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Die aktuelle Diskussion

Umwandlungssatz / Bericht über die Zukunft der 2. Säule

 

Mit dem Bericht des Bundesrates zur Zukunft der 2. Säule läuft im Herbst 2011 die nächste Runde der Diskussion um die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes an. Die Arbeitnehmer-Organisationen bringen sich bereits in Stellung. 

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Aktuelle Ausgabe:

Nr. 217 / PDF

21.5.2012

 

BVG-aktuell Themen
3:52PM

SonntagsZeitung: “ Das Rentenloch der Gewerkschafterin”

Die SonntagsZeitung befasst sich mit der Forderung der Gewerkschafen, für Pensionskassen die Anlage in Hedge Funds zu verbieten. Doch auch die Auffangeinrichtung, deren Präsidentin die Gewerkschafterin Colette Nova ist, hat in Hedge Fonds investiert. Zudem leidet die Auffangeinrichtung unter dem technisch überhöhten Umwandlungssatz, der ihr durch die Kampagne der Gewerkschaften aufgezwungen wird. Die SonntagsZeitung schreibt dazu:

“Nach der Rentenabstimmung vom letzten Sonntag fordern die Gewerkschaften ein Verbot fiir Pensionskassen, in Hedge-Funds zu investieren. Die spekulativen Finanzmarktinstrumente» gehörten nicht in die Vorsorge. Doch wo Gewerkschafter selber das Sagen haben, setzen sie  auf Hedge-Funds: Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG stieg in der zweiten Hälfte 2008, mitten in der Finanzkrise, neu in Hedge-Funds und Commodities ein. Das Engagement bescherte der Auffangeinrichtung 2008 einen Verlust von 914’000 Franken, die Rendite lag bei minus 42 Prozent.

Zur Verbotsforderung ihrer Gewerkschaftskollegen sagt sie: «Es ist problematisch, von den Kassen hohe Renditen zu fordern, sie aber gleichzeitig überall einschränken zu wollen.» Sie
widerspreche sich selber damit iiberhaupt nicht. .Als Stiftungsratspräsidentin vertrete ich den
Stiftungsrat.»

Colette Nova, die vor der Abstimmung die «Rentenklau»-Kampagne befeuert und gegen die Senkung des Umwandlungssatzes angeschrieben hatte, wird nun von den negativen Folgen des Neins zur Senkung des Rentenumwandlungssatzes eingeholt: In der Auffangeinrichtung BVG tut sich ein Rentenloch auf, weil der Umwandlungssatz zu hoch ist. Weil sie zu hohe Renten  ausschütten muss, fehlen jährlich rund zwei Millionen Franken. Bezahlen kann sie nämlich nur einen Umwandlungssatz von 6,6 Prozent, laut Gesetz muss sie aber einen Satz von aktuell rund 7 Prozent anwenden. Nach dem Volksnein vom Sonntag kann er nun auch nicht wie vorgesehen auf 6,4 Prozent bis 2016 gesenkt werden. Die Auffangeinrichtung muss för die nächsten fünf Jahre Riickstellungen von rund zehn Millionen Franken vornehmen, um das Loch zu stopfen. Die Zahl will Nova nicht bestätigen, darüber müsse der Stiftungsrat entscheiden.”

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