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Nr. 217 / PDF

21.5.2012

 

BVG-aktuell Themen
12:19PM

Beobachter: “Pensionskassen zahlen zu viel”

Die Pensionskasse soll zusammen mit der AHV den Rentnern den gewohnten Lebens­standard sichern. Das funktioniert schon heute nur auf Kosten der Jungen, schreibt der Beobachter. Weiter heisst es: “Vorsorgeexperte Martin Janssen sieht schwarz: «Unser Pensionskassen­system wird gegen die Wand fahren.» Die heute neu fixierten Renten seien im Schnitt einen Drittel zu hoch, sagt der Zürcher Finanzprofessor. «Die Pensionskassen versprechen Leistungen, die sie gar nicht mehr finanzieren können. Doch das will niemand hören.» Man schwei­ge lieber und sitze das Problem aus – nach dem Motto: Nach uns die Sintflut. Warum das niemand zur Kenntnis nehmen will? Weil jene, die heute in Pension gehen, noch immer mit einer anständigen Rente rechnen können.

Der Beobachter-Vergleich bestätigt die Ergebnisse einer breitangelegten Studie von Swisscanto. Bei ihren Berechnun­gen ging die Fondsgesellschaft der Kantonalbanken von einem Verdienst von 80'000 Franken aus. Ergebnis: 16 Prozent der Kassen zahlen heute weniger als 32'000 Franken BVG-Rente. Umgekehrt zahlen 29 Prozent der Kassen BVG-Renten zwischen 40'000 und 60'000 Franken. «Es gibt Kassen mit relativ beschei­denen, aber auch solche mit sehr grosszügigen Leistungen», folgert Othmar Simeon, Leiter Personalvorsorge der Swiss­canto-Gruppe. «Insgesamt ist unser Vor­sorge­­system heute gut aufgestellt.»

Simeons Befund mag heute noch zutreffend sein. Doch gilt das auch für die ­Zukunft? Erhalten künftige Rentner genug, um ihren Lebensstandard zu halten? Vom Beobachter befragte Pensionskassenverantwortliche sind skeptisch – insbesondere für alle, die erst nach 2020 in Pension gehen. «Tendenziell werden ihre Renten tiefer sein. Weil die Lebenserwartung weiterhin steigt, werden bei gleichbleibenden Beiträgen und gleichen Kapitalerträgen die Leistungen niedriger ausfallen», prophezeit Christoph Ryter, Präsident des Schwei­zeri­schen Pensionskassenverbands (ASIP). Das heisst: Die Leistungen bleiben nur gleich hoch, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Zukunft höhere Beiträge zahlen.”

aaa  Beobachter

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