei der Begriff der Geschäftsführung, der in der bisherigen Gesetzgebung nicht existierte, nicht klar formuliert und definiert. Die Pensionskassenexperten seien bei der Ausübung dieser Tätigkeit immer dem Stiftungsrat Rechenschaft schuldig, dieser sei stets der wahre Geschäftsführer. Oft handle es sich bei den Tätigkeiten der Experten auch nur um im Milizsystem notwendige Sekretariatsarbeiten für den Stiftungsrat, ohne dass wichtige materielle Entscheidungen getroffen werden könnten. Die Regelung sei in der Praxis verwirrend und wohl unreflektiert aus dem Obligationenrecht übernommen worden.”

 Artikel NZZ

9:25AM

Could We Really Live to 150?

Sonia Arrison, author of a new book on longevity, explains how scientific advances are making radical life expansion -- to age 150 and beyond -- a possibility, and what it could mean for human existence.

 WSJ

10:06AM

Towers Watson Hot Topics: BVG 2010 und IAS

imageIn der neuen Ausgabe ihrer Hot Topics behandelt Towers Watson die neuen technischen Grundlagen BVG 2010 und deren Auswirkungen auf die IAS-Rechnungslegung. Der Fokus liegt dabei primär auf der Anwendung der Generationentafeln, welche die künftige, steigende Lebenserwartung berücksichtigen. Die Anwendung dieser Tafeln dürfte zu einer markanten Zunahme der Verpflichtungen und Kosten gegenüber den derzeit verwendeten Periodentafeln führen.

 Studie

11:09AM

Das Ende der EVK-Grundlagen

In einem Beitrag zu den Sterbetafeln schreiben Werner Koradi und Thomas Keller in der Schweizer Personalvorsorge: “Bis anhin wurden drei öffentlich zugängliche Sterbetafeln und Rechnungsgrundlagen erarbeitet: Eidgenössische Versicherungskasse (EVK), Versicherungskasse der Stadt Zürich (VZ) und BVG. Die bisher von der Pensionskasse des Bundes PUBLICA erstellten EVK-Grundlagen werden nicht mehr weiter geführt. Dafür stellt die PUBLICA nun ihre Daten sowohl für die Erstellung der BVG- als auch der VZ-Grundlagen zur Verfügung. Die grösste Schweizer Pensionskasse beeinflusst somit die Ergebnisse beider Rechnungsgrundlagen. Die Grundlagen BVG 2010 können auf der Website www.bvg2010.ch  bestellt werden. Die Grund lagen VZ 2010 werden im Herbst 2011 erscheinen.”

10:54AM

Von Perioden- zu Generationentafeln

LCP-libera---sterbetafeln

C.Thüring und R.Kirchhofer, PK-Experten bei LCP Libera, haben in der Schweizer Personalvorsorge 5/11 einen Beitrag zum Thema Perioden- und Generationentafeln publiziert und die Unterschiede der beiden Methode analysiert. Sie kommen zum Schluss: “Vorsorgeeinrichtungen, die ihre Vorsorgeverpflichtungen mit Periodentafeln bilanzieren, tragen der laufenden Zunahme der Lebenserwartung Rechnung, indem sie die Vorsorgekapitalien der Rentenbezüger in der Regel mit 0.5 Prozent pro Jahr erhöhen. Die Kosten der Zunahme der Lebenserwartung gehen somit zulasten der Vermögensrendite.

Mit der Generationentafel entfallen diese jährlich wiederkehrenden Kosten. Entsprechend reduziert sich die Sollrendite auf den Vorsorgekapitalien der Rentner. Die Bilanzierung mit der Generationentafel erfordert jedoch rund 4 bis 5 Prozent höhere Deckungskapitalien. Vorsorgeeinrichtungen bilden regelmässig technische Rückstellungen, um den Wechsel auf eine aktualisierte Periodentafel zu finanzieren. In den meisten Fällen dürften die vorhandenen technischen Rückstellungen jedoch nicht für einen Wechsel auf eine Generationentafel ausreichen.”

