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Nr. 217 / PDF

21.5.2012

 

BVG-aktuell Themen
11:46AM

Ernst & Young: Lebensversicherungsstudie 2011

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young hat im Oktober 2011 erstmals eine breit angelegte Lebensversicherungsstudie durchgeführt. Schweizweit wurden 500 Privatpersonen und 500 KMU befragt, wobei die Bedeutung von Lebensversicherungsgarantien und die Verständlichkeit des Versicherungsangebots im Vordergrund standen.

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Die Umfrage zeigt den grossen Stellenwert von privaten Rentenversicherungen: Fast 85 Prozent der befragten Personen beurteilen die private Rentenversicherung als wichtigen Teil der finanziellen Altersvorsorge, unabhängig von Alter und Geschlecht. Die effektive Verbreitung von Lebensversicherungsprodukten ist allerdings geringer, nur 70 Prozent verfügen über ein privates Versicherungs- oder Vorsorgeprodukt. „Diese Diskrepanz lässt sich mit dem mangelndem Vertrauen der Befragten erklären, das den Versicherern gegenüber gebracht wird“, sagt Hans-Jürgen Wolter, Partner und Leiter European Actuarial Services bei Ernst & Young. Auch das gegenwärtige wirtschaftliche und politische Umfeld trägt seiner Ansicht nach massgeblich zur Verunsicherung bei.

Nur 54 Prozent der Befragten glauben, dass die Versicherer ihre Garantieversprechen langfristig einhalten können. Was heute angesichts der andauernden Finanzkrisen zählt, ist Sicherheit: 84 Prozent der befragten Privatpersonen ziehen einen garantierten Zins und ein garantiertes Kapital einer höheren Rendite vor.

Die Auswertung der Daten zu den beruflichen Vorsorgelösungen zeigt, dass 44 Prozent der KMU einen Anschlussvertrag mit einer Versicherungsgesellschaft haben. Dabei geniessen Vollversicherungslösungen sehr grossen Rückhalt: 93 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen das System, das keine Unterdeckung zulässt und bei welchen die Unternehmen kein Risiko tragen, als positiv oder sehr positiv. „Die Vollversicherungslösungen sind in unsicheren Zeiten wieder sehr gefragt“, sagt Thomas Brotzer, Partner Insurance bei Ernst & Young. Er geht davon aus, dass sich daran in nächster Zeit nichts ändern wird.

Verständlichkeit und Transparenz der Versicherungsprodukte werden sowohl von Privatpersonen als auch von KMU als gut wahrgenommen. Mängel sehen die Privatpersonen bei der Lesbarkeit der allgemeinen Versicherungsbedingungen, KMU bei der Lesbarkeit der Bedingungen in den Anschlussverträgen; diese Aspekte werden von der Hälfte der Befragten als ungenügend eingestuft. Die Produktbeschreibungen werden von 37 Prozent der Privatpersonen kaum verstanden.

 Studie E&Y

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