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Die aktuelle Diskussion

Umwandlungssatz / Bericht über die Zukunft der 2. Säule

 

Mit dem Bericht des Bundesrates zur Zukunft der 2. Säule läuft im Herbst 2011 die nächste Runde der Diskussion um die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes an. Die Arbeitnehmer-Organisationen bringen sich bereits in Stellung. 

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Nr. 217 / PDF

21.5.2012

 

BVG-aktuell Themen
7:54AM

Cash: UBS-PK “mustergültig”

Bislang galt bei den meisten grösseren Schweizer Banken das Pensionsalter 62 als unantastbar. Nun hat mit der UBS-Pensionskasse ausgerechnet der Branchenprimus eine Lanze gebrochen: Das Pensionsalter wird auf das Jahr 2013 von 62 auf 64 Jahre angehoben, der Umwandlungssatz von 5,8 auf 5,49 Prozent gesenkt. Dabei gilt die Pensionskasse der Grossbank mit einem Deckungsgrad von 117 Prozent als eine der besten überhaupt, schreibt Cash.

"Das Verhalten der UBS-Pensionskasse ist mustergültig", sagt der Zürcher Uni-Professor und Experte Martin Janssen, und: "Sie ist vorausblickend und agiert aus gutem Zustand heraus." Die UBS hatte ihren Schritt begründet mit der steigenden Lebenserwartung sowie dem Anlageumfeld, das in den kommenden Jahren schwierig bleiben dürfte.

Bei den Arbeitnehmerorganisationen hingegen haben die Massnahmen der UBS für Aufruhr gesorgt. "Unsere grosse Angst ist, dass nun auch die Pensionskassen von anderen Banken nachziehen könnten", sagt Denise Chervet vom Schweizerischen Bankenpersonalverband (SBPV) zu cash.

Die jüngste Offensive der UBS gibt der schwelenden politischen Diskussion rund um die zweite Säule wieder neuen Auftrieb. Die SP und die Gewerkschaften beharren auf dem im März 2010 an der Urne bestätigten Umwandlungssatz von 6,8 Prozent, während die Bürgerlichen flexible Modelle bezüglich Rentenalter und Verzinsung fordern. Das linke Schlagwort "Rentenklau" wird wieder aufleben, meint Cash.

Zusätzlichen Druck zum Handeln üben die bei börsenkotierten Unternehmen seit Januar geltenden Änderungen im Rechnungslegungsstandard IFRS aus. Minusrenditen auf dem Vorsorgevermögen werden der Gesamtergebnisrechnung belastet. Der dadurch entstehende zusätzliche Rückstellungsbedarf wird direkt dem Gewinn belastet. Dies erhöht wiederum den Druck auf das Management, frühzeitig einschneidende Massnahmen bei der Pensionskasse einzuleiten.

Die ersten Folgen zeigten sich Anfang Februar bei Roche und Novartis, die als erste gewichtige SMI-Titel ihre Jahreszahlen 2011 präsentierten.  Bei beiden Pharmariesen leiden die Pensionskassen (konzernweit) an Unterdeckung – mit erheblichen Folgen: Roche wies deshalb 840 Millionen Franken weniger Gewinn aus, bei Novartis drückten die Pensionskassen-Verluste das Gesamtergebnis sogar um 1,4 Milliarden Dollar.

 Cash

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