 Artikel

3:43PM

UWS: BSV prüft Modell der Bonusrente

Trotz Volksnein ist eine erneute Senkung des Umwandlungssatzes unumgänglich, das hat man beim BSV längst begriffen. Die NZZamSonntag, schreibt, dass man in Bern ein Konzept für einen “fairen Umwandlungssatz” entwickelt. Dies bedeute, dass der Satz zwar wie gefordert sinken soll, diese Senkung aber zumindest für Menschen mit tiefen Einkommen abgefedert wird. Die NZZaS schreibt: In Frage kommt für BR Burkhalter dabei das Modell einer «Bonus-Rente». Nach diesem Konzept würde eine Rente künftig in zwei Teile aufgespalten, in einen garantierten Teil und einen «Bonus»-Teil, der von der finanziellen Lage der Pensionskasse abhängig wäre. In der Schweiz eingeführt wurde diese Idee von der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers, die sie bei der hauseigenen Pensionskasse anwendet. Dort erhalten die Rentner 88 Prozent ihrer Rente garantiert, der Rest wird alle drei Jahre der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst. Bei der Einführung vor fünf Jahren belief sich der «Bonus» auf 14 Prozent, derzeit sind es nur noch 10 Prozent. Ein Vorteil dieser Lösung besteht laut BSV darin, dass bei finanziellen Schwierigkeiten automatisch auch die Rentner zur Sanierung ihrer Pensionskasse beitragen. Heute ist dies nur selten der Fall, was Burkhalter wegen der Alterung der Gesellschaft als problematisch einstuft.”

Über die Idee der Bonus-Rente hat sich am 12.5.11erstmals die zuständige Expertenkommission des Bundes gebeugt - und das Modell zur weiteren Abklärung empfohlen. Auch in diesem Gremium herrschte die Meinung vor, dass eine Senkung des Umwandlungssatzes nötig ist, dass diese aber politisch nur in Begleitung von flankierenden Massnahmen Chancen hat. Die Kommission unterstützt darum auch die anderen Kompensationsvorschläge, welche das BSV in seinem Entwurf zur Diskussion stellte. Darunter sind beispielsweise höhere Altersgutschriften und das Anheben des versicherten Lohnes. Gestützt auf diese Diskussion werden Burkhalters Fachleute ihre Vorschläge nun vertiefen, im Herbst möchte der Sozialminister dann die Anhörung dazu eröffnen. Schon heute ist freilich absehbar, dass sein Bericht heftige Kontroversen auslösen wird.

 Artikel NZZaS / Das PwC-Modell

8:41AM

Soziale Sicherheit CHSS 2/11: Synthesebericht FoP-IV, neue demographische Grundlagen

Die Nr. 2/11 der Zeitschrift “Soziale Sicherheit” des BSV behandelt schwergewichtig den Synthesebericht FoP-IV. In der Rubrik “Vorsorge” werden die demographischen  Rechnungsgrundlagen 2010 dargestellt. Die vom BSV erstellten Grundlagen umfassen eine Aktualisierung der Überlebensordnung sowie eine Neumodellierung der Aktivitätsordnung, welche vor allem im Haftpflichtrecht ihre praktische Anwendung findet.

Seit dem Jahr 2000 ist insbesondere die Lebenserwartung der Männer massiv gestiegen. Im Jahr 2009 haben die neugeborenen Knaben mit im Schnitt 79,8 Jahren eine um 2,9 Jahre längere Lebenserwartung als die im Jahr 2000 geborenen. Bei den neugeborenen Mädchen beobachtet man im selben Zeitraum eine Zunahme um 1,8 Jahre auf 84,4 Jahre. Im Alter 65 ist sie bei den Männern seit 2000 um 1,8 Jahre auf 18,8 Jahre und bei den Frauen um 1,3 Jahre auf 22,0 Jahre gestiegen.

