Towers Watson: IAS 19 trotz Revision bloss Zwischenlösung?
Eine wesentliche Änderung des neuen Rechnungslegungsstandards ist die Abschaffung der Korridormethode. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind zukünftig im Jahr ihrer Entstehung direkt im erfolgsneutralen Teil der Gesamtergebnisrechnung, im „Other Comprehensive Income“ (OCI), zu erfassen. Des weiteren können solche Gewinne oder Verluste weder zeitlich aufgeschoben, noch sonst durch späteres 'Recycling' erfolgswirksam erfasst werden. Für die SLI-Unternehmen, die bisher die Korridormethode angewendet haben, bedeutet das – geschätzt auf Basis der Jahresabschlüsse für 2010 – eine einmalige Belastung des Eigenkapitals in Höhe von ca. CHF 6 Mrd.
Von besonderem Interesse für die Schweiz ist, dass die offenzulegenden Verpflichtungen der Unternehmen neu die Tatsache berücksichtigen müssen, wenn die Arbeitnehmer die Pensionskassenrisiken zusammen mit dem Unternehmen tragen. Dies ist in der Schweiz üblicherweise der Fall. "Diese ausdrückliche Anerkennung der Risikoverteilung innerhalb der Altersvorsorge dürfte vor allem von Schweizer Unternehmen geschätzt werden. Es kann jedoch eine Herausforderung sein, diese auf einfache Art und Weise zu reflektieren", so David Pauls, Director, Retirement Solutions, Towers Watson, Zürich.
Die Anwendung von IAS 19 rev. 2011 ist für die Geschäftsjahre ab 2013 mit den Vorjahreszahlen von 2012 verpflichtend. Den Unternehmen ist zu empfehlen, sich im Hinblick auf die notwendigen Umstellungen frühzeitig fachkundige Beratung einzuholen.










Jul 4, 2011 at 12:13
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