Der Tages-Anzeiger berichtet über die Kritik der FDP an den Äusserungen Bersets in einem Interview vom 7. August. Die Zeitung schreibt:

In der FDP ist die Empörung über Bersets Interviewaussagen gross. Auf dem Generalsekretariat der Partei, die an vorderster Front gegen die Reform kämpft, liefen gestern die Drähte heiss. Der Tenor von Politikern und Parteigängern: Berset hat eine Grenze überschritten. Der Luzerner Ständerat Damian Müller etwa spricht von einer unzulässigen Drohung: «Mit seiner Aussage erpresst Berset die Jungen: Entweder spurt ihr – oder ich lasse die AHV den Bach hinuntergehen. Das entspricht nicht der magistralen Haltung, die ich von einem Bundesrat erwarte.»

Müller bezichtigt Berset zudem der «Augenwischerei». «Der Bundesrat verschweigt, dass die Vorlage nicht nachhaltig ist. In fünf Jahren muss bereits die nächste Reform aufgegleist sein, damit sich die Kassen nicht leeren.» Das habe der Innenminister mit keinem Wort erwähnt. Andere Vertreter der FDP unterstellen Berset, Abstimmungskampf zu betreiben. Es sei zwar Usus, dass Bundesräte sich für ihre Vorlagen einsetzten, sagt etwa die Zürcher FDP-Nationalrätin Regine Sauter. «In diesem Fall geht Bundesrat Berset aber sehr hart an die Grenze zur Kampagne.»

 Artikel TA /  Interview Berset

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