FuW: Anlagestiftungen im Immobiliennotstand
Ein Anleger, der im Frühjahr 1997 in Schweizer Immobilienaktien investiert hat, erzielte seither eine Performance von 13,4% jährlich. Dieses Ergebnis ist sogar leicht besser als das des Aktienindex SPI in der gleichen Periode. Institutionelle Investoren, die während dieser Phase Geld in Immobilienanlagestiftungen plaziert haben, konnten einen Total return von 5,6% erwirtschaften, schreibt Jürg Zulliger in der Finanz und Wirtschaft.
Obwohl die Anlagestiftungen in den letzten Jahren ein markantes Wachstum und eine intensive Investitionstätigkeit verzeichneten, konnten sie die Nachfrage der Anleger nicht befriedigen. «De facto sind die Anlagestiftungen geschlossen», sagt auch Andreas Roth, Product Manager der Credit Suisse Asset Management CSAM, der für die Immobilienanlagestiftung der CS verantwortlich zeichnet. Angesichts dieses Ungleichgewichts haben die bestehenden Anleger zwar täglich die Möglichkeit, Ansprüche zu verkaufen. Weil aber kaum jemand davon Gebrauch macht, müssen neue Anleger meist abgewiesen werden.
Obwohl die Bautätigkeit angezogen hat, kann der Anlagebedarf anscheinend nicht gedeckt werden. Welche Ausmasse das Wachstum annimmt, verdeutlicht das Beispiel der CS-Anlagestiftung. «Wir haben vor drei Jahren mit 200 Mio. Fr. angefangen und sind jetzt bei Investitionen von über 3 Mrd. Fr. angelangt», erklärt Andreas Roth. Auf der Warteliste sind 500 Mio. Fr. institutioneller Investoren aufgeführt, die aber in nächster Zeit kaum schnell abgebaut werden können. Den Anlagebedarf im Bereich direkter Immobilienengagements schätzt Roth auf rund 30 Mrd. Fr. In dieser Zahl sind die derzeit ebenfalls sehr aktiven privaten Investoren noch nicht einmal eingerechnet, heisst es weiter in der FuW.










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