In den kommenden 20 Jahren dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Die Lebenserwartung bei Geburt dürfte bei den Knaben auf 84,2 Jahre und bei den Mädchen auf 88,2 Jahre anwachsen. Im Alter 65 wird im Jahre 2030 mit einer Lebenserwartung von 22,2 Jahren bei den Männern und von 25,2 Jahren bei den Frauen gerechnet.

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 Inhalt und Download

2:09PM

BFS: Ergebnisse zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz 2010

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz erreichte Ende 2010 den Stand von 7'866'500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies entspricht einem Anstieg um 80'700 Personen bzw. 1,0 Prozent gegenüber 2009. Diese Zunahme ist vergleichbar mit jener der Jahre 2009 und 2007. Soweit die ersten provisorischen Ergebnisse der neuen Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Diese qualitativ stark verbesserte Statistik ist Teil des neuen registerbasierten Volkszählungssystems und liefert präzisere Daten als die bisherige Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes.

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 Mitteilung BFS

12:07PM

Handelszeitung: Sterblichkeit und Renten

Die Handelszeitung setzt sich in der Ausgabe vom 28.4.11 in mehreren Beiträgen mit der Entwicklung der Sterblichkeit und den Konsequenzen auf die Pensionskassen und Renten auseinander.

Unter dem Titel “Heikle Berechnung der Sterblichkeit” wird auf das zunehmende Interesse an Generationensterbetafeln in der Schweiz eingegangen. Dabei wird mit Verweis auf Auskünfte der Libera festgehalten, dass im Gegensatz zur Schweiz in Grossbritannien oder den USA solche Sterbetafeln seit längerem üblich sind. Die Mehrheit der Experten befürwortet heute eine Wechsel zu den Generationentafeln, eine rasche Durchsetzung wird aber nicht erwartet.

Die höhere Lebenserwartung wirkt sich auf die Rentenhöhe aus. Herbert Brändli will sie mit einer Aktienquote von 50% ausgleichen. Den meisten Kassen fehlen aber die notwendigen Schwankungsreserven für eine solche Strategie. Zudem ist unsicher, ob sie zum gewünschten Resultat und langfristig den notwendigen Renditen führt.

Handelszeitung: Generation Rentenschock / Sterblichkeit / Talfahrt

11:05AM

Econonomist: The pensions burden

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People are living longer so they need to retire later and save more.

 Economist Video

3:58PM

Trends bei der Vorsorge: echte DC-Pläne auf dem Vormarsch

John Anthony, David Pauls und Peter Zanella von Towers Watson haben in der NZZ unter dem Titel “Die Kollektivität stösst an Grenzen” einen Beitrag den Trend zu individuellen Sparplänen verfasst. Nach ihrer Meinung wird der im Ausland schon lange erkennbare Trend sich auch in der Schweiz durchsetzen. Dies insbesondere im überobligatorischen Bereich. Die Mitarbeiter treffen die Anlageentscheide im Rahmen der angebotenen Optionen individuell. Der je nach gewählter Strategie resultierende Vermögensertrag bzw. -verlust wird dem Mitarbeiter zugewiesen. Solche Pläne haben für die Versicherten grössere Risiken, bieten aber mehr Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich des Rendite-Potenzials. Sie bedeuten einen wesentlichen Schritt hin zur Individualisierung. Eine bisher kleine Zahl von Firmen, darunter jedoch namhafte, haben derartige Vorsorgepläne bereits eingeführt.

Die Autoren sind der Ansicht, dass das Interesse an dieser «neuen» Vorsorgeform in der Schweiz weiter zunehmen wird , weil Unternehmen Risiken abbauen und die Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter transparenter gestalten wollen. Die hiesige Vorsorge-Welt begegnet solchen Plänen jedoch mit grossen Vorbehalten. Häufig wird argumentiert, diese Pläne seien mit den Grundprinzipien der zweiten Säule unvereinbar. Diese Bedenken manifestieren sich auch in der Gesetzgebung, die – trotz einer gewissen Liberalisierung – nach wie vor nicht auf diese Art von Vorsorgeplan zugeschnitten ist. Der in der Schweiz verfolgte Kollektivansatz wird jedoch zunehmend unter Druck geraten. Die durch Quersubventionierungen provozierten Spannungen werden sich akzentuieren und entsprechende Massnahmen erforderlich machen.

