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Die aktuelle Diskussion

Umwandlungssatz / Bericht über die Zukunft der 2. Säule

 

Mit dem Bericht des Bundesrates zur Zukunft der 2. Säule läuft im Herbst 2011 die nächste Runde der Diskussion um die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes an. Die Arbeitnehmer-Organisationen bringen sich bereits in Stellung. 

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Aktuelle Ausgabe:

Nr. 217 / PDF

21.5.2012

 

BVG-aktuell Themen
3:52PM

travail.suisse will billigere 2. Säule

Travail suisse hat an einer Medienkonferenz ihre Forderung nach einer billigeren 2. Säule vorgestellt. Im Zentrum stehen einerseits die Assekuranz und andererseits die Vermögensverwalter. Nach Meinung von travail.suisse verdienen beide Seiten zuviel an der beruflichen Vorsorge. Die Forderungen werden folgendermassen zusammen gefasst:

  • Die bei Stiftungen von Lebensversicherern versicherten Arbeitnehmenden müssen fair an den Überschüssen beteiligt werden. Kann eine Verbesserung der damit verbundene Mindestquotenregelung („Legal-quote“) zur Gewinnausschüttung die heute betriebene Zweckentfremdung der Vorsorgegelder nicht stoppen, ist eine Verbannung der Lebensversicherer als Träger von beruflichen Vorsorgeeinrichtungen unumgänglich.
  • Die Vermögensverwaltungskosten von fast 4 Mrd. CHF jährlich müssen klar reduziert werden. Die zweite Säule ist nicht der Goldesel der Finanzindustrie. Die zweite Säule wird mit solch horrenden und oft versteckten Vermögensverwaltungskosten in den Dunstkreis der Abzocker gerückt. Das ist einer Sozialversicherung nicht würdig. Bundesrat Burkhalter muss dafür sorgen, dass dies unterbunden wird.
  • Die klare Botschaft der Bevölkerung gegen Rentensenkungen ist zu respektieren. Wenn Anpassungen des Umwandlungssatzes notwendig sind, müssen Ausgleichsmassnahmen ergriffen werden, die Rentenkürzungen kurz- und langfristig verhindern.

P.W. Die Forderungen sind politisch motiviert und nicht ausreichend begründet. Die endlose Auseinandersetzung um die Legal Quote ist weitgehend fruchtlos geblieben und erhält auch hier keine neuen Elemente. Die Forderung, die Versicherer bei Nichterfüllung “aus der 2. Säule zu verbannen” ist unsinnig, solange ihr Produkt auf dem Markt in so hohem Masse nachgefragt wird und zudem zahlreiche Alternativen vorliegen. Auch die Forderungen an die Finanzindustrie gehen ins Leere. Wir haben heute eine höchst komplizierte 2. Säule. Die ist nicht gratis zu haben. Die Vermögensverwaltungskosten sind international kompetitiv und vergleichsweise günstig. Was travail.suisse bietet, ist leider nicht sehr gehaltvoll.

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