 Artikel

3:53PM

Le Temps: “Solvenswiss, le test qui permet de comparer les caisses de pension”

La société vaudoise Fundo a développé un instrument sans équivalent jusqu’ici. Son but: éviter tout biais dans l’évaluation des institutions de prévoyance. Le test est disponible sur Internet.

 Le Temps / Solvenswiss

10:34AM

IAS-Diskontsätze der PK-Kammer per 31.3.11

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 PK Experten-Kammer

2:53PM

OECD: Pension reforms must deliver affordable and adequate benefits

Recent reforms will still be insufficient to cover increased pension costs in the future, despite increases in retirement ages in half of OECD countries, according to a new OECD report.

Pensions at a Glance 2011 says that by 2050 the average pensionable age in OECD countries will reach 65 for both sexes. This represents an increase of about 1.5 years for men and 2.5 years for women. But life expectancy is rising even faster, outstripping the increase in pension ages by about 2 years for men and 1.5 years for women.

This means that in all but five OECD countries the time spent in retirement will continue to grow. Recent reforms are a step in the right direction to rein in public pension spending rising as a result of population ageing. The size of the working-age population in the OECD will peak around 2015 and decline by over 10% in 2050. But governments should consider the impact of benefit cuts on the most vulnerable. Pension reforms in OECD countries since the early 1990s have reduced future benefits on average by 20 per cent.

In Germany, Japan, the United Kingdom and the United States, for example, workers on low wages only get pensions worth around half of their previous earnings. “Further reforms are needed that are both fiscally and socially responsible,” said OECD Secretary-General Angel Gurría. “We cannot risk a resurgence of old-age poverty in the future. This risk is heightened by growing earnings inequality in many countries, which will feed through into greater inequality in retirement.”

 OECD

11:06AM

Treuhänder: IAS 19 und Generationen-Sterbetafeln

Im Treuhänder 3/2011 gehen Benno Ambrosini und Ruben Lombardi auf die Anwendung der Generationensterbetafeln und deren Auswirkung auf Erfolg- und Erfolgsrechnung ein. Im Vorspann zu ihrem Beitrag heisst es: “Mit den technischen Grundlagen BVG 2010 steht zum ersten Mal in der Schweiz eine Generationentafel zur Verfügung, die auf Beobachtungen der Sterblichkeit von mehrheitlich privatrechtlichen Pensionskassen basiert. Generationentafeln berücksichtigen die zukünftige Veränderung der Sterblichkeit (gemäss verwendetem Modell) und erfüllen somit die Vorgaben von IAS 19 für die bestmögliche Einschätzung der Annahmen (best estimates) optimal.” Im Fazit wird festgehalten: “Die Verwendung der Generationentafeln dürfte sich in den nächsten Jahren – analog zu anderen Ländern – als «best practice» etablieren.”

 Artikel Ambrosini / Lombardi

10:38AM

Libera Horizonte: Technische Grundlagen BVG 2010

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In der neusten Ausgabe der “Horizonte” befasst sich Libera mit den technischen Grundlagen BVG 2010. Dazu heisst es: “Die technischen Grundlagen BVG 2010 belegen, dass die Schweizerinnen und Schweizer immer älter werden. Neu stehen den Pensionskassen neben den Periodentafeln auch Generationentafeln zur Verfügung. So kann das oberste Organ wählen, welche Grundlagen für die Bilanzierung der Vorsorgeverpflichtungen und für die Festlegung der reglementarischen Beiträge und Leistungen verwendet werden sollen.” Ausgiebig wird dabei auf die Differenzen von Perioden- und Generationentafeln ausgegangen, welche neuerdings vermehrt Aufmerksamkeit finden.

 